Der Nationale Verband der Kunsthistoriker – Nationaler Verband der Kunsthistoriker – AStArte (hier unser Interview mit Silvia Mazza, Präsidentin von AStArte) hat seine Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass das Berufsbild des technischen Kunsthistorikers in der neuen Berufsmatrize der Region Sizilien im Rahmen des Prozesses zur Überarbeitung und Aktualisierung des regionalen Berufsbildsystems fehlt.
Das Thema ist Teil der Anpassung des Berufsbildsystems der Region Sizilien, die zur Umsetzung der Bestimmungen des geltenden regionalen Tarifvertrags für das nicht-leitende Personal sowie im Rahmen des Prozesses zur Modernisierung und Aufwertung des Humankapitals der Verwaltung eingeleitet wurde. Die Neudefinition der Berufsbilder wird Gegenstand von Gesprächen zwischen dem Dezernat für den öffentlichen Dienst und den Gewerkschaften sein, die ursprünglich für den 1. Juli anberaumt waren und anschließend auf einen noch festzulegenden Termin verschoben wurden.
Wie AStArte feststellte, ist in den methodischen Hinweisen zum Berufsbildsystem im Rahmen des Regionaldepartements für Kulturgüter die Position des technischen Archäologen vorgesehen, während das Profil des technischen Kunsthistorikers nicht aufgeführt ist. Ein Umstand, der nach Ansicht des Verbandes zu einer Asymmetrie in der Kompetenzstruktur im Bereich des Schutzes des regionalen Kulturerbes führt.
Der Bereich des Kulturerbes wird als hochtechnischer und spezialisierter Bereich bezeichnet, der die Erhaltung und Aufwertung des historischen und künstlerischen Erbes Siziliens gewährleisten soll. In diesem Zusammenhang wird die Rolle des Kunsthistorikers durch spezifische Kompetenzen definiert, die in den regionalen und nationalen Rechtsvorschriften vorgesehen sind, wobei für die Region Sizilien das Regionalgesetz 80/77 sowie die im Ministerialdekret 244/2019 festgelegten beruflichen Anforderungen maßgeblich sind.
AStArte betont, dass das im neuen Organisationsschema nicht vorgesehene Berufsbild Tätigkeiten umfasst, die für die Verwaltung des historisch-künstlerischen Erbes als zentral angesehen werden. Dazu gehören die Identifizierung und Bewertung von beweglichen und unbeweglichen Kulturgütern von historisch-künstlerischem Interesse, die Planung von Schutz- und Restaurierungsmaßnahmen, die wissenschaftliche Leitung der Arbeiten sowie die Ausarbeitung der entsprechenden Projekte. Ebenfalls dazu gehören die allgemeine Überwachung, Zustandsberichte, Versicherungsbewertungen und Gutachten zum Wert von Kulturgütern.
Weitere Zuständigkeiten betreffen die Genehmigungsverfahren im Zusammenhang mit der Ausfuhr von Kulturgütern sowie die im Gesetz über Kulturgüter und Landschaft der Italienischen Republik vorgesehenen Tätigkeiten, insbesondere unter Bezugnahme auf das Gesetzesdekret 42/2004. Das Aufgabenprofil umfasst zudem die Überprüfung der Angemessenheit von Restaurierungsmaßnahmen, die Leitung von Bestandsaufnahmen und Katalogisierungsarbeiten sowie die historisch-kritische Einordnung der Kulturgüter.
Nach Angaben des Verbandes ist der Kunsthistoriker zudem an der Konzeption von Ausstellungen und Museen, an der Erstellung wissenschaftlicher Publikationen sowie an der Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligt. Dazu gehören ferner die Teilnahme an Tagungen sowie die Abwicklung von Prüfungen des kulturellen Interesses und von Auflagen für privates Kulturgut, wie in den Artikeln 12 und 13 des Gesetzesdekrets 42/2004 vorgesehen.
Das Fehlen dieses Berufsbildes in der neuen Berufsmatrize wird daher von AStArte als Schwachstelle im Schutzsystem interpretiert, da dadurch eine Figur ausgeschlossen würde, die als zentral für die Verwaltung des regionalen kunsthistorischen Erbes angesehen wird. Der Verband verweist zudem auf seine Rolle als Berufsvertretung auf nationaler Ebene gemäß dem Gesetz Nr. 4 vom 14. Januar 2013 über nicht organisierte Berufe. In der Pressemitteilung wird zudem daran erinnert, dass sich AStArte am 12. Juni dem ersten Generalstreik der Kulturszene angeschlossen hat und dabei ihre Position in einen Rahmen von Forderungen zur Anerkennung der beruflichen Qualifikationen in diesem Sektor eingebracht hat.
„Der Verband“, erklärt die Vorsitzende Silvia Mazza, „wurde am 28. April 2026 gegründet und am 22. Mai im Anschluss an die Tagung ‚Nasce l’Associazione Nazionale Storici dell’Arte (AStArte)‘ in Palermo in der Villa Zito, dem Sitz der Fondazione Sicilia, feierlich ins Leben gerufen . Specialisti a confronto“, unter der Schirmherrschaft des Dezernats für Kulturgüter und sizilianische Identität gegründet wurde, tritt gerade in Sizilien an der Seite der Kunsthistoriker des zuständigen Regionaldezernats auf, das für den Schutz, die Aufwertung und die Nutzung des immensen sizilianischen Kulturerbes zuständig ist – die laut dem im vergangenen Jahr von der THEA Group erstellten Bericht „Sistema Cultura Sicilia“ die führende Region Süditaliens hinsichtlich der Anzahl der Kulturinstitutionen ist. Die Amnesie, von der Kunsthistoriker offenbar selektiv betroffen sind, ist leider nichts Neues. Bereits im Antrag auf Ergänzung des Beschlusses des Regionalrats vom 29. Oktober 2020 „Matrice dei Profili Professionali e Dizionario delle competenze“ (Matrix der Berufsprofile und Kompetenzlexikon) war als einziges Profil das des Archäologen vorgesehen. Nicht berücksichtigt wurde hingegen das Profil des Kunsthistorikers, aber auch – wie in einem Schreiben von Confprofessioni an die Behörde für den öffentlichen Dienst vom vergangenen Dezember festgestellt – das der Archivare, Bibliothekare, Demografen und Anthropologen, physikalischen Anthropologen, Restauratoren von Kulturgütern und Restaurationsassistenten, sowie von Experten für Diagnostik und für angewandte Wissenschaften und Technologien im Bereich des Kulturguts – also jene Profile, die im Gesetz über Kulturgut und Landschaft, Art. 9bis, als kompetent für Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung, zur Aufwertung und zur Nutzung des Kulturerbes anerkannt sind. Ebenfalls im vergangenen Dezember fand das erste Auswahlverfahren seit 25 Jahren statt, bei dem zehn technische Archäologen für eine unbefristete Anstellung in der Abteilung für Kulturgüter eingestellt wurden. Kunsthistoriker waren wiederum nicht vertreten.“
![]() |
| Sizilien: AStArte kritisiert: Der Kunsthistoriker fehlt im neuen System der regionalen Berufe |
Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.