Die Fondazione Brescia Musei hat ein Projekt entwickelt, das darauf abzielt, den künstlerischen Reichtum Brescias durch die Sprache der Fotografie zu interpretieren und zu erzählen . Aus diesem Konzept entstand dieortsspezifische Installation Grace / Grazia. Bruce Gilden for Raphael, die vom 27. März bis 12. Juli 2026 in der Pinacoteca Tosio Martinengo in Brescia zu sehen ist. Das Werk besteht aus einem fotografischen Diptychon, das die Stiftung bei dem New Yorker Fotografen Bruce Gilden anlässlich der Ausstellung A closer look in Auftrag gegeben hat, die vom 27. März bis zum 23. August im Museo di Santa Giulia zu sehen ist. Das Werk wird auch in die ständige Sammlung der Städtischen Museen von Brescia aufgenommen.
Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem Leihantrag für zwei Meisterwerke von Raffaello Sanzio, die in der Pinakothek aufbewahrt werden: derEngel und der Segnende Christus der Erlöser. Die beiden Werke werden in der Ausstellung Raffael: Erhabene Poesie im Metropolitan Museum of Art in New York (vom 29. März bis 28. Juni 2026) zu sehen sein. Aus diesem Anlass hat die Stiftung beschlossen, einen zeitgenössischen Auftrag zur Neuinterpretation des Erbes von Raffael zu vergeben und damit einen Weg fortzusetzen, der bereits 2023 mit David LaChapelle (inspiriert von Giacomo Ceruti) begonnen wurde.
In der Sammlung des Gründers Paolo Tosio (1775-1842) nahm Raffael eine zentrale Stellung ein, der als der ultimative Interpret der klassischen Ideale von Harmonie, Gleichgewicht und Anmut galt. Diese Werte finden ihren Ausdruck in den idealen und heiteren Figuren des Engels und des Christus Erlöser. Bruce Gilden wurde somit vor eine komplexe und zugleich anregende Herausforderung gestellt: die Tradition durch einen Zeitsprung zu konfrontieren und sie mit einer zeitgenössischen Bildsprache neu zu interpretieren. Die Arbeit des Fotografen ist der Versuch einer zeitgenössischen Neuinterpretation, die über das einfache ikonografische Zitat hinausgeht und das Heilige in eine zutiefst menschliche Präsenz verwandelt. Gilden wendet sich von den typischen Stilmerkmalen der Straßenfotografie ab und wählt eine stärker reflektierende und frontale Bildkonstruktion, die an das Zenitlicht der Werke Raffaels erinnert. Auf diese Weise verlieren die Figuren ihre dogmatische Dimension und erhalten eine neue Körperlichkeit und ein neues Bewusstsein. Durch diese “Nahaufnahme” verringert der Künstler die Distanz zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen der irdischen und der spirituellen Dimension und lädt das Publikum zu einer säkularen Form des Glaubens ein. Die Fotografie wird so nicht nur zu einem Mittel der Darstellung, sondern auch zu einem Instrument, das die tiefsten Sehnsüchte des Menschen offenbart.
Anmut / Grace. Bruce Gilden for Raphael wird von der Fotografie-Strategie 2025 unterstützt, die von der Generaldirektion für zeitgenössische Kreativität des Kulturministeriums gefördert wird.
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| In Brescia konfrontiert Bruce Gilden Raphael: das fotografische Diptychon wird in die ständige Sammlung aufgenommen |
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