Vom 3. Oktober 2026 bis zum 6. Januar 2027 findet im Labirinto della Masone in Fontanellato (Parma) die Ausstellung „VISIONI. „Milo Manara im Labyrinth“ ist eine von der Fondazione Franco Maria Ricci geförderte und in Zusammenarbeit mit COMICON realisierte Ausstellung, die einen noch nie dagewesenen Rundgang durch das Werk eines der bedeutendsten Autoren des zeitgenössischen Comics bietet und dabei ein Thema in den Mittelpunkt stellt, das sich durch einen Großteil seines Schaffens zieht: das Labyrinth, verstanden als Ort der Fantasie, des Mythos und der inneren Suche. Anhand einer bedeutenden Auswahl an Originalzeichnungen, Illustrationen, Vorentwürfen und Materialien aus dem Archiv des Künstlers, aus Privatsammlungen und von internationalen Leihgebern zeichnet die Ausstellung die über fünfzigjährige Karriere von Milo Manara nach und hebt dabei den ständigen Dialog seines Werks mit der Literatur, dem Kino und der großen westlichen Kunsttradition hervorhebt.
Der Ausstellungsparcours entsteht aus der Begegnung zwischen der Vorstellungswelt von Manara und der von Franco Maria Ricci, dem Schöpfer des „Labirinto della Masone“, die beide tief vom Denken Jorge Luis Borges’ geprägt sind. Für den argentinischen Schriftsteller war das Labyrinth ein Symbol für die Unendlichkeit, für Wissen und für die unendlichen Möglichkeiten der Erzählung; Franco Maria Ricci hat ihm eine architektonische Form gegeben, während Manara es in einen erzählerischen Raum verwandelt, in dem sich Realität, Erinnerung und Fantasie miteinander verflechten. Aus diesem Dialog entsteht eine Ausstellung, die den Besucher einlädt, einem ideellen roten Faden durch Werke aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers zu folgen und dabei Gemeinsamkeiten, Bezüge und Anspielungen hervorzuheben.
Die Ausstellung gliedert sich in drei thematische Abschnitte, die jeweils einer unterschiedlichen Interpretation des Labyrinths gewidmet sind.
Der erste Abschnitt, das Labyrinth als Form des Unterbewusstseins und der Vorstellungskraft, untersucht das Thema des inneren Weges und der Konstruktion der Erzählung anhand von Tafeln aus „Fone“ – einer expliziten Hommage an Borges’ „Bibliothek von Babel“ – sowie aus Giuseppe Bergmans „Viaggio a Tulum“ und „Fuga da Piranesi“. In diesen Werken löst sich die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit auf, während das Labyrinth zur Metapher für die Suche nach Identität, Erinnerung und der Erzählung selbst wird.
Der zweite Abschnitt, „Das Labyrinth als Ort des Mythos“, präsentiert eine Auswahl der Bühnenbildentwürfe, die Manara für die Oper „Così fan tutte“ angefertigt hat. Mythologische Figuren, Gottheiten und Anspielungen auf Ovids „Metamorphosen“ begleiten den Besucher in ein Universum, in dem Begierde, Verwandlung und Täuschung im Minotaurus ihr repräsentativstes Symbol finden.
Der letzte Teil der Ausstellung, „Die innere Reise“, ist den Zeichnungen gewidmet, die für „Der Name der Rose“ entstanden sind, einer Comic-Adaption des berühmten Romans von Umberto Eco. Das Werk stellt eine der bedeutendsten Berührungspunkte zwischen Manara, Borges und Franco Maria Ricci dar: Das von Eco erdachte Labyrinth der mittelalterlichen Bibliothek steht nämlich im Dialog mit den geometrischen Formen des Labyrinths der Masone und schafft so ein dichtes Geflecht aus literarischen, künstlerischen und visuellen Bezügen.
Anlässlich dieser Ausstellung hat Milo Manara zudem eine bisher unveröffentlichte Originalzeichnung geschaffen , die dem „Labirinto della Masone“ gewidmet ist. Das Werk ist eine exklusive Hommage an den Ausstellungsort und vertieft den Dialog zwischen dem Künstler und dem von Franco Maria Ricci geschaffenen Kulturuniversum. Begleitend zur Ausstellung erscheint zudem der offizielle Katalog VISIONI, herausgegeben von Franco Maria Ricci Editore, mit Texten von Pietro Mercogliano und Claudio Curcio.
![]() |
| Milo Manara stellt im „Labirinto della Masone“ aus, um die verschiedenen Interpretationen des Labyrinths zu beleuchten |
Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.