„Die Fabel vom Einhorn“ kehrt nach den Ausstellungen in Potsdam (Deutschland) und Paris nach Ferrara zurück


Die mittelalterliche Skulptur der Maestranza Campionese, die im Dommuseum von Ferrara aufbewahrt wird, ist nach ihrer internationalen Ausstellungsreise durch Potsdam (Deutschland) und Paris nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Nach seiner internationalen Ausstellungsreise, die das Werk nach Deutschland und Frankreich führte, istder „Apolog des Einhorns“ nun ins Dommuseum von Ferrara zurückgekehrt, wo es wieder für die Öffentlichkeit zu sehen ist. Die mittelalterliche Skulptur, die zu den bedeutendsten Werken der Ferrareser Kunst des 13. Jahrhunderts zählt, war von Oktober 2025 bis Februar 2026 im Barberini-Museum in Potsdam in Deutschland in der Ausstellung „Unicorn: The Mythical Beast in Art“ ausgestellt und gelangte anschließend im Rahmen der Ausstellung „Licornes!“, die im Juli 2026 endete, ins Musée de Cluny in Paris.

Das um 1250 von der Maestranza Campionese aus Vicentiner Kalkstein geschaffene Werk war ursprünglich Teil der Kanzel der Kathedrale von Ferrara. Das Relief stellt eine Episode aus der Legende der Heiligen Barlaam und Josaphat dar und verwandelt die Erzählung in eine Allegorie des menschlichen Daseins.

Die Szene zeigt einen Mann, der von einem wilden Tier verfolgt wird und auf einem kleinen Baum, dem Symbol des Lebens, Zuflucht sucht. Der Mann, angezogen vom Erscheinen des Einhorns – einer Allegorie auf die Angst vor dem Tod –, bemerkt nicht, dass zwei Mäuse, die den Tag und die Nacht symbolisieren, den Baumstamm nagen, der bald zerbrechen wird. Der Sturz wird ihn somit zu dem darunter lauernden Ungeheuer führen – eine in Stein gemeißelte Darstellung der Vergänglichkeit des Daseins und des Vergehens der Zeit.

„Die Präsenz des ‚Apologos des Einhorns‘ in zwei renommierten internationalen Ausstellungen, in Potsdam und in Paris, zeugt vom außergewöhnlichen Wert des künstlerischen Erbes von Ferrara und seiner Fähigkeit, mit dem internationalen Publikum in Dialog zu treten“, erklärt der Kulturdezernent der Stadt Ferrara, Marco Gulinelli. „Diese bedeutenden musealen Kooperationen haben dazu beigetragen, eines der bedeutendsten Beispiele mittelalterlicher Bildhauerkunst im Zusammenhang mit der Kathedrale von Ferrara bekannt zu machen und bestätigen die Rolle unserer Stadt als Hüterin eines kulturellen Erbes von absoluter Exzellenz.“

Die Fabel vom Einhorn
Die Fabel vom Einhorn

„Die Fabel vom Einhorn“ kehrt nach den Ausstellungen in Potsdam (Deutschland) und Paris nach Ferrara zurück
„Die Fabel vom Einhorn“ kehrt nach den Ausstellungen in Potsdam (Deutschland) und Paris nach Ferrara zurück



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