Der berühmte deutsche Maler Georg Baselitz, einer der einflussreichsten Protagonisten derzeitgenössischen europäischen Kunst, ist heute im Alter von 88 Jahren verstorben.
Geboren 1938 in Deutschbaselitz, damals Ostdeutschland, unter dem Namen Hans-Georg Kern, zog er 1956 nach Ost-Berlin, wo er sein Studium an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst begann. Zwischen 1957 und 1962 setzte er seine Ausbildung an der Hochschule der Bildenden Künste in West-Berlin fort. In diesen Jahren nahm er den Nachnamen Baselitz an, inspiriert von seinem Herkunftsort.
Von Anfang an suchte der Künstler einen alternativen Weg sowohl zum Sozialistischen Realismus als auch zur Informellen Kunst und interessierte sich auch fürAnamorphosen und künstlerische Ausdrucksformen im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen. Seine erste Einzelausstellung in der Galerie Werner & Katz im Jahr 1963 löste einen großen Skandal aus: Einige Werke wurden wegen Obszönität beschlagnahmt. Zwei Jahre später hielt er sich für sechs Monate in der Villa Romana in Florenz auf und begann damit eine dauerhafte Beziehung zu Italien. 1966 zog er nach Osthofen und begann mit der Arbeit an Holzschnitten und einer Reihe von fragmentarischen Gemälden, die von der ländlichen Welt inspiriert waren. In dieser Zeit entstehen auch seine ersten Arbeiten mit auf dem Kopf stehenden Motiven, eine radikale Entscheidung, um die erzählerische und inhaltliche Dimension der Malerei zu überwinden.
1975 lässt er sich in Derneburg nieder und unternimmt seine ersten internationalen Reisen, nach New York und Brasilien zur Biennale von São Paulo. Im Jahr darauf widmet ihm die Staatsgalerie Moderner Kunst eine große Retrospektive. Gleichzeitig eröffnet er ein Atelier in Florenz, in dem er bis 1981 tätig ist, und schlägt eine akademische Laufbahn an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe ein, wo er Professor wird.
Als etablierter Künstler wurde er 1980 ausgewählt, Deutschland auf der Biennale von Venedig zu vertreten. In den 1980er und 1990er Jahren wurden seine Werke regelmäßig in den Galerien Michael Werner in Köln und New York ausgestellt. Nach einer Lehrtätigkeit in Karlsruhe wechselte er an die Hochschule der Künste in Berlin, wo er Anfang der 1990er Jahre mit einigen Unterbrechungen tätig war.
Im Laufe seiner Karriere erhielt er große internationale Anerkennung mit Einzel- und Retrospektivausstellungen in führenden Institutionen: vom Palazzo Vecchio in Florenz bis zur Nationalgalerie in Berlin, vom Kunsthaus Zürich bis zum Solomon R. Guggenheim Museum und weiter zum Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, dem Stedelijk Museum in Amsterdam und der Royal Academy of Arts in London. Die Pinakothek der Moderne präsentierte 2007 seine jüngsten Arbeiten, darunter die 2005 begonnene Serie Remix, in der der Künstler Motive und Themen, die er bereits zuvor aufgegriffen hatte, neu bearbeitete.
Baselitz hat zwischen München und Imperia gelebt und eine ständige Verbindung zu Italien aufrechterhalten. Derzeit, bis zum 13. September 2026, widmet ihm das Museo Novecento in Florenz die Ausstellung Baselitz. Avanti! gewidmet, ein Zeugnis der Relevanz und des Vermächtnisses eines der großen Meister der zeitgenössischen Kunst.
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| Abschied von Georg Baselitz, einem der großen Erneuerer der europäischen Malerei |
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