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Venedig: Das Museo Correr gestaltet seinen Rundgang neu – das Comité Français unterstützt zwei neue Ausstellungsräume

von Redazione 01/11/2026

Kategorien: Museen / Haftungsausschluss


Die Stiftung „Fondazione Musei Civici di Venezia“ beginnt mit der Neugestaltung von zwei Räumen im ersten Stock des Museums, die dem Haus von Teodoro Correr und der institutionellen Geschichte der Serenissima gewidmet sind. Das Projekt ist Teil der Renovierung von siebzehn Sälen, die auch vom „Comité Français pour la Sauvegarde de Venise“ unterstützt wird.

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Das Museo Correr in Venedig beginnt mit der Neugestaltung von zwei Sälen im ersten Stock, die dem häuslichen Leben von Teodoro Correr und der Geschichte der Serenissima als Stadtstaat gewidmet sind.Das Projekt wird vom Comité Français pour la Sauvegarde de Venise unter dem Vorsitz von François Pignol im Rahmen eines umfassenderen Sanierungsprogrammsunterstützt, das von der Fondazione Musei Civici di Venezia in Zusammenarbeit mit der Stadt Venedig gefördert wird. Nach der Wiedereröffnung der „Sale Reali“ im Jahr 2022 markiert das Projekt eine neue Phase der Investitionen in das Museum, die eine umfassende Neugestaltung von siebzehn Räumen im ersten Stock vorsieht.

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Das Engagement des Comité wurde anlässlich des Galadinners zum 60-jährigen Bestehen der Organisation bekräftigt, das am Donnerstag, dem 8. Oktober, im Italienischen Kulturinstitut in Paris stattfand. An der Veranstaltung nahmen der französische Außenminister Jean-Noël Barrot, die Kulturministerin Catherine Pégard und der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire teil. Für die Fondazione Musei Civici di Venezia nahmen die Präsidentin Mariacristina Gribaudi, der Organisationssekretär Mattia Agnetti und die wissenschaftliche Leiterin Chiara Squarcina sowie der Bürgermeister von Venedig, Simone Venturini, teil.

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Rendering – Guicciardini & Magni, Museo Correr – Saal 9
Rendering – Guicciardini & Magni, Museo Correr – Saal 9
Rendering – Guicciardini & Magni, Museo Correr
Rendering – Guicciardini & Magni, Museo Correr

Das Projekt sieht eine neue thematische und ausstellungstechnische Gliederung vor, begleitet von baulichen Maßnahmen, Restaurierungen, Anpassungen der technischen Anlagen und der Beleuchtung sowie einer Überarbeitung der Strategien zur Präsentation der Sammlungen. Jeder Saal wird mit modernisierten museografischen, wissenschaftlichen und kommunikativen Instrumenten ausgestattet, wobei besonderes Augenmerk auf Barrierefreiheit und Inklusion gelegt wird. Der Rundgang soll die Geschichte und Kultur Venedigs anhand des Staates, der Institutionen, der Stadt und der Künste erzählen und dabei die Sammlungen des Museums zur Geltung bringen sowie dessen Rolle als Ort des Studiums, der Begegnung und des Wissensaustauschs stärken.

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Der Saal 7 mit dem Titel „Dentro Casa Correr“ wird den Wohnräumen des Sammlers gewidmet sein. In Anknüpfung an Saal 50 wird die Ausstellung eine großformatige Reproduktion der Zeichnung von Lazzari zeigen, anhand derer die ursprüngliche Einrichtung des Hauses rekonstruiert wird. Die dargestellten Objekte, die noch heute im Museum aufbewahrt werden, werden vor dem Bild ausgestellt, wodurch eine Verbindung zwischen der Darstellung und den tatsächlichen Artefakten hergestellt wird. Zu den in der Zeichnung erkennbaren Gemälden gehören das „Porträt des Dogen Andrea Contarini“, das „Familienporträt“ und der „Evangelist Markus“, die neben historischen Einrichtungsgegenständen präsentiert werden, darunter ein barockes Möbelstück und ein mit Perlmuttintarsien verziertes Objekt aus dem Besitz von Correr. Ein hochwertiges Faksimile der „Zwei venezianischen Damen“ von Vittore Carpaccio, die ursprünglich in diesem Saal aufbewahrt wurden, wird zudem die historische Präsenz des Werks wiederherstellen, zusammen mit einer Reproduktion der „Versuchung des Heiligen Antonius“. Die Werke werden von mehrsprachigen Begleittexten und spezifischen konservatorischen Maßnahmen begleitet.

Correr-Museum, Saal 9. Foto: Irene Fanizza
Correr-Museum, Saal 9. Foto: Irene Fanizza
Correr-Museum, Saal 9. Foto: Luca Chiandoni
Correr-Museum, Saal 9. Foto: Luca Chiandoni

Der Saal 9, „Venedig als Stadtstaat“, eröffnet hingegen den zweiten Abschnitt des neuen Rundgangs und befasst sich eingehend mit den Symbolen und Institutionen der Republik Venedig. Die Porträts der Prokuratoren von San Marco aus dem 17. Jahrhundert werden im Dialog mit den originalen zeremoniellen Gewändern ausgestellt. Im Mittelpunkt stehen Werke von Lazzaro Bastiani, Gentile Bellini und Vittore Carpaccio mit Darstellungen der Dogen Francesco Foscari, Giovanni Mocenigo und Leonardo Loredan sowie Cesare Vecellios „Dogenprozession auf der Piazza San Marco “.

Die neue Ausstellung interpretiert zudem die von Carlo Scarpa in den Jahren 1952–1953 realisierte Gestaltung neu, die als eines der bedeutendsten Beispiele moderner italienischer Museografie gilt. Der Saal, ursprünglich „Sala dei Procuratori“ genannt, wird einige zentrale Elemente des Konzepts des Architekten wieder aufgreifen: Die Porträts werden erneut mit den historischen Gewändern in Dialog treten, die wieder in ihren restaurierten Originalvitrinen platziert werden. Neue Einrichtungselemente mit klaren Linien werden in den Raum integriert, mit dem Ziel, die Erhaltung der historischen Gestaltung mit einer zeitgemäßen Präsentation der Sammlungen zu verbinden. Mit dem Projekt wurde das Studio Guicciardini Magni aus Florenz beauftragt.

Erklärungen

„Die erneuerte Zusammenarbeit mit dem Comité Français pour la Sauvegarde de Venise stellt für die Fondazione Musei Civici di Venezia ein wertvolles Beispiel für Engagement, gemeinsame Ziele und nicht zuletzt für Freundschaft dar“, erklärt Mariacristina Gribaudi, Präsidentin der Fondazione Musei Civici di Venezia. „Die Unterstützung des Comité ist Teil einer seit sechzig Jahren andauernden Geschichte der Aufmerksamkeit und Fürsorge für Venedig, die heute im Engagement für das Museo Correr einen neuen, wichtigen Ausdruck findet. Die erneute Pflege des Stadtmuseums nach der umfassenden Sanierung der „Sale Reali“ bedeutet, einen wesentlichen Teil der Identität Venedigs zu bewahren, ihn aber auch der Öffentlichkeit mit Mitteln und Ausdrucksformen zurückzugeben, die die Gegenwart und die Zukunft ansprechen. Wir freuen uns besonders, diese Zusammenarbeit zu erneuern, die zeigt, wie sehr der Erhalt Venedigs eine kollektive Verantwortung ist und wie sehr der Dialog zwischen Italien und Frankreich in konkrete Projekte für die Kultur und für die Stadt münden kann.“

„Nach dem Hochwasser von 1966, das Venedig verheerend traf, folgte eine weitere Welle, getragen von Solidarität, Freundschaft und internationaler Verantwortung“, betont Simone Venturini, Bürgermeister von Venedig. „Frankreich gehörte zu den ersten Ländern, die dem Aufruf unserer Stadt folgten, und seitdem hat das Comité Français pour la Sauvegarde de Venise diese Verbundenheit in ein konkretes und kontinuierliches Engagement für unser Kulturerbe verwandelt. Von den „Sale Reali“ bis hin zu den neuen Maßnahmen, die das Museo Correr bereichern werden, schreibt diese Geschichte auch heute noch wertvolle neue Kapitel. Sechzig Jahre später ist Venedig eine andere Stadt: Heute können wir uns mit Mitteln und Technologien, die es damals noch nicht gab – angefangen beim Mose-Projekt –, gegen außergewöhnliche Hochwasser schützen. Venedig zu bewahren bedeutet aber auch, seine Geschichte zu hüten, sein Kulturerbe zu restaurieren und es so an künftige Generationen weiterzugeben – und in dieser Hinsicht spielen die internationalen Komitees eine führende Rolle. Ich danke dem Vorsitzenden François Pignol und dem gesamten Comité für die Zuneigung, die sie durch Taten unter Beweis stellen, und gedenke Jérôme Zieseniss mit Dankbarkeit. Venedig weiß, dass es in Frankreich einen treuen Freund hat.“

„Das Comité Français de Sauvegarde de Venise freut sich, im Rahmen der fruchtbaren Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der Fondazione dei Musei di Venezia ein neues Kapitel aufzuschlagen und einen Beitrag zur Restaurierung und Neugestaltung der drei Säle im Rahmen des Projekts Grand Correr zu leisten“, erklärt François Pignol, Präsident des Comité Français de Sauvegarde de Venise.

Venedig: Das Museo Correr gestaltet seinen Rundgang neu – das Comité Français unterstützt zwei neue Ausstellungsräume
Venedig: Das Museo Correr gestaltet seinen Rundgang neu – das Comité Français unterstützt zwei neue Ausstellungsräume

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