Biennale von Venedig, Pussy Riot protestiert vor dem russischen Pavillon gegen Putin


Während der Voreröffnung der Kunstbiennale 2026 protestierte Pussy Riot vor dem russischen Pavillon, der inmitten einer Kontroverse wiedereröffnet wurde. Die Aktion war Teil des angespannten Klimas nach dem Rücktritt der Jury und den Protesten gegen die Teilnahme von Russland und Israel.

Am Tag der Voreröffnung der Kunstbiennale 2026 in Venedig stand der russische Pavillon im Mittelpunkt eines vom Kollektiv Pussy Riot organisierten Protests, das eine Demonstration gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin veranstaltete. Wie die Zeitschrift Vanity Fair berichtet, fand die Aktion in einem Kontext statt, der bereits von starken politischen und institutionellen Spannungen geprägt war, in einer Demonstration, die auch die Sicherheitsmaßnahmen der Polizei betraf, die mit einem verstärkten Kontrollgerät am Eingang des Pavillons präsent war.

Dem Vernehmen nach entwickelte sich die Aktion in einer für das russische Kollektiv typischen Weise: Schreie, provokative Auftritte, Einsatz von Rauchbomben und Zeigen der ukrainischen Flagge. Einige Mitglieder der Gruppe traten in einer simulierten Musikperformance auf, mit Gitarren und lauten Interventionen, die dazu beitrugen, eine Atmosphäre mit starker visueller und akustischer Wirkung zu schaffen. Während des Protests wurden Slogans gegen Putin skandiert, darunter auch Verweise auf ein “freies Russland”, und es wurde auch versucht, sich dem Eingang des Pavillons gewaltsam zu nähern.

Wie die Zeitung berichtet, war der russische Pavillon vor kurzem inmitten von Protesten und Kontroversen wiedereröffnet worden. Die Entscheidung, die russische Präsenz auf der Veranstaltung beizubehalten, löste eine Debatte aus, die sich auch auf die Teilnahme Israels erstreckte, die beide im Zusammenhang mit ihrem jeweiligen Kriegskontext und den anhaltenden internationalen Spannungen kritisiert wurden. Das Management der Teilnahme der beiden Länder hat dazu beigetragen, ein Klima wachsender Reibung rund um die Veranstaltung 2026 zu schaffen.

Das Pussy Riot-Kollektiv. Foto: Instagram / @pussyriot - Max Avdeev
Das Pussy-Riot-Kollektiv. Foto: Instagram / @pussyriot - Max Avdeev

Die Situation wurde durch die Entscheidungen der internationalen Jury noch komplizierter. Am 22. April wurde bekannt gegeben, dass Pavillons aus Ländern, gegen deren Staatsoberhäupter Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs vorliegen, bei der Preisverleihung nicht berücksichtigt werden, womit implizit Wladimir Putin und Benjamin Netanjahu gemeint waren. Dieser Standpunkt wirkte sich unmittelbar auf das interne Gleichgewicht der Veranstaltung aus. So traten am 30. April die fünf Mitglieder der internationalen Jury geschlossen zurück. Die Jurymitglieder, allesamt Frauen, legten ihre Ämter nieder und lösten damit eine institutionelle Krise aus, wie sie in der Geschichte der Biennale noch nie vorgekommen ist.

Als Reaktion auf die Situation bekräftigte die Biennale ihre Linie bezüglich der Teilnahme der betroffenen Länder, indem sie den Grundsatz der Inklusion und die Rolle der Kunst als Raum der Konfrontation auch in Zeiten geopolitischer Konflikte bekräftigte. Auf jeden Fall hat diese Entscheidung zu einer Änderung des Preisvergabesystems geführt: Während der Eröffnungstage werden keine Preise mehr von einer traditionellen Jury vergeben. Stattdessen wurde eine neue Form der Anerkennung eingeführt, die auf einer öffentlichen Abstimmung beruht. Die beiden neuen Preise, die so genannten Besucherlöwen, werden direkt von den Besuchern vergeben und im November überreicht.

Der Protest von Pussy Riot war Teil dieses bereits komplexen Bildes und überschnitt sich mit diplomatischen und organisatorischen Spannungen. Wie Vanity Fair berichtet, wurde während der Aktion durch den Lärm der Auftritte und die Rauchbomben auch die elektronische Musik im Inneren des Pavillons übertönt, was zu einer vorübergehenden Unterbrechung der geplanten Aktivitäten in diesem Bereich führte. Der Vorfall verdeutlichte die zentrale Bedeutung geopolitischer Fragen für die Biennale 2026, die in einem von Rücktritten, Protesten und einer Neudefinition des Vergabesystems geprägten Umfeld eröffnet wurde.

Biennale von Venedig, Pussy Riot protestiert vor dem russischen Pavillon gegen Putin
Biennale von Venedig, Pussy Riot protestiert vor dem russischen Pavillon gegen Putin



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