In Piacenza steht das Verhältnis zwischen Architektur, historischem Erbe und musealer Funktion im Mittelpunkt der Ausstellung „Intorno alla Ricci Oddi. Studien und Entwürfe für die Räume der Galerie“, die aus der Zusammenarbeit zwischen dem Polytechnikum Mailand und der Galerie für moderne Kunst Ricci Oddi hervorgegangen ist. Die von Piero Poggioli kuratierte Ausstellung ist vom 18. September bis zum 4. Oktober 2026 im Kreuzgang der Galerie kostenlos zu besichtigen und präsentiert eine Auswahl von Studien und Arbeiten, die von Dozenten und Studierenden der Fakultät für Architektur, Stadtplanung und Bauingenieurwesen des Polytechnikums Mailand realisiert wurden.
Das Projekt entstand aus einer Reihe von Untersuchungen, die sich mit den Merkmalen und dem Potenzial des historischen Museumskomplexes befassten, mit dem Ziel, dessen Struktur zu analysieren und gleichzeitig mögliche Szenarien für seine Räume zu entwerfen. Ein erster Abschnitt fasst die Ergebnisse der digitalen Vermessungsarbeiten zusammen, die unter der Leitung von Livio Pinto im Rahmen des Labors für Vermessung und Darstellung sowie des Kurses „Vermessungstechniken und 3D-Modellierung für die Architektur“ durchgeführt wurden, die beide am Standort Piacenza des Polytechnikums angesiedelt sind. Die Studien bildeten die Grundlage für nachfolgende Aktivitäten, die im Rahmen von Abschlussarbeiten, Universitätskursen und beruflichen Projekten weiterentwickelt wurden.
Der Hauptteil der Ausstellung ist hingegen den Projekten gewidmet, die Piero Poggioli gemeinsam mit Fausto Cesena, Matteo Fraschini und Micaela Bordin unter Einbeziehung der Studierenden des Studiengangs Architektur und Architektonische Komposition des vergangenen akademischen Jahres erarbeitet hat. Das behandelte Thema ist die Planung neuer Räume für die Ricci-Oddi-Galerie mit dem Ziel, deren Funktionalität zu verbessern und Räumlichkeiten zu schaffen, die für Veranstaltungen und Wechselausstellungen geeignet sind.
Anhand von Plänen und dreidimensionalen Modellen wird eine Auswahl der Arbeiten von über hundert Studierenden des Polytechnikums Mailand präsentiert, die vom Standort Lecco kommen und im Studiengang Bauingenieurwesen und Architektur eingeschrieben sind. Die Studierenden wurden aufgefordert, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten zu identifizieren und zu prüfen, die mit der bestehenden Struktur vereinbar sind. Der Workshop wurde eher nach experimentellen Forschungskriterien als nach der gängigen Planungspraxis gestaltet: Die ausgestellten Arbeiten sollen daher keine sofort umsetzbaren Lösungen vorschlagen, sondern eine Diskussion über Eingriffe in historisch-architektonischen Kontexten von besonderer Bedeutung anstoßen.
Das Thema betrifft insbesondere Gebäude, die für öffentliche kulturelle Zwecke bestimmt sind und die einerseits an neue funktionale Anforderungen angepasst werden müssen und andererseits durch entsprechend ausgearbeitete Projekte neue Nutzungsmöglichkeiten der Räume aufzeigen sollen. Die vorgestellten Entwürfe verfolgen verschiedene Richtungen: von der Errichtung kleiner, temporärer Pavillons im Grünen über die Umnutzung der Räume des alten Klosters bis hin zu möglichen Erweiterungen der Ausstellungsfläche, die in einigen Fällen verborgen und in anderen bewusst hervorgehoben sind.
Die Ausstellung wird von einem Seminar begleitet, das am Freitag, dem 2. Oktober 2026, von 14.30 bis 18.30 Uhr ebenfalls in den Räumlichkeiten der Galerie für moderne Kunst Ricci Oddi stattfindet. An der von Piero Poggioli kuratierten Veranstaltung nehmen Dozenten und Studierende teil, die an dem Projekt mitgewirkt haben, sowie weitere Dozenten des Polytechnikums, sowie Experten und Fachleute aus den Bereichen Architekturplanung, Restaurierung, Denkmalschutz und -erhaltung, Architekturgeschichte, Kunstgeschichte, Stadtgeschichte und Stadtplanung, Ausstellungsgestaltung und Museografie. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Möglichkeiten und Grenzen architektonischer Projekte, wenn diese in denkmalgeschützten Kontexten mit hoher kunsthistorischer Bedeutung umgesetzt werden.
Den Abschluss des Seminars bildet der Architekt und Designer Piero Lissoni, Urheber des kürzlich in den Sälen der Ricci Oddi umgesetzten Umgestaltungs- und Restaurierungsprojekts. Die Initiative ist als Austausch zwischen Fachgebieten konzipiert, die in der Praxis oft in unterschiedlichen Bereichen tätig sind, und zielt darauf ab, einen multidisziplinären Ansatz für die Öffentlichkeit, Institutionen, Fachleute und Studierende anzubieten. Das Seminar ist kostenlos und steht allen Interessierten offen; die Teilnahme ermöglicht Architekten zudem den Erwerb von 4 CFP.
Die Ausstellung ist von Dienstag bis Donnerstag von 9:30 bis 13:00 Uhr und von Freitag bis Sonntag von 9:30 bis 18:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Die Ausstellung und das Seminar werden mit Unterstützung des Politecnico di Milano – Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen und Bauumwelt sowie des Standortzentrums Piacenza – organisiert und von diesen gemeinsam mit der Galerie für moderne Kunst Ricci Oddi gefördert. Beide Initiativen stehen unter der Schirmherrschaft der Stadt Piacenza und der Kammer der Architekten, Raumplaner, Landschaftsarchitekten und Denkmalpfleger der Provinz Piacenza.
![]() |
| Piacenza: Wie lässt sich die Ricci Oddi umgestalten? Über hundert Projekte des Polytechnikums Mailand |
Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.