In Cortina wird die Seilbahn zur Kunst: Das Projekt von Fulvio Morella für die Paralympics 2026


Cortina d'Ampezzo, auf der Lagazuoi EXPO Dolomites trifft Kunst auf Sport und Inklusion: Mit dem Projekt "Grenzen gibt es nicht" verwandelt Fulvio Morella die Seilbahn in ein für alle zugängliches Werk zwischen Sternenschrift, olympischer Erinnerung und Dialog über den paralympischen Geist.

Im Herzen der Dolomiten, zwischen den Felsen, die die Landschaft von Cortina beherrschen, wird eine Seilbahnfahrt zu einer künstlerischen Erfahrung und kulturellen Reflexion. Anlässlich der Paralympics 2026 verwandelt das Projekt I limiti non esistono (Grenzen gibt es nicht ) des Künstlers Fulvio Morella die Auffahrt zum Lagazuoi in ein fahrendes Kunstwerk, eine “Seilbahn ohne Grenzen”, die zwischen Himmel und Erde schwebt. Die Initiative ist Teil der von CRAMUM geförderten und von Sabino Maria Frassà kuratierten Ausstellung Inside Cortina di Stelle , die in der Lagazuoi EXPO Dolomiti, der Struktur an der Ankunftsstation der Lagazuoi-Seilbahn, eingerichtet wurde. Die Ausstellung kann bis zum 5. April 2026 kostenlos besichtigt werden und stellt die letzte Etappe einer künstlerischen und symbolischen Reise dar, die ein ganzes Jahr lang durch Italien führte und den Blick der Öffentlichkeit auf den paralympischen Geist vorbereitete.

In Morellas Werk löst sich die Grenze zwischen technischer Infrastruktur und künstlerischer Arbeit auf. Die Seilbahn, die normalerweise als funktionales Transportmittel für den Aufstieg in die Höhe wahrgenommen wird, wird zu einem symbolischen und konzeptionellen Gerät, das eine einfache Bewegung in eine sensorische und intellektuelle Erfahrung verwandelt. Der Künstler nennt diese Installation eine “Seilbahn ohne Grenzen”, einen sich bewegenden Organismus, der uns einlädt, über die Beziehung zwischen Körper, Landschaft und Möglichkeit nachzudenken.

Fulvio Morella, Grenzen gibt es nicht
Fulvio Morella, Grenzen gibt es nicht
Fulvio Morella, Grenzen gibt es nicht
Fulvio Morella, Die Grenzen existieren nicht

Im Zentrum der Intervention steht die künstlerische Sprache, die Morellas Forschung seit Jahren prägt: die so genannte Starry Braille-Schrift. Mit diesem ausdrucksstarken System überzieht der Künstler die Kabine der Seilbahn mit taktilen Konstellationen, die an das Braille-Lesesystem erinnern. Die gepunkteten Zeichen ermöglichen es somit jedem, unabhängig von seinen visuellen Fähigkeiten, die Höhe und den umgebenden Raum wahrzunehmen und zu “lesen”. Das Werk wird so zu einem integrativen Instrument, das die Menschen dazu einlädt, die Berge durch eine gemeinsame Erfahrung zu erleben.

Nach Ansicht des Kurators Sabino Maria Frassà beschränkt sich die Intervention nicht auf die Dekoration eines Raums: “Das Werk”, so sagt er, “verwandelt eine alltägliche Geste in eine gedankliche Erfahrung: Der Berg ist nicht mehr ein Gipfel, der mit Gewalt bezwungen werden muss, sondern eine Landschaft, die mit Maß, Zuhören und Einbeziehung bewohnt werden muss”.

Der zentrale Moment dieses Weges ist die Präsentation des Bandes I limiti non esistono (Die Grenzen gibt es nicht), der die Bedeutung des Kunstprojekts zusammenfasst und erzählt. An dem Treffen am morgigen Samstag, den 7. März um 12.30 Uhr, werden der Künstler und der Kurator zusammen mit verschiedenen institutionellen Akteuren teilnehmen, die am Dialog zwischen europäischer Kultur, Sport und Integration beteiligt sind. Zu den angekündigten Gästen gehören Maurizio Molinari, Leiter des Büros des Europäischen Parlaments in Mailand, die Abgeordnete Rosanna Filippin, die Europaabgeordnete Elena Donazzan und der Olympiaattaché der Republik San Marino Gianni Cardelli. Das Treffen steht unter der Schirmherrschaft der Präsidentschaft des Europäischen Parlaments und ist ein Moment des Dialogs zwischen Institutionen, Kunst und Sport.

Fulvio Morella, Grenzen gibt es nicht
Fulvio Morella, Grenzen gibt es nicht
Fulvio Morella, Grenzen gibt es nicht
Fulvio Morella, Die Grenzen existieren nicht

Morellas Werk ist auch in einer symbolischen und mythologischen Dimension verwurzelt. Das Projekt erinnert an die Figur des Prometheus, des Titanen der griechischen Mythologie, der den Göttern das Feuer stahl, um es den Menschen zu geben. In dieser Perspektive wird das Feuer zu einer Metapher für Wissen und Kreativität, Elemente, die der Künstler idealerweise mit der Bedeutung der olympischen Fackel verbindet.

Gerade das Thema der olympischen Erinnerung ist ein weiteres Element der Ausstellung in Cortina di Stelle. Dank der Zusammenarbeit mit der Republik San Marino präsentiert die Ausstellung einige Objekte von großem historischem Wert im Zusammenhang mit der olympischen und paralympischen Tradition. Besonders hervorzuheben ist die Fackel von den Spielen 1960 in Rom, einem Ereignis, das auch die Geburtsstunde der ersten Paralympischen Spiele der Geschichte markierte.

Das Objekt erhält einen symbolischen Wert innerhalb des Ausstellungsprogramms. In der Tat wird die olympische Fackel zum Treffpunkt zwischen historischer Erinnerung, sportlicher Geste und künstlerischer Forschung. Morellas Werk stellt somit einen Dialog zwischen verschiedenen kulturellen Dimensionen her, indem es die Bildsprache des Berges mit der Geschichte des Sports und der philosophischen Reflexion über die Idee der Freiheit verbindet. In den Worten des Künstlers: “Freiheit ist die Synthese dreier Dimensionen: das Können, der Einklang mit sich selbst und der schöpferische Einfallsreichtum”.

In Cortina wird die Seilbahn zur Kunst: Das Projekt von Fulvio Morella für die Paralympics 2026
In Cortina wird die Seilbahn zur Kunst: Das Projekt von Fulvio Morella für die Paralympics 2026



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