Vom 25. März bis zum 13. September 2026 präsentiert das Museo Novecento in Florenz Baselitz. AVANTI! eine von Sergio Risaliti kuratierte Ausstellung, die Georg Baselitz, einem der Protagonisten der internationalen zeitgenössischen Kunst, gewidmet ist. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Atelier des Künstlers realisiert wurde, stellt die erste große Ausstellung in Italien dar, die sich auf eine zentrale und weniger häufig erforschte Dimension seiner Praxis konzentriert: dieGravur.
Die Ausstellung erstreckt sich über die drei Stockwerke des Museo Novecento und umfasst rund 170 Werke , darunter Drucke, Gemälde und Skulpturen. Der Rundgang soll die Komplexität einer über sechzig Jahre entwickelten Forschung wiedergeben und die Kohärenz und gleichzeitig die Radikalität einer Sprache hervorheben, die verschiedene Jahreszeiten und Kontexte durchlaufen hat. Die ausgewählten Werke dokumentieren die Vielfalt der von Baselitz behandelten Themen und bekräftigen eine Auffassung von Kunst, die als Prozess und Transformation verstanden wird und sich auf eine Geste stützt, die jede Form von versöhnlicher Harmonie ablehnt.
Geboren 1938 in Deutschland als Hans-Georg Kern, wuchs Baselitz inmitten der Trümmer des Zweiten Weltkriegs auf. Die Erfahrung der Zerstörung sowie die historische, kulturelle und soziale Tragödie des 20. Jahrhunderts wurden zur strukturellen Matrix seines Werks. Nach dem Zweiten Weltkrieg leistete der Künstler Pionierarbeit und setzte sich für eine radikale Erneuerung der figurativen Sprache ein, indem er die akademische Ordnung in Frage stellte und bereits etablierte Modelle ablehnte. Die Umkehrung der Bilder, eine Praxis, die ihn international bekannt gemacht hat, erhält einen symbolischen und konzeptionellen Wert: Die Figur auf den Kopf zu stellen bedeutet, das Bild einer unmittelbaren Lesart zu entziehen und den Betrachter zu zwingen, seinen Blickwinkel neu zu definieren.
Die Ausstellung konzentriert sich auch auf die Beziehung zwischen Baselitz und Florenz, einer Stadt, die eine entscheidende Rolle in seiner Karriere spielte. Im Jahr 1965 hielt sich der Künstler im Rahmen eines Stipendiums der Villa Romana rund sechs Monate in der toskanischen Hauptstadt auf. In dieser Zeit kommt er in Kontakt mit der antiklassischen und expressionistischen Tradition des 16. Jahrhunderts in Italien, insbesondere mit Rosso Fiorentino, Domenico Beccafumi und Jacopo da Pontormo. Zwischen 1976 und 1981 kehrte er mehrmals nach Florenz zurück, bis zu seiner Einzelausstellung 1988 in der Sala d’Arme des Palazzo Vecchio: Baselitz. AVANTI! wird daher als Gelegenheit für eine umfassende Neubetrachtung des Werks des Künstlers vorgeschlagen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Praxis der Gravur als einem Feld autonomer Experimente liegt.
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| Das Museo Novecento in Florenz widmet Georg Baselitz eine große Retrospektive: 170 Werke zur Neuinterpretation des Kupferstichs sind versammelt |
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