Vom 22. August 2026 bis zum 14. März 2027 präsentiert das Kunstmuseum Basel in Basel „Roy Lichtenstein. „Sweet Dreams, Baby!“, eine große Ausstellung, die einem der Protagonisten der Pop-Art gewidmet ist. Die von Fabienne Ruppen kuratierte Ausstellung vereint über 50 Druckwerke aus allen Schaffensphasen des amerikanischen Künstlers, von denen viele zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Initiative geht auf eine bedeutende Schenkung der Roy Lichtenstein Foundation zurück, dank derer das Kupferstichkabinett (Abteilung für Druckgrafik und Zeichnungen) des Schweizer Museums heute eine der bedeutendsten Sammlungen grafischer Werke von Roy Lichtenstein außerhalb der Vereinigten Staaten beherbergt.
Die Ausstellung soll einen umfassenden Überblick über die künstlerische Entwicklung von Roy Lichtenstein bieten und dabei seinen bedeutenden Beitrag zur Entstehung der Pop-Art in den 1960er Jahren hervorheben. Durch leuchtende Farben, von Comics inspirierte Kompositionen und den unverwechselbaren Einsatz von Ben-Day-Punkten hat der Künstler Bilder aus der Werbung, der Massenkultur und von Konsumgütern zu den charakteristischen Merkmalen seiner Kunst gemacht.
Während die Pop-Art in der New Yorker Kunstszene zunächst auf Skepsis stieß, war es gerade die Verbreitung der gedruckten Werke, die ihren Erfolg beim breiten Publikum begünstigte. Die ersten Plakate und Einladungen, die Lichtenstein für die Ausstellungen der Galerie Leo Castelli in New York entwarf und die in großer Auflage und zu geringen Kosten produziert wurden, trugen entscheidend zur Bekanntheit des Künstlers bei.
Die Ausstellung beleuchtet zudem die Anfänge seiner Tätigkeit als Grafiker mit sechs Werken, die zwischen Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre entstanden sind und seine ersten Experimente mit Drucktechniken dokumentieren. Ab Ende der 1960er Jahre arbeitete Roy Lichtenstein mit einigen der renommiertesten Druckwerkstätten der Vereinigten Staaten zusammen, darunter Gemini Graphic Editions Limited, Tyler Graphics und Graphicstudio der University of South Florida. Aus diesen Kooperationen entstanden Werke von außergewöhnlicher technischer Komplexität. Unter den ausgestellten Meisterwerken sticht „Portrait“ (1989) hervor, das in einem achtzehnstufigen Druckverfahren entstand, bei dem Lithografie, Holzschnitt, Siebdruck und eine speziell für dieses Projekt entwickelte Wachsdrucktechnik kombiniert wurden.
Im Laufe seiner Karriere schuf Lichtenstein über 350 grafische Werke, darunter Siebdrucke, Radierungen, Lithografien, Holzschnitte und Linolschnitte. Anlässlich des hundertsten Geburtstags des Künstlers, der 2023 begangen wird, hat die Roy Lichtenstein Foundation rund hundert Druckgrafiken an drei renommierte europäische Institutionen gespendet: die Albertina in Wien, das British Museum in London und das Kunstmuseum Basel. Das Schweizer Museum erhielt 33 Werke, die die außergewöhnliche Vielfalt des grafischen Schaffens des Künstlers belegen. Darunter befinden sich „Paper Plates“ (1969), eine persönliche Neuinterpretation von Vincent van Goghs „Der Sämann“, sowie das monumentale Werk „Wallpaper with Blue Floor Interior“ (1992).
Die Ausstellung „Roy Lichtenstein. Sweet Dreams, Baby! “ bietet die erste Gelegenheit, diese bedeutende Schenkung in Basel zu bewundern. Ergänzt wird der Ausstellungsparcours durch weitere Werke aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts, das bereits seit den 1960er-Jahren Werke von Lichtenstein erwirbt, sowie durch die berühmten Gemälde „Hopeless“ (1963) und „Mirror #2“ (1970), die dem Kunstmuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wurden.
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| Roy Lichtenstein im Kunstmuseum Basel: Über 50 Grafiken sind zu sehen, viele davon werden erstmals ausgestellt |
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