An einem Tag reichten im British Museum Vitrinen und Bildunterschriften nicht aus: Es fehlte auch an Helmen, Schwertern und Kriegern. In den letzten Tagen hat das Londoner Museum in den sozialen Medien ein Reel geteilt, das einen Blick hinter die Kulissen der Nachstellungdes Teppichs von Bayeux gewährt, jenes berühmten mittelalterlichen Artefakts (der dank eines historischen Abkommens zwischen den beiden Ländern vom 10. September 2026 bis zum 11. Juli 2027 als Leihgabe aus Frankreich im British Museum zu sehen ist), der etwa 70 Meter lang ist und die Ereignisse schildert, die zur Schlacht von Hastings und zur normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066 führten.
Der Wandteppich gilt als eines der Wunder der mittelalterlichen Welt und bietet zudem einen Einblick in das Leben im England des 11. Jahrhunderts, indem er Burgen, Schiffe, Waffen, Kleidung, Speisen und Einrichtungsgegenstände zeigt. Der Wandteppich wurde aus Wollfäden auf Leinengewebe gestickt, basierend auf handschriftlichen Entwürfen aus Canterbury. Er stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde auf angelsächsischem Gebiet hergestellt, was von den handwerklichen Fähigkeiten jener Zeit zeugt. Er ist somit eine wertvolle Quelle für die Erforschung der zivilen und militärischen Architektur jener Zeit, der damals gebräuchlichen Rüstungen, der von den Wikingern abgeleiteten Navigationstechniken, aber auch der alltäglichen Aspekte des Lebens im 11. Jahrhundert, die in schriftlichen Quellen oft vernachlässigt werden.
In dem vom Museum veröffentlichten Video hat eine Gruppe von Darstellern in historischen Kostümen diese Bilder in eine Live-Nachstellung verwandelt. „Sie sind angekommen. Sie haben gekämpft. Sie haben das British Museum erobert“, scherzt das Museum in der Bildunterschrift und bedankt sich bei den Teilnehmern der Aktion.
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| Die Krieger von 1066 kommen ins British Museum: Der Teppich von Bayeux erwacht zum Leben |
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