Pontecagnano (Salerno): Entdeckung eines seltenen „würfelförmigen“ Grabes mit einem korinthischen Krater


In Pontecagnano Faiano in der Provinz Salerno wurden bei vorbeugenden archäologischen Untersuchungen vier Grabstätten aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. freigelegt, darunter ein seltenes „Kubusgrab“ mit einem korinthischen Krater.

In den vergangenen Monaten haben im modernen Stadtgebiet von Pontecagnano Faiano in der Provinz Salerno im Rahmen von archäologischen Voruntersuchungen vor dem Bau eines privaten Gebäudekomplexes ein weiterer Abschnitt der westlichen Nekropole der antiken Stätte ans Licht gebracht. Dies teilte die Oberaufsicht für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft von Salerno und Avellino mit.

Im südlichen Bereich des Grundstücks wurde eine Gruppe von vier Grabstätten aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. entdeckt, die teilweise durch eine moderne Kanalisation zerstört worden waren. Unter diesen sticht das Grab 10188 hervor, das aus einem in Korinth hergestellten figürierten Krater besteht, der als Behälter für die verbrannten Knochen des Verstorbenen diente. Das Gefäß wurde durch eine quaderförmige Struktur aus Travertin geschützt, die mit einer Abdeckplatte verschlossen war.

Das „würfelförmige“ Grab mit dem in Korinth hergestellten figürlich verzierten Krater. Foto: Kulturministerium – Oberaufsicht für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft von Salerno und Avellino
Das „würfelförmige“ Grab mit dem in Korinth hergestellten figürierten Krater. Foto: Kulturministerium – Oberaufsicht für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft von Salerno und Avellino
Das „würfelförmige“ Grab mit dem in Korinth hergestellten figürlich verzierten Krater. Foto: Kulturministerium – Oberaufsicht für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft von Salerno und Avellino
Das „Kubusgrab“ mit dem in Korinth hergestellten figürierten Krater. Foto: Kulturministerium – Oberaufsicht für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft von Salerno und Avellino
Das „würfelförmige“ Grab mit dem in Korinth hergestellten figürlich verzierten Krater. Foto: Kulturministerium – Oberaufsicht für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft von Salerno und Avellino
Das „würfelförmige“ Grab. Foto: Kulturministerium – Oberaufsicht für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft von Salerno und Avellino

Dieser als „würfelförmig“ bezeichnete Grabtyp ist in Nordkampanien weit verbreitet, in Pontecagnano jedoch besonders selten. Vor dieser Entdeckung waren nur zwei weitere Gräber dieser Art bekannt, T. 1840 und T. 9954, die beide im Nationalen Archäologischen Museum „Gli Etruschi di frontiera“ (MAP) ausgestellt sind.

Nach Angaben der Denkmalschutzbehörde deuten verschiedene Elemente darauf hin, dass die Grabstätte einer hochrangigen Persönlichkeit der Gemeinschaft des antiken etruskischen Zentrums gehörte: die Struktur des Grabes, die Verwendung des Kraters als Urne, die Funktion des Gefäßes – ein zentrales Element des Symposions, das zum Ausschenken von Wein bestimmt war –, das Ritual der Einäscherung und die figürliche Verzierung des direkt aus Griechenland importierten Artefakts. Die Fundstücke werden derzeit im MAP für erste Untersuchungs- und Restaurierungsarbeiten aufbewahrt und sollen in Kürze der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Pontecagnano (Salerno): Entdeckung eines seltenen „würfelförmigen“ Grabes mit einem korinthischen Krater
Pontecagnano (Salerno): Entdeckung eines seltenen „würfelförmigen“ Grabes mit einem korinthischen Krater



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