Am 23. und 24. Juli 2026 um 21 Uhr findet im Canopo der Villa Adriana in Tivoli die Aufführung von „Memorie di Adriano“ statt, ein Theaterstück nach dem gleichnamigen Roman von Marguerite Yourcenar, mit Alessandro Preziosi in der Rolle des römischen Kaisers und als Regisseur. Die Produktion stammt von PATO srl in Zusammenarbeit mit dem Teatro Stabile d’Abruzzo, mit Unterstützung des MIC, der Villa Adriana und der Villa d’Este sowie der Generaldirektion für Museen.
In der Inszenierung, deren Übersetzung von Lidia Storoni Mazzolani stammt, ist auch Elisa Di Eusanio zu sehen; das Bühnenbild stammt von Alfredo Pirri, die Kostüme von Alessandro Lai und die Musik von Giacomo Vezzani. Die Aufführung findet im archäologischen Kontext der Villa Adriana statt, wo das Theaterstück mit den Räumen der antiken kaiserlichen Residenz in Dialog tritt.
Die Inszenierung beleuchtet das Porträt Hadrians durch die Worte der Schriftstellerin und folgt dabei dem inneren Weg eines Mannes, der zwischen seiner öffentlichen Rolle als Kaiser und der Suche nach seiner eigenen Identität hin- und hergerissen ist. Die von Yourcenar heraufbeschworene Figur wird so zu einer Gestalt, die in der Lage ist, universelle Themen wie Liebe und Tod, Sehnsucht und Schönheit, Schicksal und die Vergänglichkeit der Macht zu hinterfragen.
Der Text erzählt von der imaginären Begegnung zwischen der Schriftstellerin und ihrer literarischen Schöpfung,dem Kaiser Hadrian, den man sich in den letzten Augenblicken seines Lebens an den Ufern des Mittelmeers vorstellt, während er sich mit dem nahenden Tod auseinandersetzt. Mithilfe der theatralischen Sprache rekonstruiert das Stück den Dialog zwischen Erinnerung und Gegenwart und inszeniert die Reflexion eines Mannes, der auf sein Leben und den Sinn seiner Entscheidungen zurückblickt.
Die Erzählung folgt der chronologischen Struktur des Romans, von den frühen Jahren der Jugend Hadrians und seinem Aufstieg zur Macht bis hin zum körperlichen Verfall in seinen letzten Lebensjahren. Der Weg führt durch die wichtigsten Etappen seines Lebens: die Suche nach Frieden, die politischen Reformen, die Verbindung zur griechischen Kultur, die Freundschaft mit Plotina und die Trauer um den Tod von Antinoos.
Die szenische Reise führt den Zuschauer schließlich zu den letzten Augenblicken des Kaisers in der Villa von Baia, wo Hadrian, mittlerweile alt und krank, den langen Brief an seinen Nachfolger Marcus Aurelius verfasst und damit seine menschlichen und politischen Erfahrungen der Nachwelt überliefert.
Eintrittskarten sind über das Ciaotickets-Netzwerk erhältlich.
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| Alessandro Preziosi bringt „Die Erinnerungen des Hadrian“ in den Canopus-Saal der Villa Adriana in Tivoli |
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