Vom 9. Juli bis zum 25. Oktober 2026 beherbergt der Palazzo del Comune Vecchio in Bibbona ( Livorno) die Ausstellung „Memo Vagaggini: Malerei zwischen Realität und Traum“, eine Schau, die einem der bedeutendsten Vertreter der Malerei des frühen 20. Jahrhunderts gewidmet ist: Memo Vagaggini (Nicodemo Vagaggini; Santa Fiora, 1892 – Florenz, 1955), die einen Überblick über sein künstlerisches Schaffen und seinen Lebensweg bietet. Die Initiative zielt darauf ab, die Aufmerksamkeit wieder auf einen Künstler zu lenken, der mit einer der bedeutendsten Strömungen der italienischen Malerei der 1920er und 1930er Jahre verbunden ist, und bietet dem Publikum die Gelegenheit, sein Werk anhand einer Auswahl von Gemälden, Dokumenten und Archivmaterialien näher kennenzulernen.
Die Ausstellung vereint etwa dreißig Werke von Memo Vagaggini, von denen einige zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden. Neben den Gemälden sind Fotografien, persönliche Gegenstände und Publikationen zu sehen, die den künstlerischen Werdegang des Malers nachzeichnen und es ermöglichen, seine kreative Entwicklung sowie den kulturellen Kontext, in dem sich sein künstlerisches Schaffen entfaltete, nachzuvollziehen. Das Ausstellungsprojekt soll die Besucher auf eine Entdeckungsreise zu einem Künstler begleiten, der in der Tradition der Post-Macchiaioli-Malerei ausgebildet wurde und später zur Entwicklung des Magischen Realismus beitrug – einer Strömung, die einen wichtigen Teil der italienischen Kunst in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen prägte.
Der Ausstellungsparcours hebt das besondere Gleichgewicht zwischen der Beobachtung der Realität und einer schwebenden Dimension hervor, das die Poetik Vagagginis auszeichnet. Die ausgestellten Werke zeugen von einer Malerei, in der sich die Darstellung des Realen mit stillen und befremdlichen Stimmungen verflechtet, die alltägliche Szenen und Figuren in stimmungsvolle Bilder verwandeln. Gerade dieser ständige Dialog zwischen Realität und Traum, auf den auch der Titel der Ausstellung anspielt, bildet den roten Faden der gesamten Ausstellung.
Anhand der Gemälde und des Dokumentationsmaterials bietet die Ausstellung zudem einen tieferen Einblick in die Person des Künstlers und zeichnet sowohl seinen menschlichen als auch seinen kreativen Werdegang nach. Die Fotografien und Objekte tragen dazu bei, Vagagginis Profil innerhalb der kulturellen Landschaft seiner Zeit nachzuzeichnen, während die Publikationen es ermöglichen, sein Schaffen im Rahmen der italienischen Malerei des 20. Jahrhunderts einzuordnen.
Die Initiative wird vom Kulturverein Bibbona LAB unter der Schirmherrschaft und mit Unterstützung der Region Toskana und der Gemeinde Bibbona organisiert. Die Kuratierung der Ausstellung liegt in den Händen von Ambra Margheri und Marco Vendali, in Zusammenarbeit mit Alfio Bigiotti und Serena Galigani.
Begleitend zum Ausstellungsparcours wurde zudem ein von Eliana Princi herausgegebener und bei Polistampa veröffentlichter Katalog erstellt, der als Quelle zur Vertiefung des Wissens über den Künstler und die in der Ausstellung präsentierten Werke konzipiert ist.
Die Ausstellung wurde am Donnerstag, dem 9. Juli, um 16.30 Uhr eröffnet und ist bis zum 25. Oktober 2026 in den Räumlichkeiten des Palazzo del Comune Vecchio in Bibbona zu sehen. In den Monaten Juli und August ist die Ausstellung täglich von 18 bis 23 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
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| In Bibbona lässt eine Ausstellung Memo Vagaggini, eine herausragende Persönlichkeit des frühen 20. Jahrhunderts, wieder ins Rampenlicht treten |
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