Der Pavillon der Republik Kuba auf der 61. Internationalen Kunstausstellung - La Biennale di Venezia präsentiert das Projekt Hombres Libres / Free Man des Künstlers Roberto Diago. Die nationale Beteiligung wird von Nelson Ramirez de Arellano Conde kuratiert und hat Daneisy García Roque als Kommissarin. Die Ausstellung befindet sich im Il Giardino Bianco - Art Space, in der Via Giuseppe Garibaldi 1814, zwischen dem Giardini-Viertel und dem Arsenale, und ist vom 9. Mai bis zum 22. November 2026 zu besichtigen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht eine Reflexion über den Begriff der Freiheit und seine historische und kulturelle Konstruktion. Aus der Sicht des Künstlers ist Freiheit ein Prozess, der Bewusstsein, Erinnerung und ständige Spannung erfordert. Die Arbeit besteht auf der Idee, dass Freiheit als eine kontinuierliche Praxis verstanden werden kann, die die Aufrechterhaltung der Würde und die Bewahrung der Erinnerung beinhaltet.
Die Installation des Projekts mit dem Titel Hombres Libres / Free Man besteht aus einer Gruppe von Skulpturen, die Köpfe in verschiedenen Größen darstellen. Die Figuren sind so platziert, dass sie auf den Betrachter zugehen und eine direkte Konfrontation mit dem Betreten des Ausstellungsraums herstellen. Die Oberflächen zeigen erhabene Narben, die auf heterogenen Materialien wie oxidiertem Metall, Holz, Kunststoff und anderen geborgenen Elementen angebracht sind. Das Vorhandensein dieser Spuren wird zu einem greifbaren Verweis auf Erinnerung und Widerstand und soll verhindern, dass diese Spuren in Vergessenheit geraten.
In dieser Poetik ist Freiheit nicht gleichbedeutend mit dem Auslöschen von Leiden oder der Beseitigung traumatischer Erfahrungen. Im Gegenteil, die Künstlerin schlägt vor, diese Spuren als Zeugnisse einer gelebten Geschichte freizulegen. Die Narben werden so zu sichtbaren und erklärten Elementen, die als Symbole des Widerstands und des Überlebens aufgefasst werden. Die Oberfläche der Werke, die an die Epidermis des menschlichen Körpers erinnert, legt eine Interpretation der schwarzen Haut als einen Raum nahe, in dem sich Erinnerung, Gewalt und Widerstandskraft ablagern.
Das Konzept der Narbe nimmt eine zentrale Rolle in der Konstruktion der in der Installation dargestellten Identität ein. Die in das Material eingravierte Markierung wird nicht als einfache Spur des Schmerzes interpretiert, sondern als Zeugnis der durchlebten Erfahrung. Obwohl der Körper vernarbt ist, bewahrt er einen Zustand der Autonomie und Souveränität. Aus dieser Perspektive ergibt sich eine Neudefinition der Idee des “freien Menschen”, die über die traditionelle rechtliche Dimension des Individuums ohne Zwänge hinausgeht. In Diagos Projekt wird Freiheit mit der Fähigkeit identifiziert, die eigenen historischen Spuren zu erkennen und die Erinnerung angesichts von Erzählungen zu bewahren, die versucht haben, sie auszulöschen oder zu entstellen.
Roberto Diago, geboren 1971 in Havanna unter dem Namen Juan Roberto Diago Durruthy, lebt und arbeitet in der kubanischen Hauptstadt. Er ist Maler, Bildhauer und Installationskünstler und wurde an der Nationalen Akademie der Schönen Künste San Alejandro ausgebildet. Derzeit ist er beratender Professor an der Universität der Künste (ISA) und Mitglied der Nationalen Union der Schriftsteller und Künstler Kubas (UNEAC).
Der Künstler verwendet häufig recycelte Materialien, die zu einem integralen Bestandteil der visuellen Sprache seiner Werke werden. In seiner Produktion taucht immer wieder das Thema der Situation des schwarzen Mannes in der heutigen Welt auf. Diagos Arbeiten beschäftigen sich mit dem historischen Konflikt, der mit der afrikanischen Diaspora und dem Erbe der Sklaverei verbunden ist, und vermitteln ein Bild des Widerstands und des Überlebenskampfes. Durch die Zusammenstellung heterogener Elemente konstruiert der Künstler Werke, die historische Wunden und geschichtete Erinnerungen heraufbeschwören.
Im Laufe von mehr als dreißig Jahren hat Diago eine internationale Karriere mit zahlreichen Ausstellungen in Europa, Afrika, den Vereinigten Staaten und der Karibik entwickelt. Seine Werke sind Teil von etwa zwanzig bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland. Zu den wichtigsten Ausstellungen gehören die Ethelbert Cooper Gallery der Harvard University, das National Museum of Fine Arts in Havanna und die Casa de América in Madrid.
Der Künstler hat auch an zahlreichen Biennalen teilgenommen, darunter die 47. und 57. Internationale Kunstausstellung der Biennale von Venedig, die Biennale von Havanna und die Biennale von Dakar 2022. Seine Arbeiten waren auch in groß angelegten Ausstellungsprojekten wie Artes de Cubaim John F. Kennedy Center in Washington, D.C. zu sehen.
Roberto Diagos Werke befinden sich heute in mehreren öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit, darunter das Museum of Fine Arts in Boston, die Sammlungen CIFO und Pizzuti in den Vereinigten Staaten, das Museum of Black Civilisations in Dakar, Senegal, das Nationalmuseum der Schönen Künste in Kuba und das Reina Sofía Museum in Madrid. Im Laufe seiner Karriere hat der Künstler an Hunderten von Einzel- und Gruppenausstellungen in rund fünfundzwanzig Ländern teilgenommen.
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| Der kubanische Pavillon auf der Biennale von Venedig präsentiert "Hombres Libres" von Roberto Diago |
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