Am 28. September 2026 wird das Augsburger Rathaus, eines der Wahrzeichen der bayerischen Stadt, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Nach über zweijähriger Schließung aufgrund umfangreicher Restaurierungsarbeiten wird es dann wieder möglich sein, auch den berühmten Goldenen Saal zu besichtigen, der zu den spektakulärsten historischen Räumen Deutschlands zählt.
Das zwischen 1615 und 1620 nach einem Entwurf des Stadtarchitekten Elias Holl erbaute Rathaus gilt als eines der bedeutendsten Beispiele für die weltliche Architektur der deutschen Renaissance. Seine Errichtung fällt mit einer besonders blühenden Phase für Augsburg zusammen, das damals eine freie Reichsstadt und eines der bedeutendsten Handels-, Kunst- und Wissenschaftszentren Mitteleuropas war. In diesem Zusammenhang trug Elias Holl entscheidend dazu bei, das Renaissance-Gesicht der Stadt zu prägen. Während seiner Reisen durch Venetien hatte der Architekt die großen venezianischen Herzogspaläste und die Architektur von Andrea Palladio mit Interesse betrachtet. Diese Einflüsse flossen in sein Schaffen in Augsburg ein, wo sie in einer Form neu interpretiert wurden, die der Stadt eine erneuerte architektonische Identität verlieh.
Die größte Aufmerksamkeit der Besucher zieht der 1624 fertiggestellte Goldene Saal auf sich, der für den außergewöhnlichen Reichtum seiner Verzierungen berühmt ist. Der Name leitet sich von den vergoldeten Holzelementen ab, die die Decke und die Portale prägen: Für ihre Herstellung wurden insgesamt 2,6 Kilogramm Blattgold verwendet. Der Saal gilt als einer der monumentalsten Prunksäle Deutschlands und vermittelt noch heute einen Eindruck vom Reichtum und der Macht, die Augusta in der Kaiserzeit erlangte. Hier fanden nämlich die Reichstage statt, wichtige Versammlungen, die dazu beitrugen, die Stadt zu einem zentralen Ort des politischen Lebens des Heiligen Römischen Reiches zu machen. Auch die malerischen Verzierungen der Decke zeugen vom politischen und kulturellen Ideal jener Zeit. Eine Reihe allegorischer Darstellungen würdigt die Weisheit, die als unverzichtbare Eigenschaft für diejenigen galt, die zur Ausübung von Macht berufen waren.
Mit der Wiedereröffnung werden zudem die Statuen der römischen Kaiser wieder zu sehen sein. Unter diesen sticht die berühmte Bronzestatue des Vespasian hervor, die nach den Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten in den Räumen wieder bewundert werden kann.
Die Architektur des Rathauses spiegelt auch den Stolz von Augsburg auf seine politische und wirtschaftliche Rolle wider. An der Fassade prangt nämlich der kaiserliche Adler, während sich auf der Spitze des Gebäudes der charakteristische Kupferzapfen befindet, der zu einem der Symbole der Stadt geworden ist.
Das Rathaus ist seit August 2024 geschlossen, als eine umfassende Restaurierung in Angriff genommen wurde. Die Arbeiten waren notwendig, um das Gebäude sowohl an die grundlegenden Brandschutznormen anzupassen als auch gesundheitsschädliche Materialien zu beseitigen. Die jüngste Geschichte des Gebäudes ist zudem von den Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs geprägt. Die Bombardierungen von 1944 führten zu erheblichen Zerstörungen, und vom alten Rathaus blieben lediglich die Außenmauern übrig. Der Wiederaufbau erfolgte schrittweise zwischen den 1950er und 1980er Jahren. Wie in jener Zeit häufig üblich, wurden dabei jedoch auch Materialien verwendet, die sich später als ungeeignet und nicht konform mit den aktuellen Sicherheitsstandards erwiesen. Die Maßnahmen betrafen verschiedene Elemente des Gebäudes: vom Parkettboden über die bei der Verlegung verwendeten Klebstoffe bis hin zu den Verkleidungen von Decken und Säulen sowie all jene Materialien, die nicht den Sicherheitsvorschriften entsprachen.
Nun, nach den langwierigen Arbeiten, bereitet sich das Augsburger Rathaus darauf vor, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu sein. Die Wiedereröffnung am 28. September 2026 wird es somit ermöglichen, eines der repräsentativsten Denkmäler der Stadt wiederzuentdecken.
![]() |
| Das Rathaus von Augusta wird nach der Restaurierung wiedereröffnet, und der Goldene Saal erstrahlt erneut in neuem Glanz |
Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.