Arzignano (Vicenza): In der Galerie Atipografia sind Werke von Mats Bergquist und Angela Glajcar zu sehen


Vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027 präsentiert die Galerie Atipografia in Arzignano (Vicenza) „Minuetto“, eine Ausstellung, die die künstlerischen Arbeiten der beiden Künstler durch Material, Licht, Raum und Stille in einen Dialog bringt.

Vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027 präsentiert die Galerie Atipografia in Arzignano in der Provinz Vicenza die Ausstellung „Minuetto“, die die Werke von Mats Bergquist und Angela Glajcar in einem Dialog vereint, der auf Rhythmus, Maß und der schöpferischen Kraft der Leere basiert.

Die Ausstellung ist die erste von Angela Glajcar in den Räumlichkeiten von Atipografia, nachdem die Künstlerin kürzlich in den Kreis der von der Galerie vertretenen Künstler aufgenommen wurde. Obwohl Bergquist und Glajcar mit unterschiedlichen Ausdrucksformen und Materialien arbeiten, verbindet sie eine gemeinsame künstlerische Suche, bei der sich das Werk durch seine Beziehung zu seiner Umgebung definiert. Die Leere wird in ihrer künstlerischen Praxis als Element verstanden, das in der Lage ist, Abstände, Verbindungen und Spannungen zu schaffen und so zur Konstruktion des Raums und zur Wahrnehmung des Blicks beizutragen.

Der Titel der Ausstellung verweist auf das Menuett, eine Musikform und einen Tanz, die auf einer geregelten Abfolge von Schritten beruhen. Ein Prinzip, das in den Werken der beiden Künstler seine Entsprechung findet, wo der Rhythmus aus dem Wechsel zwischen Fülle und Leere, Materie und Licht, Präsenz und Schwebezustand entsteht.

Mats Bergquist, Ayasma und Daruma (2015; Papier, Pigment, Bleistift und Holz, Raku-Keramik, 125 × 93 cm und 30 × 20 cm)
Mats Bergquist, Ayasma und Daruma (2015; Papier, Pigment, Bleistift und Holz, Raku-Keramik, 125 x 93 cm und 30 x 20 cm)
Angela Glajcar, 051 Terforation (2009; 300 g Papier, zerrissen, Unterbau aus Metall und Kunststoff, 140 × 100 × 300 cm)
Angela Glajcar, 051 Terforation (2009; 300 g Papier, zerrissen, Träger aus Metall und Kunststoff, 140 × 100 × 300 cm)

Mats Bergquists künstlerische Arbeit konzentriert sich auf monochrome Oberflächen, die durch einen langsamen Prozess der Schichtung und Subtraktion entstehen. Gips wird aufgetragen und anschließend wieder entfernt, während die mehrfach wiederholte Enkaustik-Technik Werke hervorbringt, in denen die Zeit der gestischen Handlung im Material verewigt bleibt. Die Komposition bezieht auch die Hängung mit ein: Der Abstand zwischen den Werken, die Zwischenräume und die frei gelassenen Wandabschnitte werden zu einem integralen Bestandteil der visuellen Konstruktion. In „Sentiero“ (2015/2016) führt die Abfolge der Elemente zudem eine physische und zeitliche Dimension ein und verwandelt den Weg des Betrachters durch den Raum in ein Maß des Sehens.

Angela Glajcar arbeitet hingegen mit Papier, das sie zerrissen, übereinandergelegt und neu zusammengesetzt hat. Ihre „Terforations“ sind Skulpturen, in denen die Leichtigkeit des Materials mit einer deutlichen plastischen Präsenz einhergeht. Die nach strengen Sequenzen angeordneten Blätter erzeugen Hohlräume, Öffnungen und Tiefen, die vom Licht durchdrungen werden. Die regelmäßige Struktur trifft auf die Unvorhersehbarkeit des Risses und schafft so ein Gleichgewicht zwischen modularer Ordnung und organischer Komponente, das sich je nach Betrachtungswinkel verändert.

In den Werken von Bergquist und Glajcar ist die Stille eine der Form innewohnende Eigenschaft: Im ersten Fall kommt sie durch das Maß der Abstände und die Konzentration der Oberfläche zum Ausdruck; im zweiten durch die Öffnungen im Material und den Durchgang des Lichts. „Minuetto“ entfaltet sich somit als ein Wechselspiel, das auf Intervallen, Entsprechungen und Pausen basiert, wobei der Rhythmus der Ausstellung im Übergang von einem Werk zum anderen und von einem Material zum anderen Gestalt annimmt.

Arzignano (Vicenza): In der Galerie Atipografia sind Werke von Mats Bergquist und Angela Glajcar zu sehen
Arzignano (Vicenza): In der Galerie Atipografia sind Werke von Mats Bergquist und Angela Glajcar zu sehen



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