von Redazione 02/11/2026
Kategorien: Museen / Haftungsausschluss
Im März 2027 weiht das Diözesanmuseum „Carlo Maria Martini“ in Mailand einen neuen Saal ein, der ganz dem Kreuzweg von Gaetano Previati gewidmet ist. Es handelt sich um das Vorzeigeprojekt unter den Initiativen zur Feier des 25-jährigen Bestehens des Mailänder Museums, das dieses Jubiläum mit Restaurierungen, Ausstellungen und neuen Projekten begeht.
Die Rückkehr des „Via Crucis“ von Gaetano Previati nach Mailand markiert einen der wichtigsten Momente der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Diözesanmuseums Carlo Maria Martini. Im März 2027 wird das Museum nämlich einen komplett renovierten und eigens für die Aufnahme des monumentalen Zyklus von vierzehn Fresken eingerichteten Saal einweihen, den der Künstler zwischen 1882 und 1888 für den Friedhof von Castano Primo (Mailand) geschaffen hatte. Das Werk, das im Rahmen einer Langzeitausleihe in die ständige Sammlung aufgenommen wird, ist nach einer Restaurierung nun wieder in Mailand zu sehen.
Der neue Saal ist das Herzstück des Veranstaltungsprogramms, das zur Feier des ersten Vierteljahrhunderts der 2001 auf Initiative von Kardinal Carlo Maria Martini gegründeten Einrichtung organisiert wurde. Dieses Jubiläum wird auch mit einem Tag der offenen Tür gefeiert, der für Donnerstag, den 5. November 2026, von 10 bis 20 Uhr geplant ist und von speziellen Führungen durch das Museumspersonal begleitet wird. Die Initiative wird durch die Unterstützung der Gi Group Holding ermöglicht.
Die Feierlichkeiten umfassen zudem zahlreiche Neuerungen: vom neuen grafischen Erscheinungsbild der Website, gestaltet von VIVA!, über die Veröffentlichung eines Sammlungsführers im Dario Cimorelli Verlag bis hin zur Restaurierung zweier besonders bedeutender Werke, „Der heilige Josef mit dem Kind“ von Guido Reni (1575–1642) und „Sola!“ von Emilio Longoni (1859–1932).
Abgerundet wird das Programm durch ein Ausstellungsprogramm, das die Besucher bis zum Frühjahr 2027 begleiten wird, mit Ausstellungen, die Artemisia Gentileschi, Federico Garolla, der Tradition der Papierkrippen und dem Dialog zwischen Beato Angelico und Adrian Paci gewidmet sind.
Der Kreuzweg von Gaetano Previati: vierzehn Fresken in einem neuen Saal
Der zwischen 1882 und 1888 für den Friedhof von Castano Primo geschaffene Gemäldezyklus von Gaetano Previati (Ferrara, 1852 – Lavagna, 1920) entstand zwischen 1882 und 1888 für den Friedhof von Castano Primo und besteht aus vierzehn großen Fresken mit den Maßen jeweils 258 x 167 Zentimeter. Die Werke, die 1969 abgenommen und auf Leinwand übertragen wurden, waren vom Künstler als eine einzige narrative Abfolge konzipiert, in der die verschiedenen Stationen nahtlos ineinander übergehen. Die synthetische Formensprache trägt zusammen mit der Intensität der Gesten und Mimik der Figuren dazu bei, die ganze Dramatik der Episoden der Passion Christi wiederzugeben. Der Zyklus war bereits einige Jahre lang anlässlich seiner Einweihung im Diözesanmuseum ausgestellt, bevor er nach Castano Primo zurückkehrte. Nun, nach der Restaurierung, kehrt er in die lombardische Hauptstadt zurück und findet einen eigens dafür gestalteten Platz im ersten Stock des Museums.
Das Projekt wurde dank der Zusammenarbeit mit der Stadt Castano Primo und der Unterstützung von PwC Italia ermöglicht.
Die Verkündigung von Artemisia Gentileschi für „Un Capolavoro per Milano 2026“
Bis zum 31. Januar 2027 beherbergt das Diözesanmuseum „Die Verkündigung“ von Artemisia Gentileschi, das aus dem Museo e Real Bosco di Capodimonte in Neapel stammt. Das Werk steht im Mittelpunkt der Ausgabe 2026 von „Un Capolavoro per Milano“ mit einer von Mario Epifani und Nadia Righi kuratierten Ausstellung. Die Ausstellung wird dank des Beitrags der Fondazione Bracco, dem Hauptpartner, realisiert, der das Projekt auch durch die Förderung wissenschaftlicher Untersuchungen des Gemäldes unterstützt hat, deren Ergebnisse im Ausstellungsparcours vorgestellt werden. Als Sponsoren beteiligen sich zudem die Fondazione Monte di Lombardia und Eni, während die Gi Group Holding, die Fondazione Rocca, Manageritalia Lombardia, Perelli Consulting und die Anwaltskanzlei BSTC zu den Förderern zählen. Trenord ist der Reisepartner.
Anlässlich der Ausstellung organisiert das Museum im Januar drei Vertiefungsveranstaltungen zu den kunsthistorischen, evangelischen und ikonografischen Aspekten des Werks sowie eine Reihe kurzer Führungen während der Mittagspause.
Ein neuer Führer zur Entdeckung von 80 Meisterwerken des Diözesanmuseums
Zu den Initiativen zum 25-jährigen Jubiläum gehört auch die Veröffentlichung des Bandes „Diözesanmuseum Carlo Maria Martini. 80 Meisterwerke“, herausgegeben von Alessia Devitini und erschienen bei Dario Cimorelli Editore. Die Realisierung wurde dank der Unterstützung von Renée Bormioli in Gedenken an ihre Eltern, des Freiwilligenverbands des Diözesanmuseums Carlo Maria Martini und der BPER Banca ermöglicht. Der Führer begleitet den Leser auf einer Entdeckungsreise durch die Sammlungen, die im monumentalen Komplex der Chiostri di Sant’Eustorgio aufbewahrt werden – einem Ort von besonderer Bedeutung für die Geschichte des ambrosianischen Christentums. Die Dauerausstellung umfasst über tausend Werke aus dem 3. bis zum 21. Jahrhundert und zeichnet einen langen Weg durch die lombardische und italienische Kunst nach, von den Zeugnissen rund um die Figur des Heiligen Ambrosius bis hin zu zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen. Anhand einer Auswahl von 80 Werken, darunter Gemälde, Skulpturen, Wandteppiche, Zeichnungen, Goldschmiedearbeiten und illuminierte Handschriften, veranschaulicht der Band den Reichtum der Sammlungen, die unterschiedliche Herkunft der Objekte und den Beitrag der Künstler, die die Geschichte des Museums geprägt haben.
Die neue Website: Das Museum präsentiert sich auch online in neuem Gewand
Seit dem 2. November 2026 ist die neue Website des Diözesanmuseums Carlo Maria Martini online und unter der Adresse museodiocesano.it erreichbar. Das von VIVA! realisierte Projekt wurde von Edison und Gi Group Holding unterstützt und führt eine überarbeitete digitale Plattform ein, die darauf ausgelegt ist, den Zugriff auf Informationen und die Entdeckung der Werke zu vereinfachen.
Die neue Website erscheint pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum und zeichnet sich durch eine intuitivere Struktur, ein zeitgemäßes Design und eine übersichtliche Navigation aus. Sie ist als Erweiterung der Ausstellungsräume konzipiert: Die Werke lassen sich anhand verschiedener Suchkriterien erkunden, darunter Künstler, historische Epoche, Technik und Standort innerhalb des Museumsrundgangs. Auf diese Weise können Besucher, die einen Rundgang planen, sich im Voraus über die Standorte der Werke informieren, während diejenigen, die weit entfernt wohnen, die Möglichkeit haben, die Sammlung direkt von zu Hause aus zu erkunden. Praktische Informationen sind leicht zugänglich, und die Inhalte können über Computer, Tablets und Smartphones abgerufen werden.
Die Restaurierungen von Guido Reni und Emilio Longoni
Das 25-jährige Jubiläum bot auch die Gelegenheit, zwei bedeutende Gemälde der ständigen Sammlung wieder in vollem Umfang zugänglich zu machen: „Der heilige Josef mit dem Kind“ von Guido Reni und „Sola!“ von Emilio Longoni. Die Restaurierungsarbeiten wurden dem Atelier Luigi Parma anvertraut. Der „Heilige Josef mit dem Kind“, der aus den Sammlungen des Erzbischofs stammt und zur Monti-Sammlung gehört, ist ein Gemälde, das ursprünglich für die private Andacht bestimmt war. Es lässt sich auf die Zeit zwischen 1625 und 1630 datieren und gehört zur künstlerischen Hochphase Renis, wie die von Raffael inspirierte Raumfülle der Figuren sowie die leuchtende und zarte Farbpalette bezeugen. Das in Öl auf Seide ausgeführte Werk wies zahlreiche Farbverluste, Abriebstellen und oberflächliche Ablagerungen auf, während die oxidierten Lackschichten die Erkennbarkeit beeinträchtigt hatten. Durch die Restaurierung konnte die ursprüngliche malerische Qualität wiederhergestellt und äußerst raffinierte Details ans Licht gebracht werden, wie beispielsweise die mit Bleiweiß angereicherten Pinselstriche, die den Bart und die Haare des Heiligen Josef definieren. Die Restaurierung wurde vom Freiwilligenverband des Diözesanmuseums Carlo Maria Martini unterstützt.
Auch „Sola!“, ein Gemälde von Emilio Longoni aus dem Jahr 1901, wurde einer umfassenden konservatorischen Behandlung unterzogen. In dem Gemälde thematisiert der Künstler den Schmerz einer Mutter über den Verlust ihres Sohnes und verwandelt das individuelle Leid in eine umfassendere Reflexion über den Tod und das menschliche Schicksal. Die Malfläche wies Farbablösungen und kleine, weit verbreitete Lücken auf. Durch die Restaurierung konnten das Hell-Dunkel-Gleichgewicht und die besonderen Qualitäten der divisionistischen Technik wiederhergestellt werden, wodurch die Komposition ihre Leuchtkraft und Intensität zurückerhielt. Das von der BPER Banca unterstützte Gemälde ist derzeit in der Ausstellung „Vanitas. Blumen und Symbole, von Hayez bis Casorati, läuft noch bis zum 31. Januar 2027 im Palazzo Brabantini-Koch in Ferrara.
Federico Garolla erzählt vom Italien der Nachkriegszeit durch die Fotografie
Vom 19. November 2026 bis zum 4. April 2027 präsentiert das Diözesanmuseum „Federico Garolla. Menschen in Italien. Fotografie 1949–1968, eine Ausstellung, die einem der Protagonisten der italienischen Fotografie der 1950er- und 1960er-Jahre gewidmet ist. Die von Isabella Garolla und Uliano Lucas kuratierte Ausstellung vereint rund hundert Schwarz-Weiß-Fotografien, die in den beiden Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg in Italien entstanden sind. Federico Garolla, 1925 in Neapel geboren und 2012 in Mailand verstorben, war Journalist und Fotojournalist und verfasste ab den 1940er Jahren Hunderte von Reportagen für bedeutende italienische und internationale Zeitungen.
Durch sein Objektiv ziehen Landschaften, Szenen des Alltags und Gesichter gewöhnlicher Menschen, neben Persönlichkeiten aus der Welt der Kultur und des Showbusiness. Zu den Protagonisten seiner Aufnahmen zählen Maler wie Renato Guttuso und Massimo Campigli, Schriftsteller wie Elsa Morante und Giuseppe Ungaretti sowie Modedesigner, Musiker, Schauspieler und Schauspielerinnen aus Film und Theater. Sein Werk zeichnet das Porträt eines Landes, das nach den Verwüstungen des Krieges versucht, Vertrauen und Lebenskraft wiederzufinden, und sich auf den Weg in jene Wachstumsphase macht, die als das „italienische Wunder“ in die Geschichte eingehen sollte. Ein aufmerksamer und diskreter Blick, der es versteht, auch die sozialen und kulturellen Veränderungen jener Jahre zu dokumentieren.
Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit Suazes organisiert und dank der Unterstützung der Fondazione Fiera Milano, der Fondazione Beta 80 und der Fondazione Grana Padano realisiert. Trenord beteiligt sich als Reisepartner.
Die Papierkrippen von Londonio und Dalmine zu Weihnachten 2026
Vom 1. Dezember 2026 bis zum 31. Januar 2027 erneuert das Museum seinen weihnachtlichen Termin mit der Ausstellung der Papierkrippe von Francesco Londonio (1723–1783) aus der ständigen Sammlung. Dank der Unterstützung des Verbandes der Regionalräte der Lombardei und von Comieco, mit Trenord als Reisepartner, wird das Werk zusammen mit einigen Papierkrippen in Theaterform aus dem Krippenmuseum von Dalmine in der Provinz Bergamo präsentiert. Dieser Vergleich ermöglicht es, die Verbreitung und den Erfolg der vom Mailänder Maler entworfenen Modelle näher zu beleuchten, deren Erfindungen dazu beitrugen, Papierkrippen ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Italien und in zahlreichen europäischen Ländern bekannt zu machen.
Neben den raffiniertesten Exemplaren verbreiteten sich im Laufe der Zeit auch Produktionen, die für ein breiteres Publikum bestimmt waren und sich durch eine einfachere Ausführung auszeichneten, aber aus historischer und künstlerischer Sicht ebenso interessant sind. Das kostengünstige und leicht zu verarbeitende Papier ermöglichte es nämlich, nicht nur die Figuren der Krippe, sondern auch ganze Kulissen mit Architektur, Hintergründen, Theaterkulissen und Landschaften zu gestalten.
Beato Angelico und Adrian Paci: ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Vom 16. Februar bis zum 16. Mai 2027, anlässlich der Fastenzeit und Ostern, wird das Diözesanmuseum eine Gegenüberstellung zwischen der „Beweinung des toten Christus“ von Beato Angelico und einem Werk des zeitgenössischen Künstlers Adrian Paci präsentieren. Das im Museo di San Marco in Florenz aufbewahrte Gemälde des Florentiner Malers zeigt eine Gruppe von Figuren, die sich um den Leichnam Christi versammelt haben, vor dem Hintergrund der Stadtmauern. Das Werk stammt von Fra Giovanni da Fiesole, bekannt als Beato Angelico (Vicchio di Mugello, um 1395 – Rom, 1455), einem der bedeutendsten Vertreter der frühen italienischen Renaissance.
In einen Dialog mit dem Gemälde tritt „The Bell Tolls Upon The Waves“, eine dreiteilige Videoinstallation von Adrian Paci (Shkodra, 1969), der zu den bekanntesten Künstlern der internationalen Szene zählt. Die Gegenüberstellung der beiden Werke soll unterschiedliche Ausdrucksformen und Sensibilitäten miteinander in Beziehung setzen und zum Nachdenken über die Bedeutung der Passion und Auferstehung Christi sowie über deren Aktualität anregen. Die Ausstellung, die mit Unipol als Hauptsponsor und Enel realisiert wurde, versteht sich auch als Gelegenheit zum Austausch über Themen von gesellschaftlichem Interesse. Das Projekt bezieht nämlich das Labor für kreatives Lesen und Schreiben der Justizvollzugsanstalt Milano-Opera mit ein und fördert so eine gemeinsame Reflexion über den Wert der Kunst als Instrument des Dialogs, der Inklusion und der Teilhabe. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Casa Testori und dem Museo di San Marco in Florenz, wo sie anschließend vom 21. Mai bis zum 31. Oktober 2027 zu sehen sein wird.
„Das 25-jährige Jubiläum des Diözesanmuseums Carlo Maria Martini zu feiern“, erklärt Nadia Righi, Direktorin des Diözesanmuseums, „bedeutet, einen wichtigen Meilenstein zu feiern und an den Weg zurückzudenken, den wir seit der Eröffnung im Jahr 2001 zurückgelegt haben – dank des Wunsches von Kardinal Martini und des großen Engagements des ersten Präsidenten, des verstorbenen Monsignore Luigi Crivelli, sowie des ersten Direktors Paolo Biscottini, die das Projekt mit Beharrlichkeit zum Abschluss gebracht haben. Im Laufe der Jahre ist das Museum gewachsen und hat sich immer mehr der Stadt geöffnet, indem es seine Sammlung zur Geltung brachte, sein Programm bereicherte – mit Veranstaltungen, die von den Mailändern stets mit Spannung erwartet werden – und Beziehungen zu Kultur- und Museumseinrichtungen unseres Landes knüpfte. Das Programm zu diesem Jubiläum fasst all dies zusammen: eine neue Website, ein neuer Museumsführer, die Präsentation bedeutender Restaurierungsarbeiten, neue Ausstellungsgestaltungen und Ausstellungsprojekte in Zusammenarbeit mit italienischen Museen – mit dem Ziel, immer mehr zu einem Ort zu werden, an den man gerne zurückkehrt. Ein Meilenstein wie dieser wäre jedoch ohne die vielen Menschen nicht möglich gewesen, die im Laufe der Jahre an das Museum geglaubt und es unterstützt haben. Ich möchte daher einen besonderen Dank an unsere Partner und Sponsoren richten, die mit ihrer Verbundenheit und ihrer Unterstützung konkret zur Erhaltung und Aufwertung unseres Kulturerbes beitragen, sowie an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die jeden Tag ihre Zeit und ihre Leidenschaft zur Verfügung stellen.“
„Das Diözesanmuseum ‚Carlo Maria Martini‘“, so Monsignore Luca Bressan, Vikar für Kultur, Nächstenliebe, Mission und Soziales der Diözese Mailand und Präsident des Diözesanmuseums „Carlo Maria Martini“, „befindet sich in den Kreuzgängen von Sant’Eustorgio (der Basilika, dem frühchristlichen Friedhof und der Portinari-Kapelle). In diesem besonderen Kontext Mailands ist das Diözesanmuseum dazu berufen, dem Zeugnis des christlichen Glaubens, das Generationen von Künstlern – insbesondere aus der Lombardei – im Laufe der Jahrhunderte gegeben haben, Leben und Kraft zu verleihen. Es geht nicht um bloße Bewahrung, sondern um Faszination: den Besuchern eine echte Erfahrung des Schönen zu bieten, indem sie in den ästhetischen und symbolischen Raum des Kunstwerks eintreten, um darin den religiösen Bezug und die darin enthaltene Offenheit für das Transzendente zu erfassen. Indem die Diözese das Museum nach Kardinal Carlo Maria Martini benannte, wollte sie diese Aufgabe stärken und das Diözesanmuseum dazu auffordern, die besondere Erfahrung der rettenden Schönheit zu bewahren und neu zu vermitteln. Die Sammlungen, die Veranstaltungen, die Ausstellungen: Alles ist als anthropologischer Übungsraum konzipiert, der – nicht nur auf logischen Wegen, sondern gerade über die Sinne und Emotionen – den Vorrang der Liebe und ihre Zukunftsfähigkeit ans Licht bringt. „Die Schönheit, die die Welt rettet“, so Kardinal Martini, „ist die Liebe, die den Schmerz teilt; eine unglaubliche und zugleich sanfte, anziehende Liebe, die uns einbezieht und fasziniert.“
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| Der Kreuzweg von Previati kehrt nach Mailand zurück: Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums eröffnet das Diözesanmuseum einen Saal mit dem Freskenzyklus |
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