Vom 15. September 2026 bis zum 14. Februar 2027 findet im Palazzo Bonaparte in Rom eine große Ausstellung zu Ehren von Wassily Kandinsky statt. Die von Arthemisia in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou produzierte und organisierte sowie von Angela Lampe kuratierte Ausstellung vereint über siebzig Werke aus dem Pariser Museum und bedeutenden internationalen Institutionen. Das Centre Pompidou verfügt dank der Schenkungen und des wertvollen Nachlasses seiner Frau Nina Kandinsky über die umfangreichste Sammlung von Werken des Künstlers. Die Ausstellung mit dem Titel „Kandinsky“ zeichnetdas gesamte menschliche und künstlerische Leben des Malers nach und erzählt seinen Werdegang: vom Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre an der Universität Moskau bis hin zu seinem Durchbruch als einer der bedeutendsten Vertreter der modernen Kunst. Die Reise führt durch die wichtigsten Momente seines Lebens, geprägt von historischen Umbrüchen, Umzügen, Begegnungen und Beziehungen, die sein kreatives Schaffen tiefgreifend beeinflusst haben.
Besondere Aufmerksamkeit gilt zwei weiblichen Persönlichkeiten, die für Kandinskys Werdegang von entscheidender Bedeutung waren. Die erste ist Gabriele Münter, die über zehn Jahre lang die Lebensgefährtin des Künstlers war und selbst eine äußerst talentierte Malerin, deren Bedeutung erst in den letzten Jahrzehnten vollends anerkannt wurde. Einige ihrer Werke werden im Rahmen dieser Ausstellung erstmals präsentiert. Die zweite ist Nina Kandinsky, die Ehefrau des Künstlers und unermüdliche Hüterin seines kulturellen Erbes. Dank ihres großzügigen Vermächtnisses an das Centre Pompidou ist es gelungen, ein künstlerisches Erbe von unschätzbarem Wert zu bewahren und zur Geltung zu bringen, das heute in Rom in einer außergewöhnlichen Ausstellung zu sehen ist.
Die Ausstellung will sich nicht darauf beschränken, die Biografie eines der größten Künstler des 20. Jahrhunderts nachzuzeichnen, sondern auch die Entstehung der abstrakten Kunst beleuchten. Kandinsky erkannte, dass Farben wie Klänge wahrgenommen werden können und dass Linien und Formen in der Lage sind, Emotionen zu vermitteln. So entwickelte er eine völlig neue Sprache, die Generationen von Künstlern beeinflussen sollte.
Der Ausstellungsparcours gliedert sich in fünf Abschnitte, die die Entwicklung seines künstlerischen Schaffens nachzeichnen, von den ersten figurativen Werken über die Zeit im revolutionären Russland, die Erfahrung am Bauhaus und die abschließende Phase in Paris bis hin zu den Jahren in München und beim Blauen Reiter. Zu den repräsentativsten Werken zählt „Gelb-Rot-Blau“ (1925), eines der absoluten Meisterwerke seines Schaffens. In diesem Gemälde stehen geometrische Formen und Farben in einem Gleichgewicht zueinander, das an die Struktur einer musikalischen Komposition erinnert und ein intensives visuelles und sinnliches Erlebnis bietet. Neben den Gemälden werden Dokumente, Fotografien, persönliche Gegenstände und Materialien aus der Bibliothèque Kandinsky ausgestellt, die Einblicke auch in die privatesten Aspekte des Lebens des Künstlers gewähren. Der Rundgang wird durch Vertiefungen zu seinen Theorien über das Verhältnis zwischen Farbe, Form und Musik bereichert, die zentrale Elemente seiner Poetik darstellen.
Abgerundet wird der Rundgang durch einen eigens für die Ausstellung geschaffenen immersiven Raum, in dem sich das Publikum von den Geometrien und Farbharmonien einhüllen lassen kann, die Kandinskys künstlerische Sprache so einzigartig gemacht haben. Die Ausstellung wird unter der Schirmherrschaft der französischen Botschaft in Italien, der Region Latium und der Stadt Rom – Dezernat für Kultur und Koordination der Initiativen im Zusammenhang mit dem Tag des Gedenkens – realisiert. Die Ausstellung wird von Arthemisia in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris produziert und organisiert, unter der Kuration von Angela Lampe, Kuratorin der modernen Sammlungen des Musée national d’art moderne. Die wissenschaftliche und redaktionelle Beratung für die Vermittlungsinhalte liegt bei Francesca Villanti. Hauptpartner der Initiative ist die Fondazione Terzo Pilastro – Internazionale, zusammen mit der Fondazione Cultura e Arte und Poema.
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| Kandinsky in Rom: Im Palazzo Bonaparte feiert eine große Ausstellung den Vater der abstrakten Kunst |
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