Vom 19. September bis zum 19. Oktober 2026 beherbergt das Castello di Frinco im Monferrato bei Asti (Asti) die Ausstellung „RADICI. Genealogia di un mostro“, die vom Trentiner Künstler Bruno Fantelli konzipiert und kuratiert wurde. Das Projekt vereint über hundert sehr unterschiedliche Künstler, die dazu aufgerufen sind, eine persönliche Genealogie aus Begegnungen, Einflüssen, Freundschaften, Lehrern, Kooperationen und Prägungen zu erstellen, die Fantellis Werdegang und seine künstlerische Suche geprägt haben.
Die Ausstellung entsteht aus der Frage, inwieweit das, was man wird, auch den Menschen gehört, denen man auf seinem Weg begegnet ist. Zu den beteiligten Künstlern zählen Freunde und Weggefährten, aber auch Lehrer sowie Menschen, die Rat, eine Gelegenheit oder Ermutigung geben konnten. Einige Werke sind sehr gut bekannt, andere stammen aus Begegnungen, die nur eine kurze Zeit dauerten, wieder andere wurden aus der Ferne beobachtet. Es wird daher keine Hierarchie festgelegt: Ein Bild, ein Gespräch, eine Ausstellung, eine Kritik, eine Zusammenarbeit oder eine Geste des Vertrauens können Spuren hinterlassen.
Auch die Beziehung zu Frinco ist Teil dieser Geschichte. Fantelli absolvierte seine Ausbildung an der Akademie der Schönen Künste in Venedig und lebte jahrelang in der Lagunenstadt. Im Jahr 2025 kam er für einen Künstleraufenthalt ins Castello di Frinco, wo er eine so enge Bindung zu diesem Ort und dem Dorf entwickelte, dass er beschloss, dorthin zu ziehen und ein Haus zu kaufen. Ein Jahr später kehrte er mit „RADICI“ in dasselbe Schloss zurück, um über seine eigene Geschichte und die Menschen nachzudenken, die dazu beigetragen haben, sie zu gestalten.
„Genealogie eines Monsters“ geht von der Idee aus, dass ein Künstler sich niemals aus sich selbst heraus bildet, sondern ein zusammengesetzter und widersprüchlicher Organismus ist, der aus Einflüssen, Zusammenstößen, Anleihen, Ablehnungen, Begeisterungen und Einflüssen besteht. Das Monster ist somit ein Wesen ohne reine Form, das sich aus unterschiedlichen und manchmal unvereinbaren Teilen zusammensetzt, die sich verwandeln und neue Formen hervorbringen können. „RADICI“ versteht sich schließlich als Dank an all jene, die Fantelli unterrichtet, unterstützt, widersprochen oder begleitet haben, sowie an diejenigen, die – auch unbewusst – Spuren auf seinem Weg hinterlassen haben. Kein vollständiger Stammbaum, sondern eine vorläufige Momentaufnahme von Wurzeln, die weiterwachsen.
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| RADICI: Über hundert Künstler im Schloss von Frinco (Asti) zur Genealogie von Bruno Fantelli |
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