Katalonien erwirbt Meisterwerke von Juan de Zurbarán und Mengs für seine Sammlungen


Zwei Meisterwerke nehmen ihren Platz in den öffentlichen Sammlungen Kataloniens ein: das „Bodegón del molinillo de chocolate“ von Juan de Zurbarán und ein Selbstporträt von Anton Raphael Mengs, die im Rahmen einer Sachleistung erworben wurden – ein Verfahren, das es ermöglicht, eine Steuerschuld durch die Übertragung von Vermögenswerten zu tilgen.

Zwei bedeutende Neuerwerbungen für das Museu Nacional d’Art de Catalunya in Barcelona: Das katalanische Kulturministerium hat nämlich zwei besonders wertvolle Gemälde für seine Sammlungen erworben: das „Bodegón del molinillo de chocolate“ ( „Stillleben mit Schokoladenmühle“) von Juan de Zurbarán (Llerena, 1620 – Sevilla, 1649) im Jahr 1640, sowie ein Selbstporträt von Anton Raphael Mengs (Aussig, 1728 – Rom, 1779), das um 1775 entstand. Die beiden Werke werden im Rahmen einer Schenkungszahlung (ein Verfahren, das es ermöglicht, eine Schuld oder eine Steuerverbindlichkeit durch die Übergabe von Vermögenswerten zu tilgen) in Höhe von 1,6 Millionen Euro in die öffentlichen Sammlungen aufgenommen und bereichern die katalanischen Bestände um zwei bedeutende Werke.

Der Erwerb kommt vor allem für das Gemälde von Juan de Zurbarán einer besonderen Bedeutung zu, das ursprünglich zur Sammlung von Francesc Cambó gehörte, einer der großen historischen Sammlungen des katalanischen Kunstsammlerwesens. Das Stillleben mit der Schokoladenmühle war nämlich von Cambó seinem Anwalt Josep Bertran i Musitu als Dank für dessen Dienste geschenkt worden. Das Werk stammt somit aus dem Bestand der Familie Bertran, einer bedeutenden katalanischen Privatsammlung, die sich auf spanische Kunst und den europäischen Barock spezialisiert hat und über mehrere Generationen hinweg aufgebaut wurde.

Die Rückkehr des Gemäldes in den Bereich der öffentlichen Sammlungen ermöglicht es somit, ein Werk für das katalanische Kulturerbe zurückzugewinnen, das Teil eines grundlegenden Kerns der Sammlergeschichte der Region gewesen war. Das „Bodegón del molinillo de chocolate“ wird zudem in die Gruppe der Werke aus der Cambó-Sammlung integriert, die bereits im Museu Nacional d’Art de Catalunya aufbewahrt werden, wodurch die Präsenz dieser historischen Sammlung im Museum gestärkt wird.

Die beiden Werke wurden vom Museu Nacional d’Art de Catalunya ausgewählt und untersucht, das ihre Aufnahme in die katalanischen Sammlungen aufgrund ihrer Qualität, ihrer Einzigartigkeit und ihrer Fähigkeit, die öffentlichen katalanischen Sammlungen zu bereichern, vorgeschlagen hat. Auch die vom Museum erstellten technischen Gutachten sowie die des „Servicio de Museos y Protección de Bienes Muebles“ der „Dirección General del Patrimonio Cultural“ haben das außergewöhnliche Interesse der beiden Gemälde für das kulturelle Erbe Kataloniens hervorgehoben.

Anton Raphael Mengs, Selbstporträt (um 1775)
Anton Raphael Mengs, Selbstporträt (um 1775)
Juan de Zurbarán, Stillleben mit Schokoladenmühle (1640)
Juan de Zurbarán, Stillleben mit Schokoladenmühle (1640)

Das Stillleben mit der Schokoladenmühle von Juan de Zurbarán ist eines der beiden Hauptelemente dieses Neuerwerbs. Das 1640 entstandene Gemälde zeichnet sich durch die Qualität der Malerei und die besondere ikonografische Wahl der Schokoladenmühle aus, eines Gegenstands, der in Darstellungen dieser Art selten vorkommt. Das Vorhandensein dieses Gebrauchsgegenstands verleiht dem Werk eine Bedeutung, die über die rein künstlerische Dimension hinausgeht, und liefert Einblicke in die Gewohnheiten, die Alltagsgegenstände und die materielle Kultur der spanischen Gesellschaft des 17. Jahrhunderts. Das Gemälde reiht sich in das Schaffen von Juan de Zurbarán ein, einer bedeutenden Persönlichkeit des sevillanischen Stilllebens des 17. Jahrhunderts. Das bekannte Werkverzeichnis des Künstlers ist jedoch sehr überschaubar, was das Vorhandensein eines seiner Werke in öffentlichen Sammlungen besonders bedeutsam macht. Nach Angaben des katalanischen Kulturministeriums stellt die Aufnahme des „Bodegón del molinillo de chocolate“ einen qualitativen Sprung in der Präsenz von Zurbarán in den nationalen Sammlungen dar.

Das Gemälde bietet zudem die Gelegenheit, die besondere Beziehung zu betrachten, die im spanischen Barock zwischen Malerei und materieller Kultur entstand. Das Stillleben konnte sich durch die Darstellung von Gegenständen und Lebensmitteln zu einer äußerst präzisen Aufzeichnung der Alltagsrealität wandeln. Im Falle des Werks von Juan de Zurbarán nimmt die Schokoladenmühle gerade aufgrund ihrer Seltenheit eine besondere Rolle ein und ermöglicht es, die malerische Qualität des Werks mit der Geschichte der dargestellten Gegenstände und Bräuche in Verbindung zu bringen.

Das zweite erworbene Gemälde istdas Selbstporträt von Anton Raphael Mengs, das um 1775 entstanden ist. Auch hier handelt es sich um ein Werk von hoher Qualität, das von einem Künstler stammt, der im europäischen Kunstgeschehen des 18. Jahrhunderts eine zentrale Rolle spielte. Mengs gilt als einer der wichtigsten Vertreter des europäischen Neoklassizismus und spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der akademischen Kunst des 18. Jahrhunderts. Sein Einfluss reichte in der Tat weit über sein eigenes malerisches Schaffen hinaus. Mengs spielte eine wichtige Rolle bei der Festlegung der Prinzipien der akademischen Kunst des 18. Jahrhunderts und war auch im Bereich der Porträtmalerei und insbesondere des Selbstporträts von besonderer Bedeutung. Das nun von der Nationalen Sammlung erworbene Werk ist ein bedeutendes Beispiel für dieses Schaffen.

Das Selbstporträt ist zudem seit seiner Entstehung nahezu lückenlos dokumentiert. Die lückenlose Dokumentation des Werks trug zur Verbreitung des Bildes von Mengs durch Biografien und Studien bei, die sich über mehr als ein Jahrhundert hinweg aneinanderreihten. Das Gemälde ist daher auch aus der Perspektive der Rezeptionsgeschichte des Künstlers und der Konstruktion seines öffentlichen Bildes von besonderem Interesse.

In jüngerer Zeit war das Werk Teil einer bedeutenden Ausstellung, die Anton Raphael Mengs gewidmet war. Zwischen November 2025 und März 2026 wurdedas Selbstporträt im Rahmen der dem Künstler gewidmeten monografischen Ausstellung im Museo Nacional del Prado in Madrid präsentiert. Die Präsenz des Gemäldes in dieser Ausstellung hat seine Bedeutung innerhalb des Schaffens von Mengs und der europäischen Kunstgeschichte des 18. Jahrhunderts weiter unterstrichen.

Die Aufnahme der beiden Gemälde in die katalanischen Sammlungen stärkt somit die Präsenz zweier bedeutender Künstler, die unterschiedlichen Epochen der europäischen Kunstgeschichte angehören. Juan de Zurbarán ist mit einem Stillleben aus dem Jahr 1640 vertreten, das der Tradition des sevillanischen Barocks angehört, während Anton Raphael Mengs mit einem Selbstporträt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in die Nationalsammlung aufgenommen wird, das Ausdruck jener künstlerischen Kultur ist, die zur Entstehung des Neoklassizismus beigetragen haben sollte. Die beiden Werke stellen nach Angaben des Kulturdepartements eine Erwerbung von höchster Bedeutung für die Bestände des Museu Nacional d’Art de Catalunya im Bereich der Renaissance und des Barock dar. Ihre Aufnahme ermöglicht es, die Präsenz zweier bedeutender Persönlichkeiten der europäischen Kunstgeschichte zu stärken und gleichzeitig die Vielfalt der in den katalanischen öffentlichen Sammlungen verfügbaren Werke zu erweitern.

Katalonien erwirbt Meisterwerke von Juan de Zurbarán und Mengs für seine Sammlungen
Katalonien erwirbt Meisterwerke von Juan de Zurbarán und Mengs für seine Sammlungen



Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.