Nach vierzig Jahren kehrt die historische Ausstellung zu FENDI und Karl Lagerfeld in die GNAMC in Rom zurück


Die Nationale Galerie für moderne und zeitgenössische Kunst in Rom zeigt erneut eine historische Ausstellung aus dem Jahr 1985 und würdigt damit die langjährige kreative Zusammenarbeit zwischen FENDI und Karl Lagerfeld anhand eines Rundgangs, der den Entstehungs- und Umsetzungsprozess der Mode nachzeichnet.

Vom 10. Juli bis zum 25. Oktober 2026 zeigt die Nationale Galerie für moderne und zeitgenössische Kunst in Rom die Ausstellung „After. Un percorso di lavoro. FENDI / Karl Lagerfeld 1985“ – eine Neuinterpretation der berühmten Ausstellung, die am 5. Oktober 1985 in den Räumlichkeiten des Museums eröffnet wurde. Die Ausstellung würdigt die ersten zwanzig Jahre der Zusammenarbeit zwischen FENDI und Karl Lagerfeld, eine kreative Verbindung, die bis zum Tod des Modeschöpfers im Jahr 2019 andauerte. Die von FENDI anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Modehauses initiierte Ausstellung wurde von Maria Grazia Chiuri konzipiert und von Maria Luisa Frisa kuratiert. Die Eröffnung fand am 9. Juli statt, zeitgleich mit der Fendi-Couture-Modenschau, die in den den Werken des 20. Jahrhunderts gewidmeten Sälen der GNAMC organisiert wurde.

Die aktuelle Ausstellung möchte das Ausstellungskonzept von 1985 so originalgetreu wie möglich nachzeichnen, findet jedoch in anderen Räumen desselben Museums statt. Der Rundgang ist so konzipiert, dass er die verschiedenen Phasen der Entstehung eines Haute-Couture-Modells nachzeichnet, von der ersten Idee über den Entwurf bis hin zur endgültigen Umsetzung.

Die Erzählung entfaltet sich durch die Bereiche „Tavolette“, „Caleidoscopio“, „Matrici Progettuali“, „Teatro“, „Pettine“, „Video“, „Schizzi“ und „Computer“ und folgt dabei dem ursprünglichen Konzept, das Karl Lagerfeld vor etwa vierzig Jahren entworfen hat. Die Neuauflage dieser Ausstellung bietet zudem eine wichtige Gelegenheit, die Geschichte der Mode und ihre Beziehung zur musealen Sprache neu zu beleuchten. Das kuratorische Konzept zielt darauf ab, die Originalobjekte und -zeichnungen durch eine zeitgenössische Neuinterpretation zur Geltung zu bringen, wobei, soweit möglich, die historischen Ausstellungsstrukturen wiederhergestellt werden und Reproduktionen aus dem Archivbestand nur zum Ersatz nicht mehr verfügbarer Elemente herangezogen werden.

Den Abschluss des Ausstellungsrundgangs bildet eine Auswahl aus der umfangreichen Presseschau von 1985 – ein Zeugnis, das es ermöglicht, die Entwicklung der Modemuseologie in Italien sowie die Art und Weise zu beobachten, wie sich der Dialog zwischen Kunst und Mode im Laufe der letzten Jahrzehnte gewandelt hat.

„Diese Ausstellung ist ein Meilenstein in der Geschichte unseres Landes und der Nationalgalerie für moderne und zeitgenössische Kunst, die als Pionierin bei der Präsentation von Mode eine multidisziplinäre kuratorische Vision vorweggenommen hat, die heute durch die Einbeziehung des Designs in das Museum noch verstärkt wird“, erklärt die Direktorin Renata Cristina Mazzantini. „Die zeitgenössische Kreativität, die oft auf der Kultur des Entwerfens basiert, neigt dazu, die Grenzen zwischen den Disziplinen zu verwischen und lebt von gegenseitigen Einflüssen. Diese Ausstellung zelebriert die Tradition des ‚Schönen und Gutgemachten‘, die gemeinsam Objekte von außergewöhnlicher Qualität hervorbringt.“

Nach vierzig Jahren kehrt die historische Ausstellung zu FENDI und Karl Lagerfeld in die GNAMC in Rom zurück
Nach vierzig Jahren kehrt die historische Ausstellung zu FENDI und Karl Lagerfeld in die GNAMC in Rom zurück



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