Anlässlich des 200. Geburtstags von Arnold Böcklin widmet das Kunstmuseum Basel dem berühmten Schweizer Künstler vom 4. September 2027 bis zum 23. Januar 2028 eine große Ausstellung. Die von Eva Reifert kuratierte Ausstellung präsentiert rund 150 Werke und bietet einen umfassenden Überblick über das Schaffen eines der bedeutendsten und originellsten Vertreterder Schweizer Kunst des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung ist vor allem deshalb ein Ereignis von außerordentlicher Bedeutung, weil zu diesem Anlass erstmals alle vier noch erhaltenen Versionen der „Insel der Toten“ zusammengeführt werden, die heute in Basel, Berlin, Leipzig und New York aufbewahrt werden.
Es handelt sich um ein außergewöhnliches und kaum wiederholbares Ereignis: Drei der Gemälde werden nämlich ausschließlich für diese Ausstellung ihre jeweiligen Sammlungen verlassen. Selbst Arnold Böcklin hatte nie die Gelegenheit, alle vier Werke gemeinsam zu sehen. Der Künstler schuf zwischen 1880 und 1886 insgesamt fünf Versionen des berühmten Motivs, doch eine davon, die vierte, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.
Die erste Version des Werks befindet sich heute im Kunstmuseum Basel, das die bedeutendste Sammlung von Böcklin-Werken besitzt. Die Möglichkeit, alle vier Versionender „Insel der Toten“ gleichzeitig zu betrachten, ermöglicht einen Vergleich ihrer Merkmale und hebt sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen hervor. Der Vergleich ermöglicht es zudem, die Entstehungsgeschichte des Bildes und den Kontext, in dem eines der berühmtesten Motive des europäischen Symbolismus entstand, näher zu beleuchten.
Arnold Böcklin, geboren am 19. Oktober 1827 in Basel und gestorben 1901 in Fiesole, war Maler, Bildhauer und Erfinder und zeichnete sich durch ein Werk aus, das von einer starken visionären Komponente geprägt war. Seine Gemälde zeichnen sich durch intensive Farben, mythologische Wesen, rätselhafte und beunruhigende Landschaften sowie stimmungsvolle Porträts aus. Seine Kunst bewegt sich ständig zwischen Realität und Fantasie, weshalb der Künstler zu einer Leitfigur der symbolistischen Kultur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde.
Die Ausstellung wurde vom Kunstmuseum Basel konzipiert und in Zusammenarbeit mitder Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin realisiert. Nach Abschluss der Ausstellung in der Schweiz werden die vier Werke den Atlantik überqueren, um im Rahmen einer weiteren Präsentation in den Vereinigten Staaten, im Metropolitan Museum of Art in New York, im Mittelpunkt zu stehen. Die Ausstellung im Kunstmuseum Basel verspricht somit eine einmalige Gelegenheit, Arnold Böcklin und sein künstlerisches Universum neu zu entdecken, vor allem aber einen noch nie dagewesenen Vergleich der vier erhaltenen Versionen eines der rätselhaftesten und eindrucksvollsten Gemälde der Kunstgeschichte zu erleben.
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| In Basel sind erstmals alle vier erhaltenen Versionen von Arnold Böcklins „Insel der Toten“ versammelt |
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