Das Stadtmuseum „Museo Civico delle Cappuccine“ in Bagnacavallo (Ravenna) öffnet nach den Sanierungsarbeiten an den technischen Anlagen des Kulturzentrums wieder seine Pforten für die Öffentlichkeit und eröffnet eine neue Ausstellungssaison, die der Fotografie und der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist. Das Herbstprogramm, das von der Gemeinde Bagnacavallo gefördert und vom Städtischen Museum „Cappuccine“ organisiert wird, bezieht auchdas ehemalige Kloster San Francesco mit ein und wird im September mit einer Vorabausstellung zum Thema Keramik im Rahmen von „Argillà Italia“ eröffnet.
Die Wiedereröffnung des Stadtmuseums fällt mit der Eröffnung der Ausstellung „In ponta d’pi. Officina romagnola“ zusammen, die am Donnerstag, dem 24. September, um 18 Uhr anlässlich des Festes des Heiligen Michael stattfindet. Die vom Direktor des Stadtmuseums, Davide Caroli, gemeinsam mit Silvia Loddo kuratierte Ausstellung bietet einen Einblick in die romagnolische Fotografieschule anhand von Guido Guidi (Cesena, 1941), der als einer der bedeutendsten italienischen Fotografen auf internationaler Ebene gilt.
Das Projekt vereint die Arbeiten verschiedener Autoren, die ihren eigenen Weg ausgehend von einem Blick auf die Region und der Fähigkeit, den Alltag zu beobachten, eingeschlagen haben. Die Kuratorin Silvia Loddo bezeichnet diesen Ansatz als „dialektal“ und versteht den Begriff dabei als Ausdruck einer Sprache, die Poesie und Fotografie nähren kann: ein diskreter Blick, der auf das Alltägliche und dessen evokative Möglichkeiten gerichtet ist.
Der Ausstellungsparcours umfasst Fotografien von Nicola Baldazzi, Veronica Lanconelli, Davide Baldrati, Cesare Ballardini, Michele Buda, Alessandra Dragoni, Cesare Fabbri, Marcello Galvani, Luca Gambi, Francesca Gardini, Gianluca Liverani, Francesco Neri, Luca Nostri, Francesco Raffaelli und Giovanni Zaffagnini.
„In ponta d’pi. Officina romagnola“ ist bis zum 10. Januar 2027 in den Räumlichkeiten des Museo Civico delle Cappuccine zu sehen. Die Ausstellung ist dienstags und mittwochs von 14:30 bis 18:00 Uhr, donnerstags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr sowie von Freitag bis Sonntag von 10 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr. Im Buchladen wird der von der Gemeinde Bagnacavallo herausgegebene Ausstellungskatalog erhältlich sein.
Parallel dazu findet vom 19. September bis zum 8. November 2026 im ehemaligen Kloster San Francesco die Einzelausstellung von Chiara Calore (Abano Terme, 1994) mit dem Titel „Non voltarti adesso“ statt, kuratiert von Milovan Farronato. Die Eröffnung ist für Samstag, den 19. September, um 18 Uhr vorgesehen.
Der Titel der Ausstellung ist die wörtliche Übersetzung von „Don’t Look Now“, einem Film von Nicolas Roeg, der in Venedig spielt, der Stadt, in der die Künstlerin ihre Ausbildung absolvierte. Der filmische Bezugspunkt wird jedoch zum Ausgangspunkt für eine Reflexion über Wahrnehmung und Erinnerung: Der Ausstellungsparcours lädt den Besucher dazu ein, sich mit Bildern auseinanderzusetzen, die durch Verweise, Variationen und Überlagerungen immer wieder neu aufzutauchen scheinen.
Die Ausstellung präsentiert das malerische Universum von Chiara Calore, das sich durch Bilder auszeichnet, die Spuren anderer Bilder bewahren, sowie durch eine Erzählung, die eher auf Assoziationen und Intuitionen als auf einer chronologischen Abfolge basiert. Der Ausstellungskatalog wurde als eigenständiges Verlagsprojekt konzipiert, das den Rhythmus und die Atmosphäre der Ausstellung wiedergeben soll und über die traditionelle Funktion einer bloßen Dokumentation hinausgeht.
Die Einzelausstellung ist freitags, samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 19 Uhr zu besichtigen. Als Auftakt zu den beiden Ausstellungen im September findet die Einzelausstellung „Cenere e stelle – Il miracolo terribile“ von Giovanni Ruggiero statt, die vom 29. August bis zum 4. Oktober 2026 in der Chiesa del Suffragio zu sehen sein wird. Die von Davide Caroli kuratierte und im Rahmen des Programms von „Argillà Italia“ stattfindende Ausstellung präsentiert Keramiken und Installationen des 1973 in Fontanarosa geborenen Künstlers, der 2011 den ersten Preis beim 57. Premio Faenza gewann. Internationaler Wettbewerb für zeitgenössische Keramikkunst.
Die speziell für die Chiesa del Suffragio geschaffenen Werke setzen sich mit Themen auseinander, die mit dem menschlichen Dasein, seinen Trieben und Sehnsüchten verbunden sind – Aspekte, die scheinbar schwer miteinander in Einklang zu bringen sind. Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt zu allen Ausstellungen ist frei. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Museo Civico delle Cappuccine in Bagnacavallo.
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| In Bagnacavallo (Ravenna) wird das Stadtmuseum „Museo Civico delle Cappuccine“ mit Guido Guidi und zeitgenössischer Fotografie wiedereröffnet |
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