Die Nationalgalerie der Marken stellt den gesamten Katalog ihrer Sammlungen online zur Verfügung


Das Projekt „Esplora il catalogo“ ist abgeschlossen: Auf der Website der Galleria Nazionale delle Marche können nun Tausende von Einträgen zu den im Palazzo Ducale in Urbino aufbewahrten Werken online eingesehen werden, ergänzt durch Abbildungen, Literaturverzeichnisse und wissenschaftliche Erläuterungen.

Der gesamte Bestand der Galleria Nazionale delle Marche ist nun online einsehbar. Das Museum, das seinen Sitz im Palazzo Ducale in Urbino hat, hat das 2021 gestartete Projekt „Esplora il catalogo“ abgeschlossen und und stellt der Öffentlichkeit nun ein neues wissenschaftliches Portal zur Verfügung, das es ermöglicht, die Sammlungen digital anhand von Tausenden von Objektbeschreibungen zu erkunden, die mit hochauflösenden Bildern, historisch-kritischen Erläuterungen und aktuellen Bibliografien ergänzt sind. Der neue Dienst ist direkt über die Website der Galleria Nazionale delle Marche über einen Link auf der Startseite zugänglich und stellt eine der bedeutendsten Maßnahmen dar, die die Einrichtung in den letzten Jahren im Bereich der Katalogisierung und der digitalen Aufwertung des Bestands umgesetzt hat. Die Initiative fügt sich in den Auftrag ein, den der Internationale Museumsrat (ICOM) den Museen zuweist, die als dauerhafte Einrichtungen im Dienste der Gesellschaft definiert sind und die Aufgabe haben, das Kulturerbe zu erforschen, zu bewahren, zu interpretieren und auszustellen.

Mit der Fertigstellung des Projekts macht die Galerie den gesamten im Palazzo Ducale in Urbino aufbewahrten Bestand über das Internet zugänglich – mithilfe einer internen Suchmaschine, die es ermöglicht, die Einträge zu Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen, Keramiken und anderen in den Sammlungen des Museums aufbewahrten Objekten abzurufen. Jedes Werk wird von hochauflösenden Fotos, populärwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Texten, kunsthistorischen Informationen, technischen Daten und bibliografischen Angaben begleitet und bietet somit ein nützliches Werkzeug sowohl für Wissenschaftler als auch für Besucher, die ihr Wissen über die Sammlungen vertiefen möchten.

Nationalgalerie der Marken, Entdecken Sie den Katalog
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Das Projekt ist der Abschluss eines Weges, der 2021 begann und über mehrere Jahre hinweg durch eine umfassende Arbeit der Katalogisierung, Überprüfung und Normalisierung der Daten weiterentwickelt wurde. „Als ich 2020 an die Nationalgalerie der Marken kam“, so Luigi Gallo, ehemaliger Direktor der Nationalgalerie der Marken, „hielt ich es für eine der Prioritäten, die Einrichtung mit geeigneten Wissens- und Forschungsinstrumenten auszustatten. Aus diesem Grund haben wir ein umfangreiches Katalogisierungsprogramm gestartet: Das erste Ergebnis war der bibliografische Bestand, der seit 2023 vollständig über den OPAC-Katalog einsehbar ist. Danach war das kunsthistorische Erbe an der Reihe, und heute geht auch der digitale Katalog der Werke der Galleria Nazionale delle Marche an den Start – ein fortschrittliches Verwaltungsinstrument für die Sammlungen und zugleich ein strukturiertes Verzeichnis mit populärwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Einträgen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Dies ist ein Meilenstein, der mir große Freude bereitet, denn die Katalogisierung ist nicht nur eine technische Tätigkeit, sondern stellt die unverzichtbare Voraussetzung für den Schutz, die Erforschung und die Aufwertung des Kulturerbes dar. Diese Daten schrittweise zugänglich zu machen bedeutet, die Sammlungen der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und damit den Auftrag eines Museums als Ort des Wissens, der Forschung und des Austauschs zu stärken. Ich danke allen Mitarbeitern des Museums für die geleistete Arbeit und für das, was noch zu tun bleibt, um das Wissen über die Sammlung zu erweitern und den Austausch darüber zu fördern.“

Das Projekt „Erkunde den Katalog“ wurde in mehreren Arbeitsphasen entwickelt. Der erste Schritt umfasste die systematische Bestandsaufnahme der Katalogkarten der Exponate, die gemäß den Standards des Zentralinstituts für Katalogisierung und Dokumentation (ICCD) erstellt wurden, begleitet von der Aktualisierung der Informationen zu den in den Sammlungen vertretenen Künstlern. Anschließend wurde eine langwierige Arbeit zur Normalisierung und Bereinigung der Daten in Angriff genommen, die sich über mehr als zwei Jahre hinzog und unerlässlich war, um die Einheitlichkeit der Informationen zu gewährleisten und deren Eingabe in die Datenbank „Samira“ zu ermöglichen – eine italienische Softwareplattform, die von Museen, Archiven, Theatern und anderen Kulturinstitutionen für die Katalogisierung, Verwaltung und Aufwertung des kunsthistorischen und dokumentarischen Erbes genutzt wird. In das System wurden sowohl die Werkdatenblätter als auch die dazugehörigen Fotos eingegeben.

Das Projekt wurde von Valentina Catalucci und Andrea Bernardini koordiniert und bezog von Beginn an zahlreiche Fachkräfte aus den Reihen der Galleria Nazionale delle Marche mit ein. Zur Arbeitsgruppe gehörten der Direktor Luigi Gallo, Giovanni Russo, Giulia Papini, Emanuela Capellacci und Stefano Brachetti. Mit der technischen Unterstützung des Unternehmens Dot Beyond war es zudem möglich, spezifische Arten von Datensätzen für die interne Verwaltung der Sammlungen zu entwickeln. Dazu gehören die ArMs-Datenblätter für das Ausstellungsarchiv, die MOV-Datenblätter zur Verwaltung der Transportvorgänge der Kunstwerke sowie die C-Datenblätter, die zur Dokumentation konservatorischer Aspekte und zur Erleichterung der Arbeit der Restauratoren konzipiert wurden. Es handelt sich um Instrumente, die zur Optimierung der täglichen Arbeit des technisch-wissenschaftlichen Personals des Museums entwickelt wurden.

Nationalgalerie der Marken, Entdecken Sie den Katalog
Galleria Nazionale delle Marche, Entdecken Sie den Katalog
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Einen bedeutenden Beitrag leistete auch Leonora De Donno, die die Inhalte der Datenblätter durch eine systematische Bestandsaufnahme des historischen und digitalen Archivs der Galerie erweitert und überarbeitet hat, wobei sie besonderes Augenmerk auf die Daten legte, die für die Erstellung der Datenblätter zu den Ausstellungen und den Transporten der Kunstwerke erforderlich sind. Parallel dazu wurde eine umfangreiche Aktualisierung der Bibliografie durchgeführt, die für die bedeutendsten Werke besonders ausführlich ergänzt wurde und auch in Zukunft ständig aktualisiert werden soll.

Die heute online verfügbare Datenbank umfasst insgesamt 8.717 Datensätze. Davon betreffen 1.719 Kunstwerke, 398 sind Zeichnungen gewidmet, 604 Drucken und 468 archäologischen Funden, während die übrigen Datensätze die übrigen in den Sammlungen der Galerie aufbewahrten Materialien dokumentieren.

Im Hinblick auf die Veröffentlichung des neuen Portals hat die technisch-wissenschaftliche Gruppe, bestehend aus Valentina Catalucci, Giovanni Russo, Andrea Bernardini und Denis Morganti, das letzte Jahr zudem der Überarbeitung der populärwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Einträge zu den im Palazzo Ducale ausgestellten Werken gewidmet, die kürzlich einer Neugestaltung unterzogen wurden. Diese Arbeit betraf über 280 Einträge, die nach wissenschaftlichen Kriterien aktualisiert und überarbeitet wurden, mit dem Ziel, der Öffentlichkeit zuverlässige und ständig überprüfte Inhalte anzubieten. Das Museum betont zudem, dass die Anzahl der abrufbaren Einträge schrittweise weiter steigen wird, sobald die wissenschaftliche Überarbeitung des gesamten Bestands voranschreitet.

Jede auf dem Portal verfügbare Karteikarte ist in zwei verschiedene Ebenen der Nutzung unterteilt. Ein erster Abschnitt enthält einen einführenden Text, ergänzt durch die wichtigsten technischen Daten des Kunstwerks sowie eine zusammenfassende Beschreibung der stilistischen und ikonografischen Merkmale. Durch Scrollen der Seite gelangt der Nutzer zu einer zweiten Ebene mit vertiefenden Informationen, bestehend aus detaillierteren historisch-kritischen Angaben und einer umfangreichen Bibliografie, die sich an Wissenschaftler, Forscher und alle richtet, die ihr Wissen über die Werke weiter vertiefen möchten.

Die Veröffentlichung des digitalen Katalogs macht zudem die wissenschaftliche Arbeit sichtbar, die in den letzten Jahren den gesamten Erneuerungsprozess der Nationalgalerie der Marken begleitet hat. Das Projekt ist nämlich Teil eines umfassenderen Maßnahmenprogramms, das verschiedene Aspekte der Einrichtung betraf. Einerseits die Sanierung der Räume im Hauptgeschoss des Palazzo Ducale in Urbino, andererseits außerordentliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Sammlungen und schließlich die Entwicklung neuer Instrumente, die der Zugänglichkeit und der Nutzung des Kulturerbes durch die Öffentlichkeit und die wissenschaftliche Gemeinschaft dienen.

Die Nationalgalerie der Marken stellt den gesamten Katalog ihrer Sammlungen online zur Verfügung
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