Vor der Küste von Mazara del Vallo auf Sizilien wurde ein Schiffswrack aus der Römerzeit entdeckt. Der Fund erfolgte etwa drei Meilen vor der Küste in einer Tiefe von 46 Metern und könnte aus einem Zeitraum zwischen dem 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. stammen. Auf dem Meeresgrund wurden die Überreste der Ladung des Schiffes identifiziert, bestehend aus Hunderten von Amphoren, überwiegend vom Typ Dressel 1A, einer der wichtigsten Behälterarten, die in der Römerzeit für den Transport von Produkten und Waren verwendet wurden. Neben den Amphoren wurden auch zwei Ankerblöcke aus Blei sowie eine weitere Konstruktion aus demselben Material entdeckt.
Das Wrack wurde im Rahmen einer gemeinsamen Aktion entdeckt, an der die Einheit der Carabinieri zum Schutz des Kulturerbes (TPC) aus Palermo, die Meeresaufsichtsbehörde der Region Sizilien und die Tauchereinheit der Carabinieri aus Messina beteiligt waren. Unterstützt wurden die Maßnahmen zudem durch das Patrouillenboot der Carabinieri von Trapani. Der Einsatz wurde aufgrund einer Meldung einiger Bürger eingeleitet, die es den Spezialisten ermöglichte, das Vorhandensein der Fundstücke auf dem Meeresgrund zu überprüfen.
Die unter Wasser liegende archäologische Stätte wird nun von der Meeresaufsichtsbehörde weiteren Dokumentations-, Untersuchungs- und Erkundungsmaßnahmen unterzogen. Die kommenden Untersuchungen werden entscheidend sein, um die Art des Wracks genauer zu bestimmen, den archäologischen Kontext zu rekonstruieren und die Eigenschaften der vom Schiff transportierten Ladung zu verstehen.
„Es handelt sich um einen der bedeutendsten archäologischen Unterwasserfunde der letzten Jahre“, erklärte Kulturminister Alessandro Giuli. „Ich gratuliere der Carabinieri mit ihren Spezialeinheiten sowie der Meeresaufsichtsbehörde der Region Sizilien zu der Kompetenz und dem Engagement, die dieses Ergebnis ermöglicht haben. Das Meer schenkt uns immer wieder wertvolle Fragmente unserer Geschichte, und das Schiffswrack von Mazara del Vallo erzählt uns von den Menschen, den Routen und dem Handel, die das Mittelmeer zu einem Kreuzungspunkt der Zivilisationen machten. Die Forschung wird fortgesetzt, um seine Geschichte zu entschlüsseln und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“
Parallel dazu werden die notwendigen Maßnahmen zum Schutz und zur Sicherung der Fundstelle ergriffen, mit dem Ziel, die Fundstücke zu bewahren und die angemessene Aufwertung dieses neuen Zeugnisses der Präsenz und des Seehandels der Römerzeit in den Gewässern Westsiziliens zu gewährleisten. Die Entdeckung des Schiffswracks von Mazara del Vallo fügt somit ein neues Puzzleteil zum Wissen über die sizilianische Unterwasserarchäologie und die Handelsrouten hinzu, die im römischen Zeitalter das Mittelmeer durchquerten.
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| Mazara del Vallo: In 46 Metern Tiefe wurde ein Schiffswrack aus der Römerzeit mit Hunderten von Amphoren entdeckt |
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