CAMERA präsentiert Sommerausstellungen 2026: Gruyaert und Jeker eröffnen die neue Saison


Vom 18. Juni bis 4. Oktober 2026 präsentiert das Centro Italiano per la Fotografia in Turin zwei originelle Ausstellungen: die erste italienische Retrospektive, die Harry Gruyaert gewidmet ist, und ein Projekt über Werner Jeker im Projektraum, das den Zyklus des neuen Direktors François Hébel einleitet.

In Turin beginnt das CAMERA - Centro Italiano per la Fotografia (Italienisches Zentrum für Fotografie ) seine neue Ausstellungsreihe mit zwei Ausstellungen, die den Beginn der künstlerischen Leitung von François Hébel markieren. Das Sommerprogramm, das vom 18. Juni bis zum 4. Oktober 2026 stattfindet, umfasst zwei unterschiedliche, aber komplementäre Projekte, die beide als Originalausstellungen konzipiert sind: die erste Retrospektive in Italien, die Harry Gruyaert gewidmet ist, mit dem Titel Retrospettiva, und eine Ausstellung im Projektraum, die sich mit dem Werk des Schweizer Grafikers Werner Jeker beschäftigt.

Die Retrospektive über Gruyaert stellt einen wichtigen Schritt in der Programmgestaltung der Turiner Institution dar, indem sie eine Neuinterpretation des Werks eines der wichtigsten Protagonisten der zeitgenössischen Fotografie vorschlägt. Der 1941 in Belgien geborene Gruyaert, Mitglied von Magnum Photos, zeichnet sich seit den 1970er und 1980er Jahren durch die Verwendung von Farbe aus, die sich von ihrer deskriptiven Funktion löst und eine wahrnehmende und emotionale Dimension annimmt. In einem historischen Kontext, in dem die Fotografie weiterhin Schwarz und Weiß bevorzugte, steht sein Werk in Beziehung zu den Forschungen amerikanischer Autoren wie Saul Leiter und William Eggleston und trägt zur Neudefinition der fotografischen Sprache bei.

Die Ausstellung folgt einer chronologischen Abfolge und beginnt mit der Serie TV Shots, in der Fotografie und frühe Fernsehsendungen in Farbe in einen Dialog treten. Im weiteren Verlauf der Ausstellung wird die Entwicklung der Bildsprache des Autors nachgezeichnet, die stark von Reisen geprägt ist, die im Mittelpunkt seiner Recherchen stehen. In den verschiedenen geografischen Kontexten, die er bereist, zeichnet sich jedes Bild durch spezifische chromatische Qualitäten aus, die dazu beitragen, eine Vision der Welt zu schaffen, die auf der Beziehung zwischen Licht, Farbe und Komposition beruht.

Harry Gruyaert, Der Strand, aus der Serie RIVAGE © Harry Gruyaert/Magnum Photos
Harry Gruyaert, Der Strand, aus der Serie RIVAGE © Harry Gruyaert/Magnum Photos
© Werner Jeker
© Werner Jeker

Die Erforschung der Farbe zieht sich auch durch die technischen Veränderungen des fotografischen Mediums, vom Kodachrome-Film und den Cibachrome-Abzügen des 20. Jahrhunderts bis hin zu den Möglichkeiten, die das digitale Medium im 21. Jahrhundert. In dieser Zeitspanne nimmt Gruyaerts Arbeit die Form einer konstanten Erkundung von Farbe als physische und sensorische Erfahrung an. Ausgebildet an der Hochschule für Film und Fotografie in Brüssel, zog der Fotograf Anfang der 1960er Jahre nach Paris, wo er mit Persönlichkeiten wie Peter Knapp und Robert Delpire in Kontakt kam. Nach einer anfänglichen Beschäftigung mit Mode- und Werbefotografie stellte er das Reisen in den Mittelpunkt seines Schaffens, wobei Marokko als einer der zentralen Orte für die Definition seiner Vision diente, die er als einen Raum verstand, in dem Landschaft und menschliche Präsenz zu einer einheitlichen Wahrnehmung verschmolzen sind.

“Farbe ist körperlicher als Schwarz und Weiß [...] bei Farbe muss man sich sofort auf die verschiedenen Töne einlassen, die eine Situation ausdrücken”, sagt der Künstler.

Parallel dazu ist im Projektraum von CAMERA die Ausstellung Photo Typo zu sehen, die Werner Jeker gewidmet ist, einer führenden Persönlichkeit auf dem Gebiet der auf die Fotografie angewandten Grafik. Der 1944 in der Schweiz geborene Jeker gilt als einer der führenden Grafikdesigner seiner Generation auf dem Gebiet der Plakate. Er entwickelt eine visuelle Sprache, in der Fotografie und Typografie so weit integriert sind, dass sie die kommunikative Funktion überwinden und eine expressive Autonomie erlangen.

Als Autor von mehr als 800 Plakaten, die hauptsächlich für kulturelle Einrichtungen produziert wurden, hat Jeker mit zahlreichen internationalen Unternehmen und Fotografen wie René Burri, Raymond Depardon und Henri Cartier-Bresson zusammengearbeitet. Die in der Ausstellung präsentierte Auswahl konzentriert sich insbesondere auf Plakate, die das fotografische Bild als strukturelles Element in die Komposition einbeziehen. Seine Methode zeichnet sich durch einen maßvollen Eingriff in das Bild aus, der seine dokumentarische Dimension beibehält und gleichzeitig seine visuelle Wirkung durch die Interaktion mit dem Text verstärkt. Im Laufe seiner Karriere hat Jeker mehrere internationale Preise erhalten, darunter den Infinity Award für den innovativen Einsatz der Fotografie, und lehrt an europäischen Institutionen.

CAMERA präsentiert Sommerausstellungen 2026: Gruyaert und Jeker eröffnen die neue Saison
CAMERA präsentiert Sommerausstellungen 2026: Gruyaert und Jeker eröffnen die neue Saison



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