BIAF 2026: Werke großer Meister kehren auf den Markt zurück. Die Reportage (mit Preisen)


Unter der neuen Leitung von Bruno Botticelli und mit neuen Ausstellern aus der Antiquitätenbranche kehrt die Internationale Antiquitätenbiennale von Florenz in den Palazzo Corsini zurück und bereitet sich auf die Eröffnung der Ausgabe 2026 vor. Dabei präsentiert sie neue Entdeckungen, Restaurierungen und Werke, die aus Privatsammlungen wieder ans Licht gekommen sind. Der Bericht von der Vorpremiere mit einer Auswahl bedeutender Werke und den dazugehörigen Preisen.

Die Leitung wechselt, der Sekretär wechselt, einige der Antiquitätenhändler wechseln, doch die Internationale Antiquitätenbiennale von Florenz bleibt unverändert: Der Palazzo Corsini steht nach wie vor am Ufer des Arno und erwartet Dutzende von Antiquitätenhändlern, die besten Italiens sowie etwa zehn Aussteller aus dem Ausland (insgesamt etwa achtzig Stände in diesem Jahr), um zwei Wochen lang eine Art Baustellenatmosphäre der Kunstgeschichte zu schaffen, in der es üblich ist, dass als verschollen geltende Werke wieder auftauchen, Werke wieder auftauchen, die jahrzehntelang in unzugänglichen Privatsammlungen aufbewahrt wurden, und eine Auswahl an Gemälden, Skulpturen, Edelsteinen, Schmuckstücken und Gegenständen der angewandten Kunst zu sehen, die sich zehn Tage lang den Blicken von Wissenschaftlern, Museumsdirektoren und Liebhabern aus aller Welt präsentieren. Da ist es also, das temporäre Museum, das sich alle zwei Jahre im Palazzo Corsini bildet, um sich dann wieder aufzulösen – zum vierunddreißigsten Mal.

Unter der Leitung des neuen Generalsekretärs Bruno Botticelli, der im April des vergangenen Jahres ernannt wurde, um das prestigeträchtige Erbe von Fabrizio Moretti und Giovanni Pratesi fortzuführen, bekräftigt die 34. Ausgabe der Internationalen Antiquitätenbiennale die grundlegenden Werte der Antike: die Einzigartigkeit des Materials, die Authentizität der Schöpfung und die Beständigkeit über die Zeit hinweg. Der Eindruck in diesem Jahr ist der einer BIAF im Wandel: Es gab einen bedeutenden Generationswechsel, auch wenn die Basis mehr als solide bleibt, da etwa die Hälfte der Debütanten von 2024 ihre Teilnahme bestätigt hat und die Ausstellung ihre Qualität unter Beweis stellt, und darüber hinaus den Eindruck zu erwecken, sich noch stärker aus sich selbst herausbewegen zu wollen, sich der Stadt zu öffnen und sich mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen (im Palazzo Corsini wird in diesem Jahr ganz ausnahmsweise der erste Entwurf für die Fassade von San Lorenzo von Michelangelo Buonarroti präsentiert, eine wertvolle, eigenhändige Zeichnung, die in der florentinischen Institution aufbewahrt wird und einer gründlichen Untersuchung sowie einer vollständigen Restaurierung durch das Opificio delle Pietre Dure unter vollständiger finanzieller Unterstützung der Fondazione CR Firenze unterzogen wurde), und die zentrale Bedeutung eines kommerziellen Angebots auf höchstem Niveau bekräftigt. Es ist das Bekenntnis zu einer Methode: Die BIAF verändert sich, gibt aber nicht auf, was sie ausmacht.

Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsgestaltung der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsaufbauten der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsaufbauten der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsaufbauten der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsinstallationen der BIAF 2026. Foto: BIAF
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull'Arte
Ausstellungsaufbauten der BIAF 2026. Foto: Finestre sull’Arte
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull'Arte
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull’Arte
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull'Arte
Ausstellungsinstallationen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull’Arte
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull'Arte
Ausstellungsinstallationen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull’Arte
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull'Arte
Ausstellungsinstallationen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull’Arte
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull'Arte
Ausstellungsinstallationen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull’Arte
Ausstellungsinszenierungen der BIAF 2026. Foto: Finestre sull'Arte
Ausstellungsaufbauten der BIAF 2026. Foto: Finestre sull’Arte

Beginnt man den Rundgang an den Ständen im Erdgeschoss des Palazzo Corsini, bietet der Weg durch die Galerien eine ununterbrochene Abfolge von Werken, die von der mittelalterlichen Malerei bis zu den großen Erfindungen des 19. und 20. Jahrhunderts reichen. Den Auftakt bildet der Stand der Galerie Carlo Orsi, wo ein Gemälde von außergewöhnlichem kunsthistorischem Interesse für die neoklassizistische Kunst glänzt: die „Reuende Magdalena“ von Antonio Canova, die zum Preis von 350.000 Euro angeboten wird. Dieses seltene Ölgemälde wurde vom Meister wahrscheinlich in Possagno während seines Aufenthalts in seiner Heimat in den Jahren 1798–1799 geschaffen und wurde bereits frühzeitig von Giannantonio Falier und Melchiorre Missirini dokumentiert, die seinen Standort in Bassano in der Sammlung des Grafen Roberti verzeichneten – noch vor den jüngsten monografischen Studien, die von Mario Mascotto und Vittorio Sgarbi veröffentlicht wurden. Nur wenige Schritte weiter empfängt die Galerie Canesso die Besucher mit dem majestätischen bemalten Kreuz aus dem 13. Jahrhundert, geschaffen von Corso di Buono, einer zentralen Figur der archaischen florentinischen Malerei; Preisvorstellung: 1,2 Millionen Euro. Die dramatische Strenge des Christus am Kreuz steht im Kontrast zu der weitläufigen Atmosphäre des großen Gemäldes, das wenig weiter entfernt am Stand von Hartford Fine Art – Lampronti Gallery präsentiert wird: „Der Golf von Pozzuoli mit der Begegnung zwischen der bourbonischen und der maltesischen Flotte“, ein Meisterwerk von Jakob Philipp Hackert (600.000 Euro), das die Reede von Phlegra und die königlichen Schiffe mit außergewöhnlicher Schärfe dokumentiert.

Weiter geht es mit dem Angebot der Galleria d’Arte Frediano Farsetti, einer historischen Referenzadresse für die Meister des 20. Jahrhunderts mit Sitz in Mailand, die vier für den künstlerischen Werdegang von Severini, Savinio und De Chirico grundlegende Gemälde präsentiert. Gino Severini ist mit dem bedeutenden Werk auf Papier „Danseuse et violiniste“ vertreten, das für 580.000 Euro angeboten wird, während Alberto Savinio mit einem traumhaften Gemälde „Ohne Titel“ ( 650.000 Euro) vertreten ist und von Giorgio de Chirico ein Meisterwerk aus den 1920er Jahren präsentiert wird: „Il tempio di Apollo“, Öl auf Holz, signiert und datiert 1920 (750.000 Euro). Die florentinische großherzogliche Bildhauerkunst und der monumentale Neoklassizismus finden hingegen ihren höchsten Ausdruck am Stand von Walter Padovani, der eines der bedeutendsten Werke dieser BIAF präsentiert: die Marmorskulptur von Lorenzo Merlini, die das „Porträt von Cosimo III.“ in Lebensgröße darstellt (Verhandlungsbasis). Merlinis Werk, das sich durch weitläufige, gebrochene Faltenwürfe mit kantigen Falten auszeichnet, die an den Stil von Giovan Battista Foggini erinnern, vermittelt eine Figur von außergewöhnlicher Ausdruckskraft, trotz der… institutionellen Rolle des Motivs. Neben dem Werk von Merlini stellt Padovani die Marmorstatue von Lorenzo Bartolini aus, die „Die Nächstenliebe“ darstellt ( Verhandlungen vertraulich): Dieser Marmor von Bartolini, der mit der für die genuesische Familie Balbi angefertigten Skulptur identifiziert werden kann und 1846 vom Bildhauer Vassaro im Auftrag des Meisters zusammengefügt wurde, reiht sich ein in das berühmte Modell der „Carità educatrice“ im Palazzo Pitti und in die Version für die Medici-Villa auf dem Poggio Imperiale ein und zeichnet sich durch das Fehlen der evangelischen Schriftrolle in den Händen des Knaben aus. Und da wir gerade von bedeutender mediceischer Bildhauerkunst sprechen: Sehenswert ist der „Maggio“ (Apollo) von Antonio Novelli, angeboten von Botticelli Antichità ( Verhandlungen vertraulich), ein weiteres der bedeutendsten Werke dieser Ausgabe: Es handelt sich um eine Skulptur aus apuanischem Marmor, die von Francesco Caglioti untersucht wurde. Das wenig bekannte Werk, das seit jeher in Florenz in Privatbesitz war, war Gegenstand einer komplexen Zuschreibungsgeschichte (bis in die 1980er Jahre wurde es sogar Michelangelo zugeschrieben: So sahen es große Gelehrte wie Alessandro Parronchi und Carlo Ludovico Ragghianti) sowie ikonografische Fragen, und wurde schließlich auf der Grundlage eingehender figurativer Vergleiche Novelli zugeordnet. Das Werk wird in den Quellen als aus dem Palazzo Tempi (heute Bargagli Petrucci) auf der Piazza Santa Maria Sopr’Arno stammend erwähnt und wurde dem Zyklus der achtzehn Statuen der Monate, der Jahreszeiten, der Zeit und des Glücks zugerechnet, an dem Novelli zusammen mit anderen Bildhauern im Auftrag von Maria de’ Medici arbeitete (der Zyklus blieb später unvollendet).

Die lebhafte Sammleratmosphäre an den Ständen im Erdgeschoss spiegelt sich auch am Stand von Antonacci Lapiccirella Fine Art wider, wo der Originalgipsabguss „Ritmi“, der 1914 von Attilio Selva modelliert wurde (zwischen 100.000 und 200.000 Euro), sowie das Gemälde von Giulio Aristide Sartorio mit dem Titel „Avvenimento d’arte e di cultura“, das für 150.000 Euro angeboten wird: Letzteres ist die Wiederentdeckung eines Teils eines großen, in Grisaille gemalten Zierfrieses für die Internationale Ausstellung am Simplon von 1906, den Sartorio 1923 anlässlich der Lateinamerika-Kreuzfahrt des Königlichen Schiffes „Italia“ mit Farbtupfern bereicherte. Zwei weitere Tafeln desselben Frieses wurden vom Musée d’Orsay in Paris erworben, das zur Wiederentdeckung von Sartorios Namen in der Kunstkritik beigetragen hat.

Zu den kuriosesten Exponaten dieser BIAF gehört zweifellos die Geschichte der siebenunddreißig gravierten Edelsteine, die einst Prinz Stanislaw Poniatowski gehörten und von Alessandra Di Castro für jeweils 5.000 Euro zum Verkauf angeboten werden: eine Episode, die nicht nur etwas über das neoklassizistische Sammeln aussagt, sondern auch über die Fähigkeit der Antike, neu erfunden, ja fast schon erfunden zu werden, wenn sie fehlt. Man muss davon ausgehen, dass fast ein Jahrhundert lang Hunderte von Sammlern in ganz Europa davon überzeugt waren, gravierte Edelsteine aus der griechischen und römischen Antike zu besitzen: Das waren sie jedoch nicht. Hinter diesen Edelsteinen, von denen einige mit griechischen Buchstaben signiert waren und die Namen von Graveuren trugen, die von Plinius dem Älteren oder Suetonius erwähnt wurden, steckte in Wirklichkeit jener polnische Prinz, der die Antike so sehr liebte, dass er sie sich maßgeschneidert anfertigen ließ: Stanislaw Poniatowski, Enkel des letzten Königs von Polen, der zwischen 1803 und 1822 in Rom Hunderte von Gravuren bei den besten damals tätigen „Edelsteinschnitzern“ in Auftrag gab und dabei den Anschein erweckte, es handele sich um authentische Fundstücke. Über 1.700 dieser Schnitzereien trugen gefälschte Signaturen mit Namen aus der klassischen Literatur; als tatsächliche Urheber werden in den Quellen vor allem Luigi Pichler und Giovanni Calandrelli genannt. Der Prinz, der 1833 in Florenz starb, wollte keine Fälschungen im eigentlichen Sinne schaffen: Er wollte in den Träumen der Antike versunken leben, wie der Wissenschaftler Francesco Leone in dem der Sammlung gewidmeten Band berichtet. Dies sind die Schätze, die man derzeit am Stand der Galerie Alessandra Di Castro bewundern und erwerben kann, um sich zu einem relativ günstigen Preis ein Stück dieser Geschichte mit nach Hause zu nehmen.

Antonio Canova, Die reuige Magdalena (1798–1799; Öl auf Leinwand, 105 × 81 cm). Vorgeschlagen von: Carlo Orsi
Antonio Canova, Die reuige Magdalena (1798–1799; Öl auf Leinwand, 105 x 81 cm). Angeboten von: Carlo Orsi
Corso di Buono, Gemaltes Kreuz (Ende des 13. Jahrhunderts; Tempera auf Holz, 158,5 x 151 cm). Eingereicht von: Galerie Canesso
Corso di Buono, Gemaltes Kreuz ( Ende des 13. Jahrhunderts; Tempera auf Holz, 158,5 x 151 cm). Angeboten von: Galerie Canesso
Jakob Philipp Hackert, Der Golf von Pozzuoli mit der Begegnung zwischen der bourbonischen Flotte und der maltesischen Flotte (Tempera auf Leinwand, 154 x 341 cm). Angeboten von Hartford Fine Art – Lampronti Gallery
Jakob Philipp Hackert, Der Golf von Pozzuoli mit der Begegnung zwischen der bourbonischen und der maltesischen Flotte (Tempera auf Leinwand, 154 x 341 cm). Vorgeschlagen von Hartford Fine Art – Lampronti Gallery
Giorgio De Chirico, Der Apollotempel (1920; Öl auf Holz, 65,2 x 41,4 cm). Angeboten von: Kunstgalerie Frediano Farsetti
Giorgio De Chirico, Der Apollontempel ( 1920; Öl auf Holz, 65,2 x 41,4 cm). Vorgeschlagen von: Galleria d’Arte Frediano Farsetti
Lorenzo Merlini, Porträt von Cosimo III. de’ Medici (1694; Marmor, Höhe 205 cm). Vorgeschlagen von: Walter Padovani
Lorenzo Merlini, Porträt von Cosimo III. de’ Medici (1694; Marmor, Höhe 205 cm). Angeboten von: Walter Padovani
Lorenzo Bartolini, „Die Nächstenliebe“ (1846; Marmor, 99 cm ohne Sockel). Vorgeschlagen von: Walter Padovani
Lorenzo Bartolini, Die Nächstenliebe (1846; Marmor, 99 cm ohne Sockel). Angeboten von: Walter Padovani
Antonio Novelli, „Mai“ (Apollo) (1628–1630; Marmor aus den Apuanischen Alpen, Höhe 211 cm). Präsentiert von: Botticelli Antichità
Antonio Novelli, „Maggio (Apollo)“ (1628–1630; Marmor aus Apuanien, Höhe 211 cm). Präsentiert von: Botticelli Antichità
Attilio Selva, „Ritmi“ (1914; bronzefarbener Gips mit Goldakzenten, 112 x 115,5 x 57 cm). Angeboten von: Antonacci Lapiccirella Fine Art
Attilio Selva, „Ritmi“ (1914; bronzefarbener Gips mit Goldhighlights, 112 x 115,5 x 57 cm). Vorgeschlagen von: Antonacci Lapiccirella Fine Art
Giulio Aristide Sartorio, „Ereignis in Kunst und Kultur“ (1906–1923; Öl auf Leinwand, 98 x 392 cm). Vorgeschlagen von: Antonacci Lapiccirella Fine Art
Giulio Aristide Sartorio, Ereignis der Kunst und Kultur (1906–1923; Öl auf Leinwand, 98 × 392 cm). Vorgeschlagen von: Antonacci Lapiccirella Fine Art
Aeneas, Anchises, Ascanius und die Penaten von Ilion (Rom, 1803/1804–1826; geschnitzter Karneol, 28 × 35,4 mm). Eingereicht von: Alessandra Di Castro
Aeneas, Anchises, Ascanius und die Penaten von Ilion (Rom, 1803/1804–1826; geschnitzter Karneol, 28 × 35,4 mm). Eingereicht von: Alessandra Di Castro

Weiter geht es mit zwei Porträts von hoher Qualität aus dem Jahr 1923 von Bacarelli: ein Porträt von Ascanio Piccolomini, V., Erzbischof von Siena, gemalt um 1590 von Francesco Vanni, Öl auf Leinwand, sowie eine Marmorskulptur von Tancredi Pozzi, ein „Hannibal“, beide mit einem Schätzpreis zwischen 60.000 und 80.000 Euro. Das Gemälde von Vanni stammt aus der Piccolomini-Sammlung der Villa di Fagnano bei Siena, die später in den Besitz der Familien Naldi Bandini und Terrosi Vagnoli überging. Die Marmorskulptur hingegen zeigt den karthagischen Feldherrn im reifen Alter, mit strengem Gesichtsausdruck und einer fantasievollen Rüstung, die von einem löwenartigen Protom dominiert wird, was den Eindruck einer Art Gorgoneion vermittelt, dem apotropäischen Kopf, der in der römischen Bildhauerkunst auf der Brust von Kaisern und Feldherren prangte. Zur Galleria Gomiero gehört hingegen die Skulptur, die als beste der Biennale ausgezeichnet wurde: die „Müde Bacchantin“ von Giovanni Duprè, aus Statuar- und Siena-Gelb-Marmor (Verkaufsverhandlungen vertraulich). Die vom König von Portugal in Auftrag gegebene Skulptur stellt einen der Höhepunkte der neogriechischen Schaffensphase Duprès dar, als sich der sienesische Bildhauer an der klassischen Bildhauerkunst orientierte und sich zugleich dem internationalen Ästhetizismus des Mottos „art pour l’art“ annäherte, das er durch seinen Freund Luigi Mussini kennengelernt hatte. Die Figur, inspiriert von der neoelenistischen Bildhauerkunst, die Duprè 1853 in Neapel entdeckt hatte, zeigt die nach dem dionysischen Tanz erschöpfte Bacchantin, angedeutet durch das Cembalo und den auf den Boden verschütteten Kelch, mit dem ekstatischen Gesicht, umrahmt von einem Kranz aus kleinen Rosen, ein Symbol der Vanitas. Duprè selbst berichtete, dass er diese Komposition mehrfach wiederholt habe: in Manchester, in London, im Kaiserpalast von Sankt Petersburg, in den Vereinigten Staaten und schließlich 1865 für den König von Portugal.

Liebhaber des Theaters und der Masken des frühen 20. Jahrhunderts finden am Stand von 800/900 Art Studio einen idealen Anlaufpunkt, an dem drei Gemälde von Alfredo Müller mit den Titeln „Il complotto“, „L’appuntamento“ und „Il labirinto“ (jeweils 50.000 Euro) zu sehen sind. Diese drei Werke gehören zur Serie der zwölf „Arlecchinate“, die Müller zwischen 1918 und 1922 schuf und die mit einem charakteristischen Rahmen in Form einer Theaterbühne versehen sind; die 1922 in der Galleria Pesaro in Mailand ausgestellt und vom Kritiker Ferdinando Paolieri für ihre lebhafte und unverhohlene szenische Fiktion gelobt wurden. Das Thema, das die Masken der Commedia dell’arte mit Anklängen an die Varieté-Show verwebt, scheint eine fast autobiografische Dimension zu bergen, wobei Harlekin auf der Jagd nach Colombina als Symbol für die Liebe und Schönheit, die es zu erreichen gilt, dargestellt wird.

Einen Moment von außergewöhnlicher künstlerischer, dokumentarischer und wissenschaftlicher Dichte bietet die Galerie Goldfinch Fine Arts aus Genua. Am Stand, direkt gegenüber dem „Porträt eines Malers“ von Annibale Carracci (das wahrscheinlich seinen Bruder Agostino darstellt, 80.000 Euro),der „Amorino“ von Perin del Vaga ausgestellt, ein Fragment einer Vorzeichnung für einen Wandteppich aus der berühmten Serie „Die Diebstähle des Jupiter“ (Verhandlungsbasis vertraulich). Das Werk, ausgeführt in Tinte, Bleiweiß und Temperafarben auf Papier, das auf Leinwand aufgezogen ist, stellt eines der äußerst seltenen erhaltenen Fragmente der Kartons dar, die von Piero di Giovanni Bonaccorsi entworfen wurden, einem Schüler und Mitarbeiter Raffaels, für Admiral Andrea Doria zur Herstellung der sechs großen Wandteppiche mit den Darstellungen von Jupiter und Juno, Jupiter und Io, Jupiter und Semele, Jupiter und Kallisto, Jupiter und Alkmene sowie Jupiter und Danaë, die für den Palazzo del Principe bestimmt waren und durch die Zeichnung im Metropolitan Museum of Art in New York dokumentiert sind. Die Sammlungsgeschichte dieser Kartons ist außergewöhnlich: Sie sind in den Doria-Inventaren von 1606 verzeichnet und durchliefen viele der bedeutendsten italienischen und europäischen Adelssammlungen. Im Jahr 1721 wurden die Kartons von Herzog Philipp II. von Bourbon-Orléans erworben und anschließend aufgeteilt.Der „Amorino“ wurde 1892 anlässlich der Kolumbus-Feierlichkeiten auch im Palazzo Bianco ausgestellt und wurde heute einer gründlichen bildgebenden Untersuchung durch Mario Amedeo Lazzari unterzogen, der mittels Infrarotaufnahmen die Details der Flügel und des darunterliegenden Wappens sichtbar machte, gefolgt von einer Restaurierung unter der Leitung von Julie Guilmette, die die Ablagerungen und die veränderten Lackschichten entfernte, die Grundleinwand von der Rückseite her festigte und die außergewöhnliche Qualität der Zeichnung Perinis wieder zum Vorschein brachte.

Weiter im östlichen Bereich des Erdgeschosses hält die Ausstellung weitere Höhepunkte für Kunsthistoriker und Sammler bereit: Am Stand von Verdini Antiques weckt eine seltene und raffinierte italienische Nachtuhr des Uhrmachers Pietro Tomasso Campani, eines der Meister dieses Genres, das Interesse der Liebhaber der Zeitmessung (die Erfindung der Nachtuhr ist gerade den Brüdern Campani zu verdanken, die 1655 von Papst Alexander VII. beauftragt wurden, einen Mechanismus zu entwickeln, der nachts die Uhrzeit ohne das übliche Ticken anzeigt) und auf das Jahr 1682 datiert ist (ca. 150.000 Euro). Nicht weit davon entfernt präsentiert die Mailänder Galerie Altomani & Sons eine Wand mit Meisterwerken der Renaissance und des 14. Jahrhunderts von herausragendem Rang: die „Madonna mit Kind und idealisierter Ansicht von Florenz“ von Biagio d’Antonio Tucci, ein vom italienischen Staat wegen seines außergewöhnlichen Interesses ausgewiesenes Gemälde (220.000 Euro); das äußerst zarte Tafelbildder „Anbetung des Kindes“, ein Ölgemälde auf Holz, das von renommierten Kunsthistorikern wie Giuliano Briganti, Nicoletta Pons und Andrea De Marchi untersucht wurde (280.000 Euro), sowie die feierliche Predella mit Goldhintergrund von Spinello Aretino aus dem Jahr um 1395, diedie Anbetung der Heiligen Drei Könige darstellt und von Stefan Weppelmann und Gaudenz Freuler untersucht wurde (300.000 Euro).

Francesco Vanni, Porträt von Ascanio Piccolomini, V. Erzbischof von Siena (um 1590; Öl auf Leinwand, 115 × 82 cm). Vorgeschlagen von: Bacarelli 1923
Francesco Vanni, Porträt von Ascanio Piccolomini, V. Erzbischof von Siena (um 1590; Öl auf Leinwand, 115 × 82 cm). Angeboten von: Bacarelli 1923
Tancredi Pozzi, Annibale (1886; weißer Marmor auf originalem Sockel aus Bardiglio-Marmor, Gesamthöhe 85 cm). Gestiftet von: Bacarelli 1923
Tancredi Pozzi, Hannibal (1886; weißer Marmor auf originalem Sockel aus Bardiglio-Marmor, Gesamthöhe 85 cm). Präsentiert von: Bacarelli 1923
Giovanni Duprè, „Müde Bacchantin“ (Statuario-Marmor und Giallo di Siena, 66,5 x 109 x 87,5 cm). Präsentiert von: Galleria Gomiero
Giovanni Duprè, Müde Bacchantin (Statuario-Marmor und Giallo di Siena, 66,5 × 109 × 87,5 cm). Präsentiert von: Galleria Gomiero
Alfredo Müller, „Das Labyrinth (Die Silvesternacht)“ (1918; Öl auf Leinwand, 90 x 84 cm). Präsentiert von: 800/900 ArtStudio
Alfredo Müller, Das Labyrinth (Die Nachtwache) (1918; Öl auf Leinwand, 90 x 84 cm). Präsentiert von: 800/900 ArtStudio
Annibale Carracci, Porträt eines Malers (seines Bruders Agostino?) (Öl auf Leinwand, 60 x 39,5 cm). Präsentiert von: Goldfinch Fine Arts
Annibale Carracci, Porträt eines Malers (seines Bruders Agostino?) (Öl auf Leinwand, 60 x 39,5 cm). Präsentiert von: Goldfinch Fine Arts
Perin del Vaga, Amorino, Fragment einer Vorzeichnung auf Karton für einen Wandteppich aus der Serie „Die Diebstähle des Jupiter“ für Prinz Andrea Doria (vor 1533; Tinte, Bleiweiß und Tempera auf Papier, 85 x 53 cm). Präsentiert von: Goldfinch Fine Arts
Perin del Vaga, Amorino, Fragment einer Vorzeichnung für einen Wandteppich aus der Serie „Die Diebstähle des Jupiter“ für Prinz Andrea Doria (vor 1533; Tinte, Bleiweiß und Tempera auf Papier, 85 x 53 cm). Präsentiert von: Goldfinch Fine Arts
Pietro Tommaso Campani, Nachtuhr (1682; Holz und Halbedelsteine, 235 x 79 x 32 cm). Präsentiert von: Verdini Antiques
Pietro Tommaso Campani, „Nachtuhr“ (1682; Holz und Halbedelsteine, 235 x 79 x 32 cm). Präsentiert von: Verdini Antiques
Biagio d'Antonio Tucci, Madonna mit Kind und idealisierte Ansicht von Florenz (Tempera auf Holz, Durchmesser 116,5 cm). Präsentiert von: Altomani & Sons
Biagio d’Antonio Tucci, Madonna mit Kind und idealisierte Ansicht von Florenz (Tempera auf Holz, Durchmesser 116,5 cm). Präsentiert von: Altomani & Sons
Bartolomeo di Giovanni, Die Madonna und der kleine Johannes in Anbetung des Kindes (Öl auf Holz, 89 x 67 cm). Präsentiert von: Altomani & Sons
Bartolomeo di Giovanni, Die Madonna und der kleine Johannes in Anbetung des Kindes (Öl auf Holz, 89 x 67 cm). Präsentiert von: Altomani & Sons
Spinello Aretino, Anbetung der Heiligen Drei Könige (um 1395; Tempera und Gold auf Holz, 21,9 x 38,1 cm). Präsentiert von: Altomani & Sons
Spinello Aretino, Anbetung der Heiligen Drei Könige (um 1395; Tempera und Gold auf Holz, 21,9 x 38,1 cm). Präsentiert von: Altomani & Sons

Nur wenige Schritte entfernt präsentiert der Stand der Galerie Alice Fine Art eines der berühmtesten Gemälde dieser Ausgabe: die „Flusslandschaft mit Bootsleuten“ von Annibale Carracci, ausgezeichnet mit dem prestigeträchtigen Preis für das beste Gemälde der BIAF 2026, für das derzeit streng vertrauliche Verhandlungen mit einem privaten Sammler laufen. Das Werk lässt sich auf das Ende der 1580er Jahre datieren: Es handelt sich um die Ansicht einer von einem Fluss durchzogenen Landschaft, die erstmals 1919 von Herman Voss Carracci zugeschrieben wurde, als sich das Werk in der Platky-Sammlung in Leipzig befand, um anschließend durch verschiedene andere Privatsammlungen zu wandern. Es handelt sich um eine der ersten uns bekannten Landschaften von Annibale Carracci, wenn nicht sogar um das allererste Gemälde dieser Art, das er geschaffen hat (also keine mythologische oder biblische Episode, die in einer Landschaft spielt: Hier ist der Künstler nicht daran interessiert, ein narratives Element einzufügen). Ein Gemälde, das sich durch seinen frischen, natürlichen Charakter auszeichnet, der es zu einem der interessantesten Werke dieser BIAF macht – eines, das man bei einem Besuch auf keinen Fall verpassen sollte.

Die Galerie Reve Art bietet hingegen wie üblich einen Einblick in die italienische Malerei zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Den ersten Baustein bildet das große und komplexe Gemälde „Ferriera a Malavedo“, das 1928 von Anselmo Bucci gemalt und signiert wurde (60.000 Euro). Das Werk zeigt das Stahlwerk von Giuseppe und Fratello Redaelli unter der Leitung von Ingenieur Ernesto Redaelli in Malavedo bei Lecco (das später Teil der Falck-Industrien werden sollte), eingebettet in die Voralpenlandschaft, die von den Blautönen der Berge und dem gelb-grünen Lichtdreieck der Wiesen zwischen den rauchenden Schornsteinen geprägt ist: Es stammt aus den Jahren, in denen sich der Maler, der nach seinen Erfahrungen in Paris und an der Front des Ersten Weltkriegs nach Mailand zurückgekehrt war, zunächst der Gruppe „Novecento“ annäherte, sich dann aber wieder von ihr entfernte und zwischen 1923 und 1930 neue Themen wie Tierdarstellungen, Landschaft und Stillleben entdeckte. Neben Bucci stellt Reve Art „Il sogno“ von Gaetano Previati aus, eine wertvolle symbolistische Komposition aus dem Jahr 1908 (40.000 Euro), die ursprünglich für den Musiksalon von Alberto Grubicy entworfen wurde und eng mit der Tafel „Notturno“ oder „Il silenzio“ verbunden ist, die im Vittoriale degli Italiani von Gabriele D’Annunzio aufbewahrt wird: Es ist ein Werk, das durch die weibliche Figur bezaubert, die in einen Faltenwurf gehüllt ist, der in der typischen divisionistischen Malweise mit leuchtenden Farbstreifen unter einem Himmel dargestellt ist, der von Putten der Neorenaissance bevölkert ist.

Der Rundgang durch das Erdgeschoss findet seinen glanzvollen Höhepunkt in den Werken von Mirco Cattai und „Fondantico“ von Tiziana Sassoli. Mirco Cattai präsentiert einen prächtigen und äußerst seltenen Uschak-Teppich aus anatolischer Manufaktur aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, der sich in einem außergewöhnlich guten Zustand befindet und zu einem Preis von über 200.000 Euro angeboten wird. Am Stand von Fondantico von Tiziana Sassoli stechen hingegen das große Gemälde von Lorenzo Costa hervor, das die Madonna mit dem Kind und den Heiligen Johannes dem Evangelisten, Antonius dem Abt, Sebastian und Johannes darstellt und für rund 600.000 Euro angeboten wird, sowie das entzückende kleine Tafelbild des jungen Guercino, das die Flucht nach Ägypten darstellt und erst kürzlich wiederentdeckt wurde (es wurde erstmals mit einer Studie von Daniele Benati anlässlich der Tefaf 2025 präsentiert: Die Zuschreibung wird auch von einem weiteren Guercino-Experten bestätigt, David Stone). Das um 1615 gemalte Werk befindet sich in einem hervorragenden Erhaltungszustand und zeigt die Heilige Familie, angeführt von dem Heiligen Josef, auf der Flucht nach dem dramatischen Edikt des Herodes, eingebettet in eine weitläufige Naturlandschaft.

Annibale Carracci, Flusslandschaft mit Bootsleuten (Öl auf Leinwand, 66 x 86 cm). Präsentiert von: Alice Fine Art
Annibale Carracci, Flusslandschaft mit Bootsleuten ( Öl auf Leinwand, 66 x 86 cm). Präsentiert von: Alice Fine Art
Anselmo Bucci, „La Ferriera a Malavedo“ (1928; Öl auf Leinwand, 167 x 132 cm)
Anselmo Bucci, Die Eisenhütte in Malavedo (1928; Öl auf Leinwand, 167 x 132 cm)
Gaetano Previati, „Der Schlaf“ (1920; Öl auf Leinwand, 66 x 106 cm)
Gaetano Previati, Der Schlaf (1920; Öl auf Leinwand, 66 x 106 cm)
Ushak-Teppich aus Lotto (Westanatolien, Anfang des 17. Jahrhunderts). Präsentiert von: Mirco Cattai
Ushak-Teppich „Lotto“ (Westanatolien, Anfang des 17. Jahrhunderts). Präsentiert von: Mirco Cattai
Lorenzo Costa, Madonna mit Kind und den Heiligen Johannes dem Evangelisten, Antonius dem Abt, Sebastian und Jakob (um 1485; Tempera auf Holz, 101 x 163 cm). Präsentiert von: Fondantico von Tiziana Sassoli
Lorenzo Costa, Madonna mit Kind und den Heiligen Johannes dem Evangelisten, Antonius dem Abt, Sebastian und Jakobus (um 1485; Tempera auf Holz, 101 x 163 cm). Präsentiert von: Fondantico di Tiziana Sassoli
Guercino, Flucht nach Ägypten (Öl auf Holz, 35,5 x 46 cm). Präsentiert von: Fondantico von Tiziana Sassoli
Guercino, Flucht nach Ägypten (Öl auf Holz, 35,5 x 46 cm). Präsentiert von: Fondantico di Tiziana Sassoli

Man steigt die monumentale Treppe hinauf, die zum Hauptgeschoss des Palazzo Corsini führt, um einen weiteren Schwerpunkt dieser BIAF zu entdecken: den Stand von Matteo Salamon, an dem ein Meisterwerk der Vedutenmalerei des 18. Jahrhunderts zu sehen ist: Der Canal Grande in Richtung Südosten, vom Palazzo Pesaro bis zum Fondaco dei Tedeschi von Canaletto (1,5–2 Millionen Euro). Das signierte und datierte Gemälde („Ant. Canal Fecit MDCCXLIV“) taucht nun auf dem Kunstmarkt auf, nachdem es lange Zeit den Augen von Sammlern und Liebhabern verborgen geblieben war: Es handelt sich nämlich um ein bisher unveröffentlichtes Werk (abgesehen von einer einzigen schwarz-weißen Werbeabbildung, die 1975 in der Zeitschrift „Arte Veneta“ erschien, als sich das Werk in der Galleria Edmondo Sacerdoti in Mailand befand). Das Gemälde, das aufgrund einer mangelhaften historischen Unterlegung in einem kritischen Zustand zur Restaurierung gelangte – was einen äußerst behutsamen Transfer von Leinwand auf Leinwand erforderte –, erstrahlt nun in seiner wiedergewonnenen, leuchtenden Autografie. Am selben Stand stellt Salamon neben dem Canaletto das Gemälde von Gaudenzio Ferrari aus, das den Heiligen Antonius von Padua darstellt (100.000–150.000 Euro), ein faszinierendes Zeugnis eines zerlegten, verstreuten und von der Kritik glücklicherweise rekonstruierten Meisterwerks, dessen mittlerer Teil sich heute in der Accademia Carrara in Bergamo befindet (wir haben auf diesen Seiten bereits über das Fragment berichtet).

Weiter geht es durch die Säle des Obergeschosses, wo die Cantore Galleria Antiquaria drei Meisterwerke des 17. Jahrhunderts von hohem Sammlerwert präsentiert: Dabei handelt es sich um die strahlende „Heilige Katharina von Alexandrien“ von Giovanni Baglione (160.000 Euro), des ausdrucksstarken „Porträts von Kardinal Alderano Cybo“ von Carlo Maratta (120.000 Euro) und des herrlichen Gemäldes „Nosce te ipsum“ von Francesco Ruschi (65.000 Euro). Dieses letzte Werk, das kürzlich von Martina Leone in einer bei Campisano erschienenen Monografie veröffentlicht wurde, zeigt den Philosophen Sokrates, der mit strenger Geste auf einen jungen Schüler hinweist, der sich in dem von einem Gefährten gehaltenen Spiegel betrachtet (das Motiv, entnommen aus den „Leben der Philosophen“ von Diogenes Laertios, lag der venezianischen Accademia degli Incogniti besonders am Herzen), und verwandelt so das sokratische Motto von der Erkenntnis der eigenen Grenzen in eine lebendige theatralische Komposition aus Licht und Schatten, die sich um eine kannelierte Halbsäule herum entfaltet. Eine historische Fotografie im Kunsthistorischen Institut in Florenz dokumentiert das Gemälde auf dem Berliner Antiquitätenmarkt der 1920er Jahre; es wurde 1927 im Warenhaus Wertheim als Eigentum der Galerie Schmidt & Co. ausgestellt und später, im Jahr 2025, von Neumeister auf dem deutschen Markt verkauft. Der venezianische Maler Antonio Zanchi griff dessen Ikonografie mehrfach auf. Nicht weit davon entfernt zeigt Cortona Fine Artsdie „Allegorie der Wahrheit und der Barmherzigkeit“ von Imperiale Gramatica (unter 100.000 Euro), während Longari Arte eine wertvolle „Geburt Christi“ von Eusebio Oldoni aus dem Jahr 1525 (75.000 Euro) anbietet, die seinerzeit von Roberto Longhi untersucht wurde (sein mit Feder verfasstes Gutachten ist am Stand als Bildunterschrift abgebildet: Longhi war es, der das Werk Oldoni zuschrieb, basierend auf der Abkürzung EVP, die sich als „Eusebius Vercellensis Pinxit“ entschlüsseln lässt).

Etwas weiter entfernt widmet die Galerie Berardi dem Maler Cagnaccio di San Pietro aus dem 20. Jahrhundert eine ganze Wand mit einer Auswahl an Werken, deren Preise zwischen 10.000 und 80.000 Euro liegen. Die barocke Malerei und die venezianischen dekorativen Künste finden am Stand von Piva & C. einen gemeinsamen Nenner: Dort wird das Gemälde von Domenico Parodi ausgestellt, das Adonis mit seinen Hunden zeigt (zwischen 50.000 und 100.000 Euro), sowie ein spektakulärer Tischschmuck „Giardino all’italiana“ , das Mitte des 18. Jahrhunderts in Murano von der Manufaktur von Giuseppe Briati gefertigt wurde (60.000 Euro). Das Interesse der Forscher der Renaissance-Malerei richtet sich zudem auf den Stand von Brun Fine Art, wo ein Rundbild auf Pappelholz mit einem Durchmesser von 85 Zentimetern hervorsticht, das die stillende Madonna mit dem anbetenden Heiligen Johannes im Kinderdress darstellt ( 850.000 Euro). Das Werk, das 2007 von Gigetta Dalli Regoli bekannt gemacht wurde, als es sich noch in einer spanischen Privatsammlung befand, wird Tommaso zugeschrieben, einem anonymen Meister und engen Mitarbeiter von Lorenzo di Credi, den Bernard Berenson als eine Art „Doppelgänger“ bezeichnete, also als Doppelgänger des florentinischen Malers. Ganz anderer Art ist das Angebot von Santa Tecla Srl, das zwei kleine Meisterwerke von Giovanni Battista Tiepolo umfasst: den bisher unveröffentlichten „San Rocco mit seinem Hund“ (195.000 Euro) und den „Heiligen Antonius von Padua mit dem Jesuskind“ (230.000 Euro). Das erste gehört zu einer Gruppe kleiner Gemälde, die dem Pilgerheiligen gewidmet sind und erstmals 1950 von Antonio Morassi mit dreizehn erfassten Exemplaren erwähnt wurden; diese Zahl stieg 1962 auf achtzehn und wurde durch weitere Studien erweitert, sodass nun auch dieses Gemälde dazu zählt. Der Heilige Antonius tauchte, obwohl bekannt (im frühen 20. Jahrhundert wurde er von Pompeo Molmenti und Eduard Sack Giovanni Domenico Tiepolo, dem Sohn von Giovanni Battista, zugeschrieben, bevor Morassi es 1962 korrekt dem jungen Giambattista zuschrieb), tauchte erst 2024 wieder auf dem Antiquitätenmarkt von Genua auf und ist seitdem Gegenstand neuer Aufmerksamkeit seitens der Fachwelt.

Canaletto, Der Canal Grande in Richtung Südosten, vom Palazzo Pesaro bis zum Fondaco dei Tedeschi, Venedig (1744; Öl auf Leinwand, 60,1 x 95,2 cm). Präsentiert von: Matteo Salamon
Canaletto, Der Canal Grande in Richtung Südosten, vom Palazzo Pesaro bis zum Fondaco dei Tedeschi, Venedig (1744; Öl auf Leinwand, 60,1 x 95,2 cm). Präsentiert von: Matteo Salamon
Gaudenzio Ferrari, Der Heilige Antonius von Padua (um 1538; Öl auf Holz, 60 x 51 cm). Präsentiert von: Matteo Salamon
Gaudenzio Ferrari, Der heilige Antonius von Padua (um 1538; Öl auf Holz, 60 x 51 cm). Präsentiert von: Matteo Salamon
Giovanni Baglione, Die Heilige Katharina von Alexandrien (Öl auf Leinwand, 60 x 47 cm). Präsentiert von: Cantore Galleria Antiquaria
Giovanni Baglione, Die Heilige Katharina von Alexandrien (Öl auf Leinwand, 60 x 47 cm). Präsentiert von: Cantore Galleria Antiquaria
Carlo Maratta, „Kardinal Alderano Cybo“ (Öl auf Leinwand, 106 x 92 cm). Präsentiert von: Cantore Galleria Antiquaria
Carlo Maratta, Kardinal Alderano Cybo (Öl auf Leinwand, 106 × 92 cm). Präsentiert von: Cantore Galleria Antiquaria
Francesco Ruschi, „Nosce te ipsum“ (Sokrates und zwei Schüler) (um 1659–1660; Öl auf Leinwand, 104 × 87 cm). Präsentiert von: Cantore Galleria Antiquaria
Francesco Ruschi, „Nosce te ipsum“ (Sokrates und zwei Schüler) ( ca. 1659–1660; Öl auf Leinwand, 104 × 87 cm). Präsentiert von: Cantore Galleria Antiquaria
„Imperiale Gramatica“, Allegorie der Wahrheit und der Barmherzigkeit (Öl auf Leinwand, 103 x 136 cm). Präsentiert von: Cortona Fine Arts
Imperiale Gramatica, Allegorie der Wahrheit und der Barmherzigkeit (Öl auf Leinwand, 103 × 136 cm). Präsentiert von: Cortona Fine Arts
Eusebio Oldoni, Geburt Christi (1525; Tempera auf Holz, 113 x 59 cm). Präsentiert von: Longari Arte Milano
Eusebio Oldoni, Geburt Christi ( 1525; Tempera auf Holz, 113 × 59 cm). Präsentiert von: Longari Arte Milano
Cagnaccio di San Pietro, Obststillleben (1934; Öl auf Holz, 42 x 56 cm). Präsentiert von: Galleria Berardi
Cagnaccio di San Pietro, Obststillleben (1934; Öl auf Holz, 42 × 56 cm). Präsentiert von: Galleria Berardi
Domenico Parodi, „Adonis mit seinen Hunden“ (Öl auf Leinwand, 191 x 123 cm). Präsentiert von: Piva & C.
Domenico Parodi, Adonis mit seinen Hunden (Öl auf Leinwand, 191 x 123 cm). Präsentiert von: Piva & C.
Manufaktur von Giuseppe Briati, Tischdekoration „Italienischer Garten“ (Murano, Mitte des 18. Jahrhunderts; mehrfarbiges, mundgeblasenes und freihändig bearbeitetes Glas mit verzierten und bemalten Motiven, Spiegelunterteil mit lackiertem und vergoldetem Holzrahmen, 33 x 62 x 44 cm). Präsentiert von: Piva & C.
Manifattura di Giuseppe Briati, Tischdekoration „Italienischer Garten “ (Murano, Mitte des 18. Jahrhunderts; mehrfarbiges, mundgeblasenes und freihändig gearbeitetes Glas, mit verzierten und bemalten Motiven, Spiegelboden mit lackiertem und vergoldetem Holzrahmen, 33 x 62 x 44 cm). Präsentiert von: Piva & C.
Tommaso, „Die Madonna mit dem Kind und dem anbetenden kleinen Johannes“ (erstes Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts; Öl auf Pappelholz, Durchmesser 85 cm). Präsentiert von: Brun Fine Art
Tommaso, Madonna mit dem Kind, das gestillt wird, und dem anbetenden Heiligen Johannes (erstes Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts; Öl auf Pappelholz, Durchmesser 85 cm). Präsentiert von: Brun Fine Art
Giovanni Battista Tiepolo, Der heilige Rochus mit seinem Hund (Öl auf Leinwand, 44,5 x 32,5 cm). Präsentiert von: Santa Tecla srl
Giovanni Battista Tiepolo, Der heilige Rochus mit seinem Hund (Öl auf Leinwand, 44,5 x 32,5 cm). Präsentiert von: Santa Tecla srl
Giovanni Battista Tiepolo, Der heilige Antonius von Padua, der vom Jesuskind mit Lilien gekrönt wird (Öl auf Leinwand, 120,5 x 61 cm). Präsentiert von: Santa Tecla srl
Giovanni Battista Tiepolo, Der heilige Antonius von Padua, vom Jesuskind mit Lilien gekrönt (Öl auf Leinwand, 120,5 x 61 cm). Präsentiert von: Santa Tecla srl

Der Weg durch die Säle des Piano Nobile führt zum Stand von Flavio Gianassi, wo die Geschichte des florentinischen Sammlerwesens dank der Wiederentdeckung der „Kleopatra“ von Domenico Puligo (250.000 Euro) auf bewegende Weise wieder zum Leben erweckt wird; das Gemälde kehrt nun an seinen ursprünglichen Bestimmungsort zurück, da es ursprünglich zur berühmten Sammlung des Prinzen Tommaso Corsini gehörte und lange Zeit in den Sälen des Palastes, in dem die BIAF stattfindet, ausgestellt war, bevor es durch Erbschaft weitergegeben wurde. Die in den Florentiner Stadtführern des 19. Jahrhunderts und in historischen Inventaren ausführlich dokumentierte „Kleopatra“ kehrt somit, wenn auch nur für wenige Tage, in den Palazzo Corsini zurück – genau an den Ort, an dem sie über ganze Generationen hinweg aufbewahrt wurde. Am selben Stand präsentiert Gianassi neben „Puligo“ zwei weitere Werke von außerordentlichem Interesse: die „Büßende Magdalena“ des Meisters der Magdalena von Cascio (175.000 Euro), eine monumentale glasierte Terrakotta, die in den 1920er Jahren aus der Einsiedelei von Cascio in der Garfagnana stammt, wo sie sich ursprünglich befand; ein Werk, das der Magdalena von Donatello sehr nahekommt, die im Dommuseum von Florenz aufbewahrt wird (und auch technisch von Bedeutung: Hier dient die Glasur nicht nur als dekorative Beschichtung, sondern als Ausdrucksmittel, das die glasierte Terrakotta auf äußerst moderne Weise zu einem für dieses Material ungewöhnlichen Realismus führt, der eher für Holz typisch ist), sowie ein raffiniertes Werk auf Goldgrund, eines der besten dieser BIAF: Es handelt sich um ein Werk von Neri di Bicci, das die Madonna mit dem Kind und zwei anbetende Engel darstellt (380.000 Euro), das über eine seltene dokumentarische Geschichte verfügt, da es 1464 in Florenz von einem gewissen Antonio di Jacopo in Auftrag gegeben und in den „Ricordanze“ von Neri di Bicci selbst verzeichnet wurde, dem Werkstatttagebuch, das bis heute erhalten geblieben ist.

Am Stand von Giorgio Baratti Antiquario kann das Publikum eine weitere bedeutende Ergänzung des Katalogs der internationalen venezianischen Gotik bewundern: die „Madonna dell’Umiltà“ von Zanino di Pietro, der von 1389 bis vor 1448 in Bologna und Venedig dokumentiert ist; das Gemälde tauchte kürzlich aus einer Privatsammlung wieder auf und wurde von Angelo Tartuferi identifiziert; es zeichnet sich durch die außergewöhnliche formale Eleganz der Jungfrau mit dem schlafenden Kind (190.000 Euro) sowie durch ein bedeutendes Flachrelief, dasdie Anbetung der Hirten darstellt und von einem Bildhauer aus dem Umfeld von Giovanni Pietro da Rho geschaffen wurde (38.000 Euro). Das 20. Jahrhundert und die Stadtansichten des 19. Jahrhunderts finden hingegen eine gelungene Darstellung am Stand von Enrico Gallerie d’Arte, der zwei seltene frühe Tafelbilder von Umberto Boccioni aus dem Jahr 1907 präsentiert, betitelt „Barche al sole“ und „Impressione di Venezia“, die jeweils für rund 500.000 Euro angeboten werden, sowie zwei große Stadtansichten von Carlo Ferrari, genannt „Il Ferrarin“: „Piazza delle Erbe in Verona“ (250.000 Euro) und die „Veduta di Venezia “ (150.000 Euro). Schließlich begleiten Paolo Antonacci, der das visionäre Gemälde „La fête du soleil“ von Umberto Brunelleschi als Hauptwerk präsentiert, und Bottegantica, das eines der berühmtesten Gemälde von Vittorio Matteo Corcos ausstellt, das Publikum zum Ausgang: „La figlia del pittore alla finestra“, das 1909 entstand und in den wichtigsten kritischen Übersichten zur Belle Époque erwähnt wird (wie jene von Durbè im Jahr 1965 in Livorno und die von Francesca Dini im Jahr 2025 in Pisa im Palazzo Blu) erwähnt wird und zu einem Preis von über 200.000 Euro angeboten wird.

Domenico di Bartolomeo Ubaldini, genannt Domenico Puligo, „Cleopatra“ (Öl auf Holz, 49 x 63 cm). Präsentiert von: Flavio Gianassi
Domenico di Bartolomeo Ubaldini, genannt Domenico Puligo, „Kleopatra“ (Öl auf Holz, 49 x 63 cm). Präsentiert von: Flavio Gianassi
Meister der Magdalena von Cascio, Die reuige Magdalena (um 1515–1520; glasierte Terrakotta, 137,3 x 38 x 32 cm). Präsentiert von: Flavio Gianassi
Meister der Magdalena von Cascio, Die reuige Magdalena (um 1515–1520; glasierte Terrakotta, 137,3 x 38 x 32 cm). Präsentiert von: Flavio Gianassi
Neri di Bicci, Madonna mit Kind und zwei anbetenden Engeln (1464; Tempera auf Holz, 84 × 68 cm). Präsentiert von: Flavio Gianassi
Neri di Bicci, Madonna mit Kind und zwei anbetenden Engeln (1464; Tempera auf Holz, 84 x 68 cm). Gespendet von: Flavio Gianassi
Zanino di Pietro, Madonna der Demut (Tempera auf Holz, 71,5 x 53 cm)
Zanino di Pietro, Madonna der Demut (Tempera auf Holz, 71,5 x 53 cm). Gespendet von: Giorgio Baratti
Bildhauer aus dem Umfeld von Giovanni Pietro da Rho, „Anbetung der Hirten“ (Marmor, 31 x 46 cm). Eingereicht von: Giorgio Baratti
Bildhauer aus dem Kreis von Giovanni Pietro da Rho, Anbetung der Hirten (Marmor, 31 x 46 cm). Gestiftet von: Giorgio Baratti
Umberto Boccioni, Boote in der Sonne (1907; Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen, 42,5 x 63,5 cm). Präsentiert von: Enrico Gallerie d'Arte
Umberto Boccioni, Boote in der Sonne (1907; Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen, 42,5 x 63,5 cm). Gespendet von: Enrico Gallerie d’Arte
Umberto Boccioni, „Impression von Venedig“ (1907; Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen, 43,3 x 64 cm). Präsentiert von: Enrico Gallerie d'Arte
Umberto Boccioni, „Impression von Venedig“ (1907; Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen, 43,3 x 64 cm). Gespendet von: Enrico Gallerie d’Arte
Carlo Ferrari, genannt „il Ferrarin“, Piazza delle Erbe in Verona (Öl auf Leinwand, 82,5 x 111,5 cm). Präsentiert von: Enrico Gallerie d'Arte
Carlo Ferrari, genannt „il Ferrarin“, Piazza delle Erbe in Verona (Öl auf Leinwand, 82,5 x 111,5 cm). Präsentiert von: Enrico Gallerie d’Arte
Carlo Ferrari, genannt „il Ferrarin“, Ansicht von Venedig (Öl auf Leinwand, 83 x 110,5 cm). Präsentiert von: Enrico Gallerie d'Arte
Carlo Ferrari, genannt „il Ferrarin“, Ansicht von Venedig (Öl auf Leinwand, 83 x 110,5 cm). Gestiftet von: Enrico Gallerie d’Arte
Umberto Brunelleschi, „La Fête de Soleil“ (Öl auf Leinwand, 125 x 125 cm). Präsentiert von: Paolo Antonacci
Umberto Brunelleschi, „La Fête de Soleil“ (Öl auf Leinwand, 1

Federico Giannini

Der Autor dieses Artikels: Federico Giannini

Nato a Massa nel 1986, si è laureato nel 2010 in Informatica Umanistica all’Università di Pisa. Nel 2009 ha iniziato a lavorare nel settore della comunicazione su web, con particolare riferimento alla comunicazione per i beni culturali. Nel 2017 ha fondato con Ilaria Baratta la rivista Finestre sull’Arte. Dalla fondazione è direttore responsabile della rivista. Nel 2025 ha scritto il libro Vero, Falso, Fake. Credenze, errori e falsità nel mondo dell'arte (Giunti editore). Collabora e ha collaborato con diverse riviste, tra cui Art e Dossier e Left, e per la televisione è stato autore del documentario Le mani dell’arte (Rai 5) ed è stato tra i presentatori del programma Dorian – L’arte non invecchia (Rai 5). Al suo attivo anche docenze in materia di giornalismo culturale all'Università di Genova e all'Ordine dei Giornalisti, inoltre partecipa regolarmente come relatore e moderatore su temi di arte e cultura a numerosi convegni (tra gli altri: Lu.Bec. Lucca Beni Culturali, Ro.Me Exhibition, Con-Vivere Festival, TTG Travel Experience).



Ilaria Baratta

Die Autorin dieses Artikels: Ilaria Baratta

Giornalista, è co-fondatrice di Finestre sull'Arte con Federico Giannini. È nata a Carrara nel 1987 e si è laureata a Pisa. È responsabile della redazione di Finestre sull'Arte.



Noemi Capoccia

Die Autorin dieses Artikels: Noemi Capoccia

Originaria di Lecce, classe 1995, ha conseguito la laurea presso l'Accademia di Belle Arti di Carrara nel 2021. Le sue passioni sono l'arte antica e l'archeologia. Dal 2024 lavora in Finestre sull'Arte.


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