Am frühen Nachmittag ging heute ein Starkregen über Florenz nieder, wo an einigen Messstationen innerhalb einer Stunde über 45 Millimeter Niederschlag gemessen wurden. Das heftige Unwetter betraf auch die Uffizien, wo es unter dem Oberlicht des Saals, in dem sieben Gemälde aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt sind – darunter der berühmte „Bacchus“ von Caravaggio –, zu einem Wassereinbruch kam. Das Wasser gelangte bis zur Außenscheibe der Schutzvitrine des Gemäldes und benetzte diese, doch die von den Technikern der Uffizien durchgeführten Überprüfungen ergaben weder am „Bacco“ noch an den anderen Werken in diesem Saal irgendwelche Schäden.
Das Gemälde von Caravaggio befand sich nämlich unter einem Fensterrahmen und wurde laut einer Mitteilung des Museums nicht direkt vom Wasser getroffen. Vorsorglich und um den Technikern die Durchführung aller notwendigen Untersuchungen zu ermöglichen, wurde der Saal vorübergehend für die Öffentlichkeit geschlossen. Nach Abschluss der Untersuchungen wurde der Raum wieder für Besucher geöffnet. Der Saal wird ab den Öffnungszeiten morgen früh, Freitag, dem 18. September, wieder regulär zugänglich sein.
Das Unwetter, das Florenz heimgesucht hat, brachte besonders starke Niederschläge mit sich: Nach Angaben des regionalen Wetterdienstes wurde die höchste Niederschlagsmenge im Botanischen Garten gemessen, wo in der letzten Stunde 44,6 Millimeter Regen fielen, sowie im Boboli-Garten, wo die Gesamtniederschlagsmenge 45,5 Millimeter erreichte. Geringer fiel die Niederschlagsmenge hingegen an der Messstation „Firenze-Università“ aus, wo 6,8 Millimeter gemessen wurden.
Zum Regen kamen Windböen hinzu. Im Boboli-Garten erreichte die stärkste Windböe 38,9 Kilometer pro Stunde, während in Florenz-Universität der höchste gemessene Wert bei 25,6 Kilometer pro Stunde lag. Aufgrund der Wetterbedingungen bleibt für Florenz die Warnstufe Gelb bestehen, da mit starken Gewittern und hydrogeologischen sowie hydraulischen Risiken im kleineren Flussnetz zu rechnen ist.
Die Warnung gilt auch morgen, Freitag, den 18. September, bis 20 Uhr. Die Einsatzzentrale des Zivilschutzes der Stadt Florenz bleibt geöffnet, um die Entwicklung der Wetterlage ständig zu verfolgen und eventuelle notwendige Maßnahmen zu koordinieren.
Der Vorfall in den Uffizien hatte somit keine Auswirkungen auf die Kunstwerke. Die vorübergehende Entfernung des Bacchus, die zur Überprüfung des Zustands des Werks erforderlich war, erfolgte ausschließlich vorsorglich, nachdem das eindringende Wasser die äußere Glasscheibe der Vitrine erreicht hatte, ohne das Gemälde zu beschädigen.
Der „Bacchus“ von Caravaggio ist eines der bekanntesten Werke der Sammlung der Uffizien und gehört zur frühen Phase des römischen Schaffens des Malers. Im Zentrum der Komposition steht die Figur des Bacchus, der mit einem vom Wein benommenen Gesichtsausdruck dargestellt ist. Die Figur weist eine skulpturale Struktur auf und erinnert an Vorbilder der klassischen Kunst, insbesondere an die Porträts des Antinoos. Der Bezug zur antiken Tradition verbindet sich jedoch mit einer trägen Sinnlichkeit, die einen der charakteristischsten Aspekte der von Caravaggio gemalten Darstellung des Gottes ausmacht. Die Geschichte des Gemäldes ist eng mit der ersten Phase der römischen Laufbahn des Künstlers verbunden.
Der „Bacchus“ wurde 1913 in den Depots der Uffizien entdeckt und vom Kunsthistoriker Roberto Longhi Caravaggio zugeschrieben. Das Werk wird heute dem noch jungen Schaffen des Malers zugeschrieben, aus der Zeit, als Caravaggio sich in Rom unter dem Schutz von Kardinal Francesco Maria del Monte aufhielt. Gerade mit Kardinal del Monte sind die Umstände verbunden, die das Gemälde in die Sammlungen der Medici brachten. Der „Bacco“ wurde zusammen mit der „Medusa“, die heute mit der Inventarnummer 1890, Nr. 1351 der Uffizien identifiziert wird, 1608 von Kardinal del Monte an Ferdinando I. de’ Medici anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten seines Sohnes Cosimo II. geschenkt. Der Eintritt in die Medici-Sammlungen ordnet das Gemälde somit in eine Geschichte aus Auftragsgebung, Schenkung und Sammlerprestige ein, die sich im Rom und Florenz des frühen 17. Jahrhunderts entwickelte.
![]() |
| Starkregen in Florenz, Wassereinbruch in den Uffizien: Die Vitrine mit dem „Bacco“ von Caravaggio ist nass geworden, es sind jedoch keine Schäden entstanden |
Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.