Vom 2. Oktober 2026 bis zum 14. Februar 2027 findet im Königspalast von Venaria die Ausstellung „Atelier dei Moderni. Matisse, Braque, Picasso, Bacon“ statt . Meister des 20. Jahrhunderts aus dem Musée des Beaux-Arts in Lyon – eine große Ausstellung, kuratiert von Sylvie Ramond und realisiert vom Konsortium der Königlichen Residenzen der Savoyer in Zusammenarbeit mit dem Musée des Beaux-Arts in Lyon, einer der renommiertesten französischen Museen.
Nach dem Erfolg des Fernand-Léger-Projekts wird das Programm „La Reggia di Venaria im Dialog mit Frankreich“ fortgesetzt, eine Initiative zur internationalen Zusammenarbeit, die vom Konsortium der Königlichen Residenzen der Savoyer gefördert wird, um die Beziehungen zu einigen der bedeutendsten französischen Kulturinstitutionen zu festigen. Das Programm, das im September 2025 in der französischen Botschaft vorgestellt wurde und im Rahmen eines Projekts zur Kulturdiplomatie zwischen Italien und Frankreich ins Leben gerufen wurde, hat zum Ziel, die Rolle des Königspalasts von Venaria als Zentrum des kulturellen Schaffens und als Ort des internationalen Austauschs zu stärken.
Im Rahmen dieses Vorhabens entsteht „Atelier dei Moderni“, eine Ausstellung, die unter Mitwirkung von Manifesto Expo und MondoMostre realisiert wird und in den Kunstsälen des Königspalasts etwa sechzig Werke einiger der bedeutendsten Vertreter der Kunst des 20. Jahrhunderts präsentiert, darunter Henri Matisse, Pablo Picasso, Georges Braque, Fernand Léger, Raoul Dufy, Max Ernst, Jean Dubuffet, Sonia und Robert Delaunay, Pierre Soulages, Nicolas de Staël, Simon Hantaï und Francis Bacon.
Der Ausstellungsparcours möchte eine nicht-lineare Lesart der Moderne bieten und dabei die Beziehungen, Einflüsse und Gemeinsamkeiten hervorheben, die verschiedene Bewegungen und Künstler miteinander verbunden haben. Fünfzehn Abschnitte, in denen sich monografische Vertiefungen und thematische Rundgänge abwechseln, die einigen der grundlegenden Fragen der modernen und zeitgenössischen Kunst gewidmet sind.
Die Ausstellung beginntmit dem Erbe großer Meister wie Edgar Degas, Paul Cézanne und Henri de Toulouse-Lautrec und führt bis hin zu den Werken von Künstlern wie Suzanne Valadon, Émile Othon Friesz und Pablo Picasso. Viel Raum wird zudem der Farbforschung gewidmet, anhand der Werke von Pierre Bonnard, Édouard Vuillard, Robert und Sonia Delaunay sowie Alexej von Jawlensky, während ein weiterer Abschnitt die fortschreitende Fragmentierung und Transformation des Objekts in der Malerei von Georges Braque analysiert. Es folgt die Rückkehr zur figurativen Kunst der 1920er und 1930er Jahre, die Erforschungdes Unbewussten durch Max Ernst, Wifredo Lam und Victor Brauner sowie das Werk der großen Meister der Nachkriegszeit, darunter Fernand Léger, Pablo Picasso und Henri Matisse.
Die Ausstellung befasst sich anschließend mit der Nicht-Figuration, der informellen Kunst, dem Verhältnis zwischen Materialien und Geste, der Beziehung zwischen Schwarz und Licht in den Werken von Pierre Soulages und Anna-Eva Bergman bis hin zum Dialog zwischen Figur und Animalität in der Malerei von Francis Bacon. Den Abschluss des Ausstellungsparcours bildet eine neue Betrachtung des Werks von Matisse im Vergleich mit Künstlern wie Simon Hantaï und Shirley Jaffe.
Das Konzept des Ateliers bildet den roten Faden der gesamten Ausstellung. Einige der präsentierten Werke, darunter jene von Braque, Raoul Dufy und Léonard-Tsuguharu Foujita, sollen direkt an das Atelier des Künstlers erinnern, das als privilegierter Ort des Schaffens, des Experimentierens und der Forschung verstanden wird. Das Atelier ist jedoch nicht nur der physische Raum, in dem ein Werk entsteht: Im Rahmen der Ausstellung wird es auch zu einem Ort der Begegnung, des Austauschs und der Auseinandersetzung zwischen Künstlern, an dem sich Ideen und Ausdrucksformen gegenseitig beeinflussen. Die entlang des Ausstellungsparcours verteilten Fotografien der Künstlerateliers tragen dazu bei, diese intime und kreative Dimension zu vermitteln. Eine zentrale Rolle kommt dabei gerade Henri Matisse zu, der das Atelier zu einem der wiederkehrenden Themen seines künstlerischen Schaffens gemacht hat. Ein bedeutender Teil von Matisses Schaffen widmet sich nämlich der Darstellung des Ateliers und der Modelle, bis hin zu den Werken, die er mit seinem letzten Modell, Katia à la chemise jaune, schuf – sie wurde als Symbolbild der Ausstellung ausgewählt.
Das Thema des Ateliers setzt sich auch in den pädagogischen Aktivitäten für Mädchen, Jungen und Jugendliche fort. In den Ausstellungsräumen wird ein pädagogischer Bereich eingerichtet, der als echtes Kreativlabor konzipiert ist. Hier können junge Besucher Techniken und Arbeitsweisen ausprobieren, die von den in der Ausstellung vertretenen Künstlern inspiriert sind, und so den Besuch zu einem partizipativen Erlebnis machen, das auf Schöpfung, Entdeckung und Experimentieren basiert.
Dank der Zusammenarbeit mit dem Musée des Beaux-Arts in Lyon bietet die Ausstellung dem italienischen Publikum die Gelegenheit, eine Auswahl von Werken kennenzulernen, die nur selten als Leihgabe zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt bestätigt zudem die internationale Ausrichtung der Reggia di Venaria. Die Zusammenarbeit zwischen Italien und Frankreich mündet somit in ein Projekt, das auf wissenschaftlicher Forschung, dem Austausch zwischen Kulturerben und dem Teilen neuer Perspektiven auf die moderne Kunst basiert.
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| Aus Lyon kommen sechzig Werke der großen Künstler des 20. Jahrhunderts für eine große Ausstellung im Königspalast von Venaria |
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