In der Gemeinde Monteleone Sabino in der Provinz Rieti wurde ein bedeutendes Aquädukt aus vorrömischer Zeit erforscht und dokumentiert. Die Untersuchung wurde unter der wissenschaftlichen Leitung der Aufsichtsbehörde für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft für den Großraum Rom und die Provinz Rieti durchgeführt, die diese Nachricht veröffentlichte, sowie von der Speleo-Archäologischen Gruppe „Vespertilio“ in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung.
Die Wasserleitung, die heute auf einer Länge von etwa hundert Metern besichtigt werden kann, weist einen spitzbogigen Querschnitt auf und ist vollständig in Konglomeratschichten ausgehoben, die sich mit mergel- und lehmhaltigen Schichten aus dem Pliozän und Pleistozän abwechseln. Die Bauweise lässt auf eine komplexe Aushubtechnik schließen, die auf der vorherigen Eröffnung von Querstollen in regelmäßigen Abständen beruhte, gefolgt vom parallelen Aushub entlang des Verlaufs des Hügelgrats, an dem sich der Eingang des Bauwerks befindet.
Der Fund liefert neue Erkenntnisse für die Rekonstruktion des Siedlungssystems der Sabina in der Zeit vor der Romanisierung. Die Infrastruktur lässt sich nämlich auf ein Gebiet zurückführen, das durch eine frühe und planmäßige Besiedlung gekennzeichnet war, mit einem Netz kleiner Siedlungen, den „vici“, die an eine strategische Verkehrsachse zwischen den inneren Apenninengebieten und der Sabina am Tiber angeschlossen waren.
Die Wasserkanalisation diente vermutlich in erster Linie landwirtschaftlichen Zwecken, darunter Entwässerung, Steigerung der Bodenproduktivität und Wasserregulierung. Die Errichtung eines Bauwerks dieser Komplexität setzt laut den aus der Forschung abgeleiteten Interpretationen eine organisierte zentrale Machtstruktur sowie die Verfügbarkeit wirtschaftlicher Ressourcen und technischer Kompetenzen voraus. Die festen und strukturierten Siedlungen werden dem Pagus (ländlicher Verwaltungsbezirk) der Mutuesci zugeordnet.
Die Forschung in diesem Gebiet wird mit einer Methodik fortgesetzt, dieden archäologischen Ansatz mit dem speleologischen verbindet und es ermöglicht, die noch erhaltenen Zeugnisse dieser Formen der territorialen Organisation, die oft aus der vorrömischen Zeit stammen, zu identifizieren und zu interpretieren. Die vorläufigen Ergebnisse wurden bereits im Rahmen des fünfzehnten Studientreffens „Lazio e Sabina“ im Jahr 2026 vorgestellt, das am Sitz der Denkmalschutzbehörde stattfand.
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| Monteleone Sabino (Rieti): Ein in den Fels gehauener Aquädukt aus vorrömischer Zeit wurde entdeckt |
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