In Locarno beleuchtet eine Ausstellung anhand zeitgenössischer Kunst die Mechanismen des Sehens


Vom 6. August 2026 bis zum 10. Januar 2027 zeigt das Museo Casa Rusca in Locarno (Kanton Tessin) die Ausstellung „L’Occhio Dinamico“. „Traiettorie della Percezione“ ist ein von Marco Franciolli kuratiertes Projekt, das anhand von über fünfzig Jahren künstlerischer Experimente die Beziehung zwischen Blick, Raum und Wissen analysiert.

In Locarno beleuchtet eine Ausstellung die Mechanismen des Sehens anhand zeitgenössischer Kunst. Vom 6. August 2026 bis zum 10. Januar 2027 beherbergt das Museo Casa Rusca die Ausstellung „L’Occhio Dinamico. Traiettorie della Percezione“, kuratiert von Marco Franciolli und gefördert von der Galerie Allegra Ravizza. Das Projekt untersucht die Beziehung zwischen Sehen, Raum und Erkenntnis anhand von über einem halben Jahrhundert künstlerischer Experimente,von der Op-Art biszur Programmierten Kunst, von fotografischen Forschungen bis hin zu zeitgenössischen generativen Praktiken, einschließlich der Experimente im Zusammenhang mit der Anamorphose.

Johann Heinrich Glaser, Anamorphose, Frau mit Gaukler (um 1650; Öl auf Holz, 39 x 40 cm; Basel, Historisches Museum Basel) © Historisches Museum Basel. Foto: Natascha Jansen
Johann Heinrich Glaser, Anamorphose, Frau mit Gaukler (um 1650; Öl auf Holz, 39 x 40 cm; Basel, Historisches Museum Basel) © Historisches Museum Basel. Foto: Natascha Jansen

Der Ausstellungsparcours analysiert die aktive Rolle des Blicks bei der Konstruktion der Realität und hinterfragt dabei die Vorstellung einer unmittelbaren und objektiven Wahrnehmung. Die Werke beziehen den Besucher durch optische Vorrichtungen, Lichtvariationen, perspektivische Verschiebungen und instabile räumliche Konfigurationen mit ein und verwandeln die Wahrnehmung in einen dynamischen Prozess, in dem Beobachtung und sinnliche Erfahrung zur Bedeutungsbildung beitragen.

Die interaktive Dimension der Ausstellung führt eine spielerisch-experimentelle Komponente ein, die als Instrument der Erkundung und Wahrnehmungsprüfung konzipiert ist und eine ständige Neuausrichtung des Blicks erfordert. Anhand künstlerischer Praktiken, die die Wahrnehmung in den Mittelpunkt der Forschung gestellt haben, reflektiert das Projekt über die Beziehungen zwischen Körper, Geist und Raum und bringt Kunst, Wissenschaft und Philosophie in einen Dialog. In der Ausstellung werden auch einige Werke aus der Sammlung der Galleria Allegra Ravizza zu sehen sein.

Franco Grignani, „Studie der Spannungen“ (1965; Öl auf Leinwand, 98 x 98 cm; Archiv Manuela Grignani) © Archiv Manuela Grignani. Foto: Bruno Bani
Franco Grignani, Studio di tensioni (1965; Öl auf Leinwand, 98 x 98 cm; Archiv Manuela Grignani) © Archiv Manuela Grignani. Foto: Bruno Bani

In Locarno beleuchtet eine Ausstellung anhand zeitgenössischer Kunst die Mechanismen des Sehens
In Locarno beleuchtet eine Ausstellung anhand zeitgenössischer Kunst die Mechanismen des Sehens



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