Vom 4. bis 17. Mai zeigt die Biblioteca Capitolare di Verona im Salone Monumentale das Werk Arkanian Shenron (2020) von Luca Pozzi, eine plattformübergreifende Installation, die Teil eines Ausstellungsprogramms ist, das der Verflechtung von zeitgenössischen künstlerischen Sprachen und wissenschaftlichen Überlegungen gewidmet ist. Die Skulptur, die von der Figur des Drachens aus dem Manga Dragon Ball inspiriert ist, wird als ein Gerät präsentiert, das verschiedene Realitätsebenen zwischen materieller Dimension, Informationsprozessen und digitalen Infrastrukturen in Beziehung setzt.
Die Intervention hat die Form einer Hommage an den theoretischen Physiker Carlo Rovelli, eine zentrale Figur in der Erforschung der Quantengravitation, anlässlich seines 70sten Geburtstags. Geburtstages. Das Projekt ist Teil einer Reflexion über die Rolle der Information als Strukturelement physikalischer Phänomene, insbesondere in der Beziehung zwischen Quantenmechanik und allgemeiner Relativitätstheorie, einem theoretischen Bereich, der auf die Schleifenquantengravitation zurückgeht. Die Installation ist Teil des Programms des Kapitels Bibliothek, das Initiativen vorschlägt, die darauf abzielen, das Wissen zwischen den verschiedenen Epochen durch die Übernahme heterogener Ausdruckssprachen, die auf die Kunst und die visuelle Kultur zurückgehen, aufzuwerten.
Arkanian Shenron wird als ein System präsentiert, das gleichzeitig mehrere ontologische Ebenen durchläuft. Die skulpturale Bronzestruktur repräsentiert die makroskopische Dimension des Werks, während die technologischen und digitalen Komponenten auf die subatomare Ebene der Quanteninteraktionen bzw. die immaterielle Ebene des Netzwerks verweisen. Das Werk wird als eine Form des technologischen Animismus beschrieben, bei dem physische Objekte und Informationsprozesse durch Datenerfassungs- und Übersetzungssysteme miteinander verbunden sind.
In die Skulptur integriert ist ein Teilchendetektor, der in Zusammenarbeit mit demINFN, dem Nationalen Institut für Kernphysik, entwickelt wurde. Das Gerät ermöglicht es, den Durchgang von Myonen abzufangen, geladenen Teilchen, die von hochenergetischen kosmischen Ereignissen stammen, aus der Stratosphäre kommen und durch Explosionen im tiefen Weltraum verursacht werden. Jede Wechselwirkung zwischen dem Teilchen und dem Sensor wird als physikalisches Punktereignis aufgezeichnet.
Die Interaktion zwischen dem Werk und der Umgebung wird durch ein Lichtsignalsystem manifestiert: Jedes Mal, wenn ein Teilchen die Struktur durchläuft, sendet ein Paar blauer LEDs an der Vorderseite, die dem Augenbereich der Skulptur entsprechen, ein Lichtsignal aus. Diese visuelle Reaktion macht ein ansonsten unsichtbares Phänomen wahrnehmbar und übersetzt ein physikalisches Ereignis in ein beobachtbares Signal.
In das interne Informationssystem des Werks ist auch eine algorithmische Komponente integriert, die die aufgezeichneten Ereignisse verarbeitet. Eine rudimentäre künstliche Intelligenz assoziiert jede Entdeckung mit einem Wort aus philosophischen Texten von Bertrand Russell und konfiguriert einen Übersetzungsprozess zwischen physikalischen Daten und Sprache. Nach der sechzehnten Erkennung erzeugt das System eine poetische Komposition in Form eines zeitgenössischen Haiku. Der Text wird automatisch auf dem Telegram-Profil des Werks veröffentlicht und durch einen dreidimensionalen Avatar verbreitet, der die Deklamation in einer Webumgebung vorträgt.
Aus ikonografischer Sicht ist die Figur des Shenron als eine Ansammlung heterogener Referenzen konstruiert. Die Flügel erinnern an Piero della Francescas Madonna del Parto, während die obere Krone mit dem Konzept des Spin Foam , einem theoretischen Element der Schleifenquantengravitation, assoziiert wird. Die Körperstruktur verweist auf die nicht-kommutative Geometrie, während der Schwanz als symbolische Darstellung der Architektur eines IBM-Quantencomputers interpretiert wird. Das Werk wird als eine Reflexion über entfernte Korrelationen und die Möglichkeit eines Informationsnetzwerks gelesen, das in der Lage ist, getrennte Ereignisse in Raum und Zeit zu verbinden. In dieser Perspektive wird die Unterscheidung zwischen analog und digital schrittweise relativiert zugunsten eines Modells, in dem die Information die primäre Ebene der beobachteten Realität darstellt.
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| Luca Pozzi bringt einen von Dragon Ball und der Quantengravitation inspirierten Drachen nach Verona |
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