Vom 2. April bis 16. Mai 2026 präsentiert die Cavin-Morris Gallery in New York Aliosso: Simone Pellegrini, eine Einzelausstellung des italienischen Künstlers Simone Pellegrini. Die Ausstellung ist die zweite monografische Präsentation, die die Galerie dem Künstler gewidmet hat, und wird mit einer Vernissage am Donnerstag, den 2. April, von 18 bis 20 Uhr eröffnet.
Das Projekt umfasst eine Reihe von Zeichnungen, die eine Forschung über mehrdeutige Formen und ein Zeichensystem entwickeln, das nicht an eine eindeutige Bedeutung gebunden ist. Pellegrini beschreibt den Umriss seiner Werke als ein Mittel, das für Interpretationen offen ist: ein Element, das als Zugangspunkt für den Betrachter fungiert, der sich entscheidet, in die innere Welt einzutreten, die durch die Bilder hervorgerufen wird. Eine ähnliche Überlegung taucht auch in dem Dialog zwischen dem Künstler und Paolo Campione auf, der in dem Band Simone Pellegrini - An Anarchic Geography veröffentlicht wurde, der anlässlich eines Ausstellungsprojekts im Museo delle Culture Lugano entstand.
“Der Umriss meiner Werke ist nie auf etwas Bestimmtes zurückzuführen. Sie dient vielmehr als Interpretationsvorgabe, offen für jeden, der in diese innere Welt eintaucht”, sagt Pellegrini.
Der Ursprung dieser Bilder ist auch mit einer biografischen Dimension verbunden. Pellegrinis Mutter arbeitete als Archäologin, und während seiner Kindheit hatte der Künstler die Gelegenheit, die Ausgrabungsstätten zu besuchen, an denen sie arbeitete. Die Idee der Schichtung, die für die Forschung des Künstlers von zentraler Bedeutung ist, geht auch auf diese Erfahrung zurück. Die Erdschichten folgen nicht immer einer linearen zeitlichen Logik: Die Bewegung des Bodens, die Erosion durch Regen und Wind oder tiefere Phänomene im Zusammenhang mit der Eruptionstätigkeit verändern die Anordnung der vergrabenen Objekte im Laufe der Zeit. Denkmäler und kleinere Artefakte, Alltagselemente und Gegenstände mit symbolischem Wert können ihre Position und ihre räumlichen Beziehungen verändern.
In Pellegrinis Zeichnungen wird diese Dynamik zu einem kompositorischen Prinzip. Die Formen, die oft erkennbar, aber nie vollständig definiert sind, werden wie Fragmente einer imaginären Kartografie angeordnet. Die Arbeiten nehmen so einen hybriden Charakter an: Einerseits erinnern sie an Karten oder Diagramme, andererseits behalten sie die formale Freiheit der Zeichnung. Die Bilder suggerieren eine mögliche Geschichte der menschlichen Vorstellungskraft, die sich aus scheinbar zufälligen Nebeneinanderstellungen von Symbolen und Figuren zusammensetzt.
In diesem Zusammenhang stellt die Mehrdeutigkeit ein strukturelles Element der Bildsprache dar. Das von Pellegrini entwickelte Zeichensystem ist nicht Teil der asemischen Schrift im engeren Sinne. In der asemischen Schrift verzichtet das Zeichen auf eine bestimmte Bedeutung; in den Werken des italienischen Künstlers hingegen deutet jedes Element auf das Vorhandensein einer möglichen Bedeutung hin, auch wenn sie nicht explizit gemacht wird. Ein oft herangezogener Vergleich betrifft die Arbeitsweise des mexikanischen Künstlers Martín Ramírez auf Papier . Beide konstruieren Oberflächen, die aus zusammengefügten Papierfragmenten bestehen, die zum Träger hochsymbolischer Zeichen werden. Bei Ramírez verweisen diese Zeichen auf komplexe und erkennbare Erzählungen; Pellegrini zieht es vor, eine Vielzahl von Geschichten zu suggerieren, ohne eine genaue Handlung zu definieren.
Die Formen in seinen Zeichnungen befinden sich also in einem Raum, der der verbalen Sprache vorausgeht oder sie übersteigt. Der Künstler versteht sie als Bilder, die in der Lage sind, im Auge des Betrachters traumartige Strukturen zu aktivieren. Das Ergebnis erscheint als ein vielschichtiges Kommunikationssystem, das manchmal mit Zeichen verglichen wird, die an den Wänden einer symbolischen Höhle gezeichnet sind, eine Metapher für die innere Dimension des menschlichen Geistes.
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| Ausstellung von Simone Pellegrini in New York: Zeichnungen als Landkarten der Phantasie |
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