von Redazione 03/11/2026
Kategorien: Markt / Haftungsausschluss
Das Gemälde „Die Überführung Christi zum Grab“, das lange Zeit in einem Privathaushalt aufbewahrt wurde, wurde von Carlo Falciani als Werk von Giorgio Vasari identifiziert. Das von Il Ponte in Mailand angebotene Gemälde erzielte einen Preis, der deutlich über der ursprünglichen Schätzung lag: Es wurde für 588.800 Euro verkauft.
Ein Gemälde von Giorgio Vasari, das lange Zeit den Blick der Wissenschaftler entgangen war, ist mit einem Zuschlagspreis von 588.800 Euro – mehr als doppelt so viel wie die ursprüngliche Schätzung – wieder ins Rampenlicht gerückt. Es handelt sich umdie „Überführung Christi zum Grab“, ein Ölgemälde auf Holz mit den Maßen 159 mal 185 Zentimeter, das um die Mitte der 1540er Jahre entstanden ist und aus einer lombardischen Privatsammlung stammt. Das Werk wurde vom Auktionshaus Il Ponte in Mailand verkauft, wobei die ursprüngliche Schätzung zwischen 200.000 und 250.000 Euro lag. Der Zuschlag stellt das bisher höchste Ergebnis des Mailänder Auktionshauses in diesem Jahr dar und macht das Gemälde zum Top-Los der Auktion „Antike Einrichtungsgegenstände und Gemälde“.
Das Gemälde, das jahrzehntelang in einem Privathaushalt aufbewahrt wurde, wurde von Carlo Falciani dem Maler aus Arezzo zugeschrieben, der die Urheberschaft nach einer direkten Begutachtung bestätigte. Der Wissenschaftler verfasste zudem einen wissenschaftlichen Beitrag, in dem er die Zusammenhänge zwischen dem Gemälde und anderen Werken Vasaris rekonstruiert und dabei auch auf eine ungewöhnliche Ausführungstechnik eingeht.
Giorgio Vasari, Die Überführung Christi zum Grab (40er Jahre des 16. Jahrhunderts; Öl auf Holz, 159 x 185 cm)
Die Wiederentdeckung des Werks ist für das Gesamtwerk des Malers von besonderer Bedeutung, auch wenn noch einige Fragen zu seiner Entstehungsgeschichte offen sind. Bislang sind nämlich keine Dokumente aufgetaucht, die es ermöglichen würden, den Auftraggeber zu identifizieren oder das Gemälde genau in Vasaris Biografie einzuordnen. Das Holztafelbild weist zudem einige Restaurierungen auf, die jedoch laut Falciani seine Bedeutung für das Verständnis des Schaffens des Künstlers nicht schmälern.
Ein weiterer Schritt erfolgte am vergangenen 19. Oktober, als die Aufsichtsbehörde für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft der Metropolregion Mailand den Beginn des Verfahrens zur Erklärung des Werks als von besonders großem künstlerischem und historischem Interesse bekanntgab. Die „Überführung Christi zum Grab“ stellt somit eine bedeutende Ergänzung des Werks von Giorgio Vasari dar: ein Gemälde, das lange Zeit in einer Privatsammlung verblieb und nun wieder in den Fokus des Marktes und der kunsthistorischen Forschung rückt.
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| Giorgio Vasari: Ein wiederentdecktes Gemälde wurde für 588.800 Euro versteigert – der Schätzpreis wurde um mehr als das Doppelte übertroffen |
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