Tomás Saraceno im Haus der Kunst in München: Eine Ausstellung beleuchtet die zentralen Stränge seines Schaffens


Bis zum 7. Februar 2027 zeigt das Haus der Kunst in München eine Ausstellung, die die wichtigsten Themen der Arbeit von Tomás Saraceno beleuchtet. Von „Aerocene“ über „Arachnophilia“ bis hin zum „Santuario dell’Acqua“ setzt sich das Projekt mit den Beziehungen zwischen Umwelt, Gemeinschaft und Energiewende auseinander.

Bis zum 7. Februar 2027 präsentiert das Haus der Kunst in München in Zusammenarbeit mit Tomás Saraceno „Futuri ancestrali“, ein umfangreiches Ausstellungsprojekt, das einige der grundlegenden Richtungen in Tomás Saracenos künstlerischer Arbeit nachzeichnet. Die Ausstellung wird von Sarah Johanna Theurer und Andrea Lissoni kuratiert und regt zum Nachdenken über die Verbindungen zwischen Kunst, Ökologie, Gesellschaft und Zukunft an. Die Ausstellung stellt einen bedeutenden Meilenstein im Schaffen des Künstlers dar, da sie durch zwei zentrale Stränge seiner Forschung – „Aerocene“ und „Arachnophilia“ – einen neuen Blickwinkel auf seine künstlerische Praxis eröffnet. Ergänzt wird dies durch ein neues, bedeutendes permanentes Land-Art-Werk: „El Santuario del Agua“ (Das Heiligtum des Wassers).

Der Ausstellungsparcours vereint zwei Bereiche, die seit Jahren Saracenos Forschung prägen und unterschiedliche Formen der Beziehung zwischen Menschen, Umwelt und anderen Lebensformen untersuchen. „Aerocene“ reflektiert über die Möglichkeit, sich eine Zukunft vorzustellen, die frei von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist, und erforscht Formen der Mobilität und des Wohnens, die auf der Energie der Luft und auf Naturkräften basieren. „Arachnophilia“ hingegen lässt sich von der Welt der Spinnen und ihren raffinierten Bauwerken inspirieren und macht diese zum Ausgangspunkt, um die Beziehungen zwischen den Arten und die Möglichkeit, neue Formen des Zusammenlebens zu schaffen, zu hinterfragen. Die im Haus der Kunst präsentierten Werke laden das Publikum somit dazu ein, die gewohnte Wahrnehmung von Raum zu hinterfragen und die komplexen Wechselwirkungen zwischen Lebewesen, Ökosystemen und sozialen Systemen zu betrachten.

Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit. Ancestral Futures. Ausstellungsgestaltung im Haus der Kunst München, 2026 Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026
Tomás Saraceno in Zusammenarbeit. Ancestral Futures. Porträt von Tomás Saraceno bei der Ausstellungsgestaltung im Haus der Kunst München, 2026. Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026
Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit. Ancestral Futures. Ausstellungsgestaltung im Haus der Kunst München, 2026 Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026
Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit anderen. Ancestral Futures. Ausstellungsaufbau im Haus der Kunst München, 2026. Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026
Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit. Ancestral Futures. Ausstellungsgestaltung im Haus der Kunst München, 2026 Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026
Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit anderen. Ancestral Futures. Ausstellungsinszenierungen im Haus der Kunst München, 2026. Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026
Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit. Ancestral Futures. Ausstellungsgestaltung im Haus der Kunst München, 2026 Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026
Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit anderen. Ancestral Futures. Ausstellungsgestaltung im Haus der Kunst München, 2026 Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026
Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit. Ancestral Futures. Ausstellungsgestaltung im Haus der Kunst München, 2026 Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026
Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit anderen. Ancestral Futures. Ausstellungsgestaltung im Haus der Kunst München, 2026 Foto: Agostino Osio © Haus der Kunst München, 2026

Einer der wichtigsten Kernpunkte der Ausstellung ist „El Santuario del Agua“, ein neues, dauerhaftes Land-Art-Werk, das Saraceno in enger Zusammenarbeit mit den indigenen Gemeinschaften von Red Atacama und Las Salinas Grandes im Norden Argentiniens geschaffen hat. Das Projekt entstand aus der Notwendigkeit heraus, die angestammten Gebiete der Region zu schützen, und befasst sich mit dem Thema Wasser als grundlegende Ressource, natürliches Element und Gemeingut. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinschaften spielt daher eine zentrale Rolle bei der Realisierung des Werks und im Forschungsprozess des Künstlers. Mit diesem Projekt setzt sich Saraceno direkt mit aktuellen ökologischen und sozialen Fragen auseinander und unterstreicht dabei den Zusammenhang zwischen dem Schutz des Territoriums, den Rechten der indigenen Gemeinschaften und der Zukunft der Ökosysteme.

Tomás Saraceno, El Santuario del Agua Salinas Grandes, 2026. Entworfen vom Künstler Tomás Saraceno gemeinsam mit den 11 indigenen Gemeinschaften des Netzwerks „Red Atacama“, Salinas Grandes, Nordargentinien. Mit großzügiger Unterstützung des Haus der Kunst München, der Aerocene Foundation, des Studio Tomás Saraceno und vieler weiterer Partner. Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers, von Red Atacama und The Aerocene Foundation sowie der Kunstgalerien neugerriemschneider, Berlin, Tanya Bonakdar, Los Angeles, Pinksummer, Genua, Andersen’s, Kopenhagen und Ruth Benzacar, Buenos Aires. © Foto: Studio Tomás Saraceno
Tomás Saraceno, El Santuario del Agua Salinas Grandes, 2026. Entworfen vom Künstler Tomás Saraceno gemeinsam mit den 11 indigenen Gemeinschaften des Netzwerks Red Atacama, Salinas Grandes, Nordargentinien. Mit großzügiger Unterstützung des Haus der Kunst München, der Aerocene Foundation, des Studio Tomás Saraceno und vieler anderer. Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers, von Red Atacama und The Aerocene Foundation sowie der Kunstgalerien neugerriemschneider, Berlin, Tanya Bonakdar, Los Angeles, Pinksummer, Genua, Andersen’s, Kopenhagen und Ruth Benzacar, Buenos Aires. © Foto: Studio Tomás Saraceno
Tomás Saraceno, „El Santuario del Agua Salinas Grandes“, 2026. © Foto: Studio Tomás Saraceno
Tomás Saraceno, El Santuario del Agua Salinas Grandes, 2026. © Foto: Studio Tomás Saraceno

Das Ausstellungsprojekt erstreckt sich über das gesamte Gebäude des Hauses der Kunst und bezieht die Museumsräume durch eine Reihe von Skulpturen, Installationen und immersiven Räumen mit ein. Zu den Werken gehören luftbetriebene Skulpturen, gemeinsame Lebensräume für verschiedene Arten sowie räumliche Umgebungen, die die Wahrnehmung der Museumsräume radikal verändern. Das Publikum wird somit nicht nur dazu eingeladen, die Werke zu betrachten, sondern sich auch mit neuen Arten des Erlebens und der Interpretation des Raums auseinanderzusetzen.

„Das Haus der Kunst arbeitet mit zeitgenössischen Künstlern zusammen, um neue Wege in der Kunstgeschichte zu beschreiten und die Art und Weise, wie Ausstellungen heute erlebt werden, neu zu überdenken. Mit Saraceno wird das Gebäude zu einem Ort, an dem man sich mit ökologischen und sozialen Fragen auseinandersetzen kann, die über die Ausstellung selbst hinausgehen. Im Haus der Kunst ist alles Programm – ein lebendiges Netzwerk aus Ausstellungen, Performances, Konzerten und Begegnungen, die sich gegenseitig verstärken und ein gemeinsames Erlebnis von Kunst und Ökologie gestalten“, erklärte der künstlerische Leiter Andrea Lissoni.

Tomás Saraceno im Haus der Kunst in München: Eine Ausstellung beleuchtet die zentralen Stränge seines Schaffens
Tomás Saraceno im Haus der Kunst in München: Eine Ausstellung beleuchtet die zentralen Stränge seines Schaffens



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