Ein seltenes Exemplar einer Goldmünze aus Syrakus aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. wurde in der Nekropole von Maddalusa in Agrigent, im Rahmen einer von der Denkmalschutzbehörde angeordneten Notgrabung zur Bergung eines aus Ziegeln erbauten Kapuzinergrabes aus griechischer Zeit, das sich in der Düne westlich der Mündung des Flusses Akrágas befindet. Der Fund reiht sich in die zahlreichen archäologischen Funde ein, die seit dem 19. Jahrhundert in diesem Gebiet zutage gefördert wurden, und trägt dazu bei, das Wissen über die weitläufige Nekropole der antiken Stadt zu erweitern.
„Dieser Fund“, so der Beigeordnete für Kulturgüter und sizilianische Identität, Francesco Paolo Scarpinato, „belegt die Bedeutung der archäologischen Forschung in der Region und den Wert der Schutzmaßnahmen und bestätigt, dass das archäologische Erbe weiterhin neue Erkenntnisse über die komplexe Geschichte von Akrágas liefert, einer der reichsten und berühmtesten griechischen Städte Siziliens und des antiken Mittelmeerraums“.
Die Grabstätte wurde bereits in den ersten Jahrzehnten der Existenz von Akrágas, im ersten Viertel des 6. Jahrhunderts v. Chr., genutzt. Die im Laufe der Zeit durchgeführten Ausgrabungen und Funde haben es ermöglicht, eine Ausdehnung von mehr als drei Kilometern entlang des Küstenstreifens sowie im zentralen und westlichen Teil des Hügels von Maddalusa zu rekonstruieren. Von dieser Stätte stammen Sarkophage aus Marmor und Kalksandstein, Kastengräber aus Dachziegeln und Steinplatten sowie Bestattungen in Gefäßen, sowohl Feuerbestattungen als auch Erdbestattungen von Kindern. Ein Teil dieser Fundstücke wird heute im Regionalen Archäologischen Museum „Pietro Griffo“ in Agrigent aufbewahrt und ausgestellt. Die Nekropole blieb bis zum Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. in Gebrauch; aus dieser Zeit stammt auch die soeben geborgene Münze.
Das Exemplar, das sich in einem außergewöhnlich guten Erhaltungszustand befindet, zeigt auf der Vorderseite den nach links gewandten Kopf des Herakles, dessen Haupt mit der Leontè, dem Fell des Löwen von Nemea, bedeckt ist. Auf der Rückseite ist ein viergeteiltes, vertieftes Quadrat mit einem kleinen Frauenkopf in der Mitte und der Inschrift „Syra“ zu sehen, die sich auf Syrakus bezieht. Der Fund gilt aufgrund seiner Seltenheit und des historischen Kontexts, auf den er verweist, als besonders interessant: Es gehört nämlich zu den Goldmünzen, die von Syrakus geprägt wurden, um die Kriegsanstrengungen während der karthagischen Invasion Siziliens Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. zu finanzieren – Ereignisse, die 406 v. Chr. in der Eroberung und Zerstörung von Akragas durch die Karthager gipfelten.
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| In Agrigent wurde in der Nekropole von Maddalusa eine seltene Goldmünze aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. gefunden. |
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