Marco Tonelli gewinnt den Preis „Luciano Marziano“ der Stadt Tarquinia 2026


Der Kunstkritiker und Kunsthistoriker Marco Tonelli wurde mit dem „Premio Città di Tarquinia Luciano Marziano“ ausgezeichnet, einer alle vier Jahre verliehenen Auszeichnung für Kunstkritik. Die Ausgabe 2026 fällt mit dem zehnten Jahrestag des Todes von Luciano Marziano zusammen, einer zentralen Figur in der Erforschung der zeitgenössischen Keramik.

Marco Tonelli (Rom, 1971) ist der Gewinner der dritten Ausgabe des Preises „Luciano Marziano“ der Stadt Tarquinia, einer alle vier Jahre verliehenen Auszeichnung für Kunstkritik, die von der Società Tarquiniense d’Arte e Storia (STAS) ins Leben gerufen wurde, um an Luciano Marziano zu erinnern, einen der renommiertesten italienischen Wissenschaftler auf dem Gebiet der zeitgenössischen Keramikkunst. Die Ausgabe 2026 kommt einer besonderen Bedeutung zu, da sie mit dem zehnten Jahrestag des Todes des Historikers und Kunstkritikers zusammenfällt, der 2016 verstorben ist. Der Preis bekräftigt das Engagement der Stadt Tarquinia für die Förderung der Kultur und der zeitgenössischen Kunst.

Die Preisverleihung fand am Samstag, dem 4. Juli 2026, im Nationalen Archäologischen Museum von Tarquinia statt, einem symbolträchtigen Ort der Stadt und ihres historisch-archäologischen Erbes. Im Rahmen der Veranstaltung erläuterte die Jury den Weg, der zur Ermittlung des Gewinners der dritten Ausgabe geführt hatte, und hob den Wert der Auszeichnung als Instrument zur Förderung der kritischen Forschung und des Dialogs zwischen historischem Erbe und Gegenwart hervor. Die Fachjury bestand aus Lorenzo Fiorucci, Kunstkritiker und Kunsthistoriker sowie Gewinner der zweiten Ausgabe des Luciano-Marziano-Preises, Andrea Andreani, Stadtrat der Gemeinde Tarquinia, Daniela Muratti, Enkelin von Luciano Marziano, Nadia Carboni vom italienischen Verband der Keramikstädte (AiCC) sowie dem Künstler Tommaso Cascella.

Marco Tonelli
Marco Tonelli

Die Auszeichnung wurde an Marco Tonelli verliehen, wobei in der Begründung sein Beitrag zur Erforschung und Förderung der zeitgenössischen Kunst mit besonderem Augenmerk auf die Keramik als Ausdrucksform der Bildhauerei hervorgehoben wurde. Marco Tonelli tritt die Nachfolge von Lorenzo Fiorucci an, dem Gewinner der zweiten Ausgabe (2022), sowie von Flaminio Gualdoni, der bei der ersten Ausgabe (2018) den Sieg errungen hatte und somit einen Platz als Jurymitglied in der zweiten Ausgabe erhalten hatte.

Die Jury zeichnete Tonelli mit folgender Begründung aus: „Für die Autorität seines Werdegangs als Wissenschaftler, Kritiker und Kurator sowie für seinen Beitrag zum Verständnis und zur Förderung der zeitgenössischen Kunst, mit besonderem Augenmerk auf die Keramik als Ausdrucksform der Bildhauerei. In der Tradition von Luciano Marziano ist es Marco Tonelli gelungen, historische Forschung, kritische Strenge und Offenheit für Experimente zu verbinden, einen fruchtbaren Dialog zwischen theoretischer Reflexion und künstlerischer Praxis zu fördern und maßgeblich zur Verbreitung und Aufwertung der Ausdrucksformen der zeitgenössischen Skulptur beizutragen.“

Als Kunsthistoriker und Kunstkritiker lehrt Marco Tonelli Geschichte der zeitgenössischen Kunst an der Akademie der Schönen Künste in Venedig und ist wissenschaftlicher Kurator der Fondazione Progetti Beverly Pepper in Todi. Seit 2024 ist er Mitglied des Verwaltungsrats des Internationalen Keramikmuseums in Faenza, seit 2025 gehört er dem Wissenschaftlichen Beirat der Fondazione Fedrigoni Fabriano an. Im Laufe seiner Karriere hatte er zahlreiche verantwortungsvolle Positionen in italienischen Kulturinstitutionen inne. Dazu zählen Führungsaufgaben bei der Quadriennale in Rom und bei der Stadtverwaltung von Mantua. Zudem war er künstlerischer Leiter der Fondazione Museo Montelupo Fiorentino, wo er das Projekt „Materia Prima“ konzipierte, eine Ausstellungsreihe, die sich der Keramik und der Beziehung zwischen Kunstwerken und urbanem Raum widmet, und leitete den Palazzo Collicola in Spoleto.

Neben seiner kuratorischen Tätigkeit ist Tonelli Autor zahlreicher Monografien und Essays über moderne und zeitgenössische Künstler. Seine Forschungsarbeit zeichnete sich im Laufe der Jahre durch die Aufmerksamkeit für die Ausdrucksformen der Bildhauerei und durch seinen Beitrag zur Verbreitung zeitgenössischer Kunst aus – Aspekte, die die Jury als vollkommen im Einklang mit dem Geist des Luciano-Marziano-Preises stehend identifizierte.

Die Ausgabe 2026 erhält, wie bereits erwähnt, einen zusätzlichen symbolischen Wert, auch weil sich der zehnte Jahrestag des Todes von Luciano Marziano jährt, der 1929 geboren wurde und 2016 verstarb. Als Kunsthistoriker und Kunstkritiker, ein Schüler von Giulio Carlo Argan, war Marziano eine der Persönlichkeiten, die maßgeblich zur Anerkennung der zeitgenössischen Keramik als eine Ausdrucksform beigetragen haben, die fest in der Kunstlandschaft des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart verankert ist. Im Laufe seiner Tätigkeit widmete er einen Großteil seiner Forschungen der Untersuchung der italienischen Keramikproduktion und trug dazu bei, eine Sichtweise zu überwinden, die dieses Medium ausschließlich in den Bereich des Handwerks verbannte, um stattdessen seine Rolle innerhalb der zeitgenössischen künstlerischen Forschung zu bekräftigen.

Nach einer langen Karriere in der Welt der Kulturinstitutionen und der öffentlichen Verwaltung zog Marziano nach Tarquinia, wo er seine wissenschaftliche Arbeit und sein kulturelles Engagement fortsetzte. In der Stadt in der Region Latium trug er maßgeblich zur Entwicklung der lokalen Kunstdebatte und zur Aufwertung der keramischen Tradition der Region bei.

Seine theoretischen Überlegungen fanden ihre volle Reife in seinen letzten Schriften, die sich mit den Ausdrucksmöglichkeiten der zeitgenössischen Keramik befassten – Texte, die auch heute noch einen Bezugspunkt für Wissenschaftler, Kritiker und Fachleute der Branche darstellen.

Der Preis „Città di Tarquinia“ wurde genau mit dem Ziel ins Leben gerufen, dieses kulturelle Erbe lebendig zu halten und Persönlichkeiten zu würdigen, die durch Kritik, Forschung und Kuratieren zur Entwicklung der Debatte über zeitgenössische Kunst und insbesondere über Skulptur und Keramik beitragen.

Marco Tonelli gewinnt den Preis „Luciano Marziano“ der Stadt Tarquinia 2026
Marco Tonelli gewinnt den Preis „Luciano Marziano“ der Stadt Tarquinia 2026



Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.