Nur wenige Schritte von der Ponte Vecchio entfernt, am Lungarno Serristori 17 in Florenz, öffnet die Sammlung„ “ Casamonti am Montag, dem 28. September 2026, ihren neuen Ausstellungsort im Palazzo San Giorgio für die Öffentlichkeit. Der Umzug in das historische Gebäude markiert eine neue Phase des vom Galeristen Roberto Casamonti geförderten Kulturprojekts und ermöglicht es erstmals, die Sammlung in ihrer Gesamtheit zu präsentieren – mit einem Ausstellungsparcours, der der italienischen und internationalen Kunst vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart gewidmet ist.
Die Sammlung war 2018 im Obergeschoss des Palazzo Bartolini Salimbeni auf der Piazza Santa Trinita eröffnet worden, wo die Werke in zwei wechselnden Ausstellungsbereichen präsentiert wurden. Die neue Ausstellung im Palazzo San Giorgio vereint die Sammlung hingegen in einem einzigen Rundgang. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das historisch mit dem benachbarten Palazzo Serristori verbunden ist, wurde nach einem Entwurf des Architekturbüros Archea Associati restauriert und umgestaltet, mit dem Ziel, die Räume für das neue Ausstellungsprojekt vorzubereiten und den Dialog zwischen den Werken zu fördern.
Die Sammlung Casamonti umfasst heute rund 250 Werke, die auf 28 Säle auf zwei Ebenen verteilt sind. Der Rundgang führt durch verschiedene Strömungen, Generationen und Ausdrucksformen und wechselt zwischen historischen Themenblöcken, Vergleichen zwischen Künstlern und Vertiefungen zu den wichtigsten künstlerischen Strömungen des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Die Ausstellung stellt italienische und internationale Werke in Beziehung zueinander und hebt dabei Zusammenhänge, Einflüsse und Kontinuitäten in der Entwicklung der Kunst hervor, ebenso wie Unterschiede und Abgrenzungen.
Die Sammlung hat sich im Laufe der Jahre aus der Tätigkeit von Roberto Casamonti heraus entwickelt, die er im Rahmen der Galerien Tornabuoni Arte sowie durch seine Beziehungen zu Künstlern, Kritikern und internationalen Kulturinstitutionen aufgebaut hat. Der Kern der Sammlung umfasst Werke der italienischen Malerei zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert sowie der historischen Avantgarden, vom Futurismus bis zur Metaphysischen Malerei, vom Kubismus bis zu den abstrakten Strömungen. Der Rundgang setzt sich mit den wichtigsten Strömungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fort, von der informellen Kunst bis zum Spazialismus, von der Arte Povera bis zum Nouveau Réalisme, von der Pop-Art bis zur Graffiti-Kunst, bis hin zur Transavantgarde, Videokunst und Performance-Kunst, wobei auch Werke des 21. Jahrhunderts einbezogen werden.
Zu den vertretenen Künstlern zählen Giovanni Boldini, Giacomo Balla, Giorgio de Chirico, Pablo Picasso, Wassily Kandinsky, Salvador Dalí, Max Ernst, René Magritte, Maria Helena Vieira da Silva, Lucio Fontana, Alberto Burri, Piero Manzoni, Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat, Keith Haring, Bill Viola, Marina Abramović, Anselm Kiefer, Anish Kapoor und Maurizio Cattelan.
Das Projekt entstand aus dem Wunsch von Roberto Casamonti, eine Sammlung, die er in über fünfzig Jahren zusammengetragen hat, mit Florenz zu teilen. Mit der Eröffnung des Palazzo San Giorgio setzt die Collezione Casamonti somit ihren Weg unter den italienischen Privatsammlungen fort, die sich der zeitgenössischen Kunst widmen, und schafft eine Verbindung zwischen historischem Erbe und internationaler Forschung. Der neue Standort sieht zudem Vermittlungs- und Kulturvermittlungsaktivitäten sowie Veranstaltungen und Vertiefungsveranstaltungen für das florentinische, nationale und internationale Publikum vor.
„Die Eröffnung des Palazzo San Giorgio ist für mich ein Moment von großer Bedeutung“, erklärt Roberto Casamonti. „Eine so umfangreiche Auswahl an Werken zusammenzustellen bedeutet, mit der Öffentlichkeit nicht nur außergewöhnliche Kunstwerke zu teilen, sondern auch einen persönlichen und kulturellen Weg, der sich ständig weiterentwickelt.“
„Der neue Standort im Palazzo San Giorgio in Florenz“, so Bruno Corà, Kunsthistoriker und Präsident der Fondazione Burri, „fördert nicht nur die Präsentation einzelner Werke und hebt dank größerer Räume und gezielt angelegter Rundgänge die poetischen Verbindungen und sprachlichen Bezüge zwischen ihnen hervor, sondern umfasst auch ein breiteres Repertoire an Werken, das für weitere Ergänzungen und Austausche offen ist. Es ist eine wahrhaft dynamische Sammlung.“
„Das neue Ziel der Casamonti-Sammlung ist es, ein Ort des Austauschs, der Forschung und der Teilhabe zu werden, der sich zunehmend unterschiedlichen Publikumsgruppen öffnet, um eine direkte Beziehung zur Kultur und zur zeitgenössischen Kunst zu fördern“, betont Jonathan Paonetti, dem die Leitung des Ausstellungsparcours anvertraut wurde.
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| Die Casamonti-Sammlung eröffnet den Palazzo San Giorgio mit 250 Werken vom 19. Jahrhundert bis heute |
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