Vor der Küste von Monasterace (Reggio Calabria) wurde ein 2.400 Jahre altes Schiffswrack entdeckt: Die Bergung der über 300 Amphoren hat begonnen


Am Samstag, dem 5. September, wird die Denkmalschutzbehörde im „Porto delle Grazie“ in Roccella Ionica (Reggio Calabria) das Projekt zur Bergung, Restaurierung und Aufwertung des Schiffswracks aus dem 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr. vorstellen, das 2023 im Rahmen präventiver archäologischer Untersuchungen im Zusammenhang mit einem Offshore-Windkraftprojekt entdeckt wurde.

Ein Schiffswrack aus dem 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr. mit einer Ladung von über 300 Amphoren steht im Mittelpunkt des Bergungsprojekts, das am Samstag, dem 5. September, um 19 Uhr im Hafen „Porto delle Grazie“ in Roccella Ionica (Reggio Calabria) vorgestellt wird. Die Initiative, die von der Oberaufsicht für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft der Metropolregion Reggio Calabria und der Provinz Vibo Valentia gefördert wird, wird die bereits durchgeführten sowie die geplanten Maßnahmen zum Schutz, zur Bergung, zur Restaurierung und zur künftigen Aufwertung der Fundstücke vorstellen.

Das Schiffswrack wurde 2023 vor der Küste von Monasterace im Ionischen Meer im Rahmen präventiver archäologischer Untersuchungen entdeckt, die im Zuge der Machbarkeitsstudien für den Bau eines Offshore-Windparks durch den spanischen multinationalen Konzern Acciona durchgeführt wurden. Nach der Entdeckung hat die Denkmalschutzbehörde die zuständige Carabinieri-Einheit zum Schutz des Kulturerbes eingeschaltet und die gesetzlich vorgesehenen Schutzmaßnahmen eingeleitet, wodurch das Projekt „Unterwasser-Kulturerbe in großer Tiefe. Schutz, Bergung, Erhaltung und Aufwertung“ ins Leben gerufen wurde.

Die anschließenden Untersuchungen wurden mit speziellen Unterwasserrobotern (ROVs) durchgeführt, wodurch das Vorhandensein von über 300 Amphoren dokumentiert werden konnte, die sich auf zwei etwa zehn Meter voneinander entfernte Gruppen verteilten. Die Maßnahmen umfassten den Einsatz spezialisierter Technologien und die Einbindung einer multidisziplinären Arbeitsgruppe aus Archäologen, Meeresbiologen, Geologen, Physikern und Chemikern.

Aufnahme vom ROV. Foto: ©Living Camera – SABAP RC
Aufnahme vom ROV. Foto: ©Living Camera – SABAP RC
Der geborgene Fund. Foto: ©Living Camera – SABAP RC
Der geborgene Fund. Foto: ©Living Camera – SABAP RC

Das Projekt, das von der Projektleiterin Roberta Filocamo koordiniert wird und dessen Planung und Bauleitung Alessandra Ghelli, einer für Unterwasserarchäologie zuständigen Beamtin der Denkmalschutzbehörde, anvertraut wurde, hat eine zweite Finanzierung durch das Kulturministerium erhalten. Die Bergung, Restaurierung und Aufwertung des Schiffswracks wurden nämlich in den Strategieplan „Großprojekte im Bereich Kulturgüter“ aufgenommen, mit einer Mittelzuweisung von über 1,3 Millionen Euro, wie die Staatssekretärin für Kultur, Lucia Borgonzoni, in den vergangenen Tagen bekanntgab.

Die Präsentation am Samstag mit dem Titel „Altofondale: Schutz, Wissen, Forschung und neue Perspektiven“ wird alle Phasen des Projekts nachzeichnen, von der Entdeckung des Schiffswracks über die am Meeresboden durchgeführten Untersuchungen bis hin zu den Bergungs- und Restaurierungsarbeiten sowie der künftigen musealen Aufwertung der Fundstücke. Während der Veranstaltung wird auch das erste aus dem Wrack geborgene Fundstück vorgestellt. Die von der Journalistin Donata Marrazzo moderierte Veranstaltung wird von exklusiv von Living Camera gedrehten Dokumentaraufnahmen begleitet, die das Projekt für die Denkmalschutzbehörde bereits seit seinen Anfängen begleitet haben.

Es sprechen Roberta Filocamo, Alessandra Ghelli und der Restaurator der Denkmalschutzbehörde Francesco Lia; Laura Sanna und Francesco Tiboni von ASPS Servizi archeologici; Mauro Francesco La Russa, Direktor des Fachbereichs für Biologie, Ökologie und Geowissenschaften der Universität Kalabrien; Gabriele Morabito von Living Camera; Maria Caterina Meduri von der Denkmalschutzbehörde; Hauptmann Giacomo Geloso, Kommandant der Carabinieri-Einheit zum Schutz des Kulturerbes in Cosenza, und Oberfeldwebel Domenico De Giorgio, Kommandant der Carabinieri-Tauchereinheit in Messina. Das Treffen bietet somit die Gelegenheit, der Bevölkerung und den lokalen Behörden den eingeschlagenen Weg zu erläutern, um ein Zeugnis der alten Handelsrouten im Mittelmeer wieder ans Licht zu bringen und zugänglich zu machen.

Vor der Küste von Monasterace (Reggio Calabria) wurde ein 2.400 Jahre altes Schiffswrack entdeckt: Die Bergung der über 300 Amphoren hat begonnen
Vor der Küste von Monasterace (Reggio Calabria) wurde ein 2.400 Jahre altes Schiffswrack entdeckt: Die Bergung der über 300 Amphoren hat begonnen



Noemi Capoccia

Der Autor dieses Artikels: Noemi Capoccia

Originaria di Lecce, classe 1995, ha conseguito la laurea presso l'Accademia di Belle Arti di Carrara nel 2021. Le sue passioni sono l'arte antica e l'archeologia. Dal 2024 lavora in Finestre sull'Arte.


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