Aktuelles: Im Museo delle Cappuccine in Bagnacavallo – Fotografie aus der Romagna von 1986 bis heute


Vom 24. September bis zum 10. Januar präsentiert das Museo Civico delle Cappuccine in Bagnacavallo (Ravenna) eine Ausstellung, die fünfzehn Künstlern und den Gemeinschaftsprojekten gewidmet ist, die die fotografische Forschung in der Romagna geprägt haben.

Das Stadtmuseum „Cappuccine“ in Bagnacavallo in der Provinz Ravenna präsentiert vom 24. September 2026 bis zum 10. Januar 2027 „In ponta d’pi. „Officina romagnola“, eine vom Museumsdirektor Davide Caroli und der Kunsthistorikerin und Fotografieexpertin Silvia Loddo kuratierte Fotoausstellung. Die Ausstellung vereint Werke von fünfzehn Künstlern und legt den Schwerpunkt auf einige kollektive fotografische Projekte, die sich seit 1986 in der Region Romagna entwickelt haben.

Der Titel der Ausstellung greift eine Zeile aus einem Gedicht von Nevio Spadoni auf und verweist auf eine Haltung, die nach Ansicht der Kuratoren die beteiligten Künstler verbindet, die verschiedenen Generationen angehören und der sogenannten romagnolischen Fotoschule zuzuordnen sind. Vertreten sind Nicola Baldazzi/Veronica Lanconelli, Davide Baldrati, Cesare Ballardini, Michele Buda, Alessandra Dragoni, Cesare Fabbri, Marcello Galvani, Luca Gambi, Francesca Gardini, Guido Guidi, Gianluca Liverani, Francesco Neri, Luca Nostri, Francesco Raffaelli und Giovanni Zaffagnini.

Guido Guidi, „Unsortierte Sammlung“ (2014)
Guido Guidi, „Raccolta indifferenziata“ (2014)
Marcello Galvani, Monte Coronaro (2018–2023)
Marcello Galvani, Monte Coronaro (2018–2023)

Eine zentrale Rolle in der Ausstellung kommt Guido Guidi zu, der als Lehrer und Wegbegleiter vieler der beteiligten Künstler gilt. Guidi ist heute international für seine fotografische Forschung und seine Lehrtätigkeit anerkannt, die er vor allem in Ravenna und Venedig ausübt. Seine Präsenz fügt sich in eine Entwicklung ein, in der sich – entsprechend dem Konzept der Ausstellung – in der Romagna individuelle Experimente neben Formen kollektiven Schaffens entfaltet haben.

Genau diesen kollektiven Projekten ist ein Schwerpunkt gewidmet, der einige seit 1986 in der Romagna entstandene Fotoprojekte unter die Lupe nimmt, mit dem Ziel, einen ersten Überblick über eine Forschungsarbeit zu geben, an der zahlreiche Fotografen und Fotografinnen beteiligt waren, die sich auch auf nationaler und internationaler Ebene etabliert haben, sowie über verschiedene gemeinschaftliche Projekte. Der Rundgang beginnt bei den „Figli del deserto“, die 1986 in Fusignano ins Leben gerufen wurden, und endet bei der „Scuola elementare di fotografia“, einem Projekt, das 2023 in Ravenna ins Leben gerufen wurde.

Der Untertitel „Officina romagnola“ bezieht sich auf den Aufsatz von Roberto Longhi über die Ferrareser Malerei des 15. Jahrhunderts und identifiziert in der Romagna einen Kontext, der durch die Präsenz einzelner Künstler*innen und gleichzeitig durch eine Neigung zur gemeinsamen Gestaltung gekennzeichnet ist, auch im Zusammenhang mit der genossenschaftlichen Tradition der Region.

Francesco Neri, Farmers (2022–2026)
Francesco Neri, Farmers (2022–2026)
Gian Luca Liverani, Fiesta (1993)
Gian Luca Liverani, „Fiesta“ (1993)

Die Ausstellung regt zudem zum Nachdenken über den in diesem Kontext gereiften Blick an. Silvia Loddo bezeichnet ihn als „dialektal“ im weitesten Sinne des Wortes, als Bezug auf eine Sprache, die das Schaffen von Dichtern und Fotografen beflügelt hat. Was sie verbindet, ist die Fähigkeit, die Schönheit des Alltäglichen zu beobachten und festzuhalten – durch eine direkte Beziehung zur Landschaft, zu den Redeweisen und zu den Klängen der Region. Loddo, derzeit Direktorin der Pinacoteca Carlo Contini in Oristano, absolvierte ihre Ausbildung in Bologna, Ravenna, Paris und Siena und begleitete mehrere Jahre lang die Entwicklung der Fotografie in der Romagna, wobei sie sich mit Projekten des „Osservatorio Fotografico“ befasste. Gemeinsam mit Caroli kuratierte sie das Ausstellungsprojekt der Cappuccine.

Die Ausstellung wird von der Gemeinde Bagnacavallo gefördert und vom Museo Civico delle Cappuccine organisiert, unter der Schirmherrschaft der Region Emilia-Romagna und mit Unterstützung von Snam. Das visuelle Erscheinungsbild des Projekts stammt von Emilio Macchia. Der Katalog wird von der Gemeinde Bagnacavallo herausgegeben. Weitere Informationen und Details finden Sie auf der Website des Stadtmuseums „Cappuccine“ in Bagnacavallo.

Praktische Informationen

Die Pressevorbesichtigung ist für Donnerstag, den 24. September, um 11.30 Uhr vorgesehen, während die Eröffnung um 18.00 Uhr stattfindet. Das Stadtmuseum „Cappuccine“ ist dienstags und mittwochs von 14.30 bis 18.00 Uhr, donnerstags von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 18.00 Uhr sowie freitags, samstags und sonntags von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 19.00 Uhr. Anlässlich des Festes des Heiligen Michael vom 25. bis 29. September ist das Museum von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 23.00 Uhr geöffnet; am 27. September ist das Museum von 10.00 bis 23.00 Uhr geöffnet. Am 8. Dezember, am 26. Dezember und am 6. Januar gelten die Öffnungszeiten von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 19.00 Uhr. Das Museum ist montags, am 25. Dezember und am 1. Januar geschlossen.

Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos.

Aktuelles: Im Museo delle Cappuccine in Bagnacavallo – Fotografie aus der Romagna von 1986 bis heute
Aktuelles: Im Museo delle Cappuccine in Bagnacavallo – Fotografie aus der Romagna von 1986 bis heute



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