Uffizien, Investitionen in Höhe von 50 Millionen: Das Erscheinungsbild des Komplexes wird sich verändern


Uffizien: Der Bauplan für die Galleria delle Statue e delle Pitture, den Palazzo Pitti und den Boboli-Garten wurde vorgestellt. Geplant sind Neugestaltungen, Restaurierungen, neue Dienstleistungen, Maßnahmen an den technischen Anlagen sowie die Eröffnung neuer Ausstellungsräume, um den Museumskomplex neu zu gestalten.

In Florenz wird ein „ “ Gesamtinvestition von rund 50 Millionen Euro das Erscheinungsbild der Uffizien innerhalb von zwei Jahren grundlegend verändern. Es handelt sich um das heute Vormittag von Direktor Simone Verde gemeinsam mit den Museumsverantwortlichen vorgestellte Maßnahmenprogramm – ein Plan, der den gesamten Museumskomplex umfasst, von der Statuen- und Gemäldegalerie im Palazzo Pitti bis hin zum Boboli-Garten, und Dutzende bereits abgeschlossene, laufende oder in Kürze beginnende Bauvorhaben einbezieht. Ziel ist es, gleichzeitig Maßnahmen in den Bereichen Konservierung, Aufwertung des Kulturerbes, Modernisierung der technischen Anlagen, Verbesserung der Besuchererfahrung und Erweiterung der für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereiche durchzuführen. Das Projekt umfasst monumentale Restaurierungsarbeiten, museografische Neugestaltungen, neue Beleuchtungskonzepte, die Umnutzung historischer Räume, die Einführung neuer Dienstleistungen sowie eine Reihe von Maßnahmen, die den Komplex immer effizienter und besucherfreundlicher machen sollen.

Das Maßnahmenpaket wurde erstmals umfassend vom gesamten technisch-wissenschaftlichen Team der Uffizien vorgestellt, das eine Gesamtstrategie erläuterte, die jeden Bereich des Museums betreffen soll. Zu den als vorrangig eingestuften Aspekten gehört die Stärkung der Systeme zur konservatorischen Sicherung der Kunstwerke, mit besonderem Augenmerk auf die Lüftungsanlagen und die Klimaregulierung – grundlegende Elemente für den Schutz des Kulturerbes.

In den Uffizien umfasst das Programm auch die Einrichtung eines neuen Einführungsbereichs zur Geschichte der Sammlungen, der den Besuchern bereits am Eingang die Entstehung des musealen Kulturerbes näherbringen soll. Es handelt sich um eine der wichtigsten Maßnahmen mit einer Teilinvestition in Höhe von 2.404.975 Euro. Hinzu kommt der neue Empfangs- und Zugangskontrollbereich in der Aula Magliabechiana, der das Einlasssystem für Besucher neu gestalten soll. Parallel dazu entsteht der neue Empfangsbereich in der Sala Monumentale mit Blick auf die Piazza del Grano, in dem die Zugangskontrolle und die Dienstleistungen für die Besucher untergebracht werden sollen. Die Ausschreibung für diese Arbeiten ist bereits abgeschlossen, und die Bauarbeiten wurden an das siegreiche Unternehmen vergeben; die Inbetriebnahme ist für die kommenden Monate vorgesehen.

Neuer Empfangsbereich der Uffizien
Neuer Empfangsbereich der Uffizien
Neue Einführungsräume im Erdgeschoss der Uffizien
Neue Einführungsräume im Erdgeschoss der Uffizien

Zudem schreitet die museografische Neugestaltung des zweiten Stockwerks der Galerie der Statuen und Gemälde weiter voran. Die den flämischen Meistern gewidmeten Säle werden einer vollständigen Neugestaltung unterzogen, mit einer neuen Ausstellung, einer modernisierten Beleuchtungstechnik und neuen Abstandshaltern für die Kunstwerke (Investition in Höhe von 1.197.372 Euro). Gleichzeitig werden der Saal mit den Porträts berühmter Persönlichkeiten von Andrea del Castagno und der Saal mit den antiken Inschriften, der nach philologischen Kriterien restauriert wurde, für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht (bereitgestellte Mittel: 343.756 Euro). Ebenfalls in der Galerie wird der „Verone degli Uffizi“ neu gestaltet, und die historischen Säle, die von Carlo Scarpa, Giovanni Michelucci und Ignazio Gardella entworfen wurden, werden nach philologischen Kriterien restauriert; dort werden zudem neue Vermittlungsinstrumente eingeführt, die dem Publikum das Verständnis der Sammlungen erleichtern sollen.

Zu den bereits eingeleiteten übergreifenden Maßnahmen gehört auch die vollständige Neugestaltung des Beschriftungssystems des Museums und der Beschilderung des gesamten Denkmalkomplexes. Diese Modernisierung betrifft sowohl die Uffizien als auch den Palazzo Pitti und umfasst neue Bildunterschriften zu den Werken, Informationstafeln in den Korridoren sowie neue Informationsbildschirme, die den Rundgang begleiten sollen.

Zu den Maßnahmen mit dem größten finanziellen Umfang gehört zudem die Restaurierung der Fassaden und Dächer des Vasari-Komplexes, für die eine Investition von 12 Millionen Euro vorgesehen ist. Hinzu kommen der Abbau der großen Baustelle auf dem Vorplatz der Uffizien, der Austausch von Ausstellungselementen durch neue Abstandshalter und Sitzgelegenheiten sowie die Erneuerung der Ausstattung der Museumsterrasse, die dank des Sponsorings von Edra nach einem Entwurf des Designers Francesco Bonfarè realisiert wurde.

Ein wesentlicher Teil der Investitionen betrifft auch die technischen Anlagen. Geplant sind die Fertigstellung der Klima- und Lüftungsanlage im letzten Abschnitt des Vasari-Korridors, die Anschaffung von zwei neuen Kühltürmen für die Uffizien sowie die Einleitung des Vergabeverfahrens für die Lieferung von drei wassergekühlten Kältemaschinen und zwei Wasser-Wasser-Wärmepumpen für die Klimaanlagen, mit einem Gesamtvolumen von 1.714.265 Euro.

Neben den technischen Maßnahmen stehen auch umfangreiche Restaurierungsarbeiten an denkmalgeschützten Räumen auf dem Programm. Im Palazzo Pitti betrifft eines der bedeutendsten Projekte die Sanierung des sogenannten „Piano degli Occhi“, der obersten Etage des Gebäudes, die der breiten Öffentlichkeit heute praktisch unbekannt ist und zu einem neuen Ausstellungsraum umgestaltet werden soll – mit einer Investition von 4,9 Millionen Euro. Rund tausend Quadratmeter werden in neue Ausstellungsräume umgewandelt, wodurch die besuchbare Museumsfläche erheblich erweitert wird. Das Programm umfasst außerdem die Sanierung und Modernisierung des Teatro Rondò di Bacco, die Überwachung und Restaurierung der Fassaden des Palazzo Pitti sowie die Eröffnung eines neuen Eingangs zum Komplex. Ebenfalls im Palazzo Pitti laufen derzeit umfangreiche Maßnahmen am „Tesoro dei Granduchi“, der außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten an Gebäude und Haustechnik sowie einer Neugestaltung unterzogen wird, mit einer Mittelzuweisung von 380.000 Euro, zu denen weitere 3.535.066 Euro für die Realisierung der neuen Vitrinen hinzukommen. In der Galleria Palatina werden die Stoffbespannungen ausgetauscht sowie die Restaurierung und die neue Beleuchtung des Jupiter-Saals, des Saturn-Saals und des Iliaden-Saals vorgenommen; außerdem wird der Weiße Saal komplett neu beleuchtet. Darüber hinaus werden die Restaurierungsarbeiten im Volterrano-Flügel und im Musiksal fortgesetzt.

Palazzo Pitti – Sala Bianca (neue Beleuchtung)
Palazzo Pitti – Sala Bianca (neue Beleuchtung)
Palazzo Pitti – Saal der Ilias
Palazzo Pitti – Sala dell’Iliade
Palazzo Pitti – Saal der Ilias
Palazzo Pitti – Sala dell’Iliade
Palazzo Pitti – Jupiter-Saal
Palazzo Pitti – Jupiter-Saal
Palazzo Pitti – Saturn-Saal
Palazzo Pitti – Saturn-Saal

Im Boboli-Garten werden die Arbeiten am Amphitheater, am Neptunbrunnen und am Inselbrunnen sowie an den jeweiligen umliegenden Bereichen fortgesetzt. Die konservierende Restaurierung und die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Amphitheaters, in dem wieder öffentliche Veranstaltungen stattfinden sollen, erfordern Investitionen in Höhe von rund 3 Millionen Euro. Außerdem sind die Fertigstellung der Restaurierung des Neptunbrunnens und des umliegenden Bereichs sowie des Inselbrunnens mit den angrenzenden Flächen vorgesehen; diese Maßnahmen erfordern insgesamt Investitionen in Höhe von 7.665.000 Euro. Das Programm umfasst zudem die Wiederherstellung der Bepflanzung und der dazugehörigen Anlagen im „Giardino del Cavaliere“ für rund 800.000 Euro sowie sowie die Sanierung des Pagliere-Komplexes im Giardino delle Scuderie Reali, der sowohl als Lager für die Wandteppiche als auch im ersten Stock als offenes Ausstellungslager für die Möbelkollektionen der Medici, der Lothringer und der Savoyer dienen soll. Für diese Maßnahme sind Mittel in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro vorgesehen.

Große Aufmerksamkeit gilt auch dem botanischen Erbe: In den letzten zwei Jahren wurden in den verschiedenen Bereichen des Parks über 2.600 neue Pflanzen gesetzt; berücksichtigt man auch die im Laufe des Jahres 2024 durchgeführten Pflanzungen, beläuft sich diese Zahl auf über 3.600 Exemplare. In dem heute vorgestellten Dokument wird zudem darauf hingewiesen, dass im letzten Jahr über 2.500 neue Pflanzen gesetzt wurden. Es handelt sich um ein Programm zur Wiederherstellung des pflanzlichen Erbes, das die architektonischen und denkmalpflegerischen Restaurierungsmaßnahmen des historischen Gartens begleitet. Vervollständigt wird der Plan durch die Restaurierung und Instandhaltung der Skulpturen im Boboli-Garten im Umfang von rund einer Million Euro, den Bau des neuen internen Wegesystems im Garten sowie die Sanierung der Serra delle Medinille, für die Maßnahmen im Wert von 240.603 Euro durchgeführt wurden.

Was die Instrumente zur Kulturvermittlung betrifft, so führen die Uffizien schließlich die Einführung neuer Bildbeschriftungen für die Kunstwerke im Format 25 mal 16 Zentimeter, neuer Beschriftungen für die Korridore im Format 295 mal 30 Zentimeter, neue Beschilderung für die Uffizien und den Palazzo Pitti sowie neue Bildschirme in den Ausstellungsräumen ein, mit dem Ziel, den Rundgang klarer und zugänglicher zu gestalten und die umfassende Umgestaltung eines der bedeutendsten Museumskomplexe der Welt zu begleiten.

Boboli-Garten – Amphitheater
Boboli-Garten – Amphitheater
Boboli-Garten – Amphitheater
Boboli-Garten – Amphitheater
Boboli-Garten – Amphitheater
Boboli-Garten – Amphitheater
Boboli-Garten – Neue Pflanzen
Boboli-Garten – Neue Pflanzen
Boboli-Garten – Statue der Fülle
Boboli-Garten – Statue der Fülle
Boboli-Garten – Neptunbrunnen
Boboli-Garten – Neptunbrunnen
Boboli-Garten – Neptunbrunnen
Boboli-Garten – Neptunbrunnen

Uffizien, Investitionen in Höhe von 50 Millionen: Das Erscheinungsbild des Komplexes wird sich verändern
Uffizien, Investitionen in Höhe von 50 Millionen: Das Erscheinungsbild des Komplexes wird sich verändern



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