Vom 3. Juli bis zum 8. November 2026 präsentiert das Musée Ingres Bourdelle in Montauban eine noch nie dagewesene Ausstellung über die Verbindung zwischen Jean-Auguste-Dominique Ingres (Montauban, 1780 - Paris, 1867) und der Welt der Mode. Anhand von mehr als 200 Werken, darunter Gemälde, Zeichnungen, Textilien, Accessoires und historische Dokumente, wird Ingres und die Mode die außergewöhnliche Aufmerksamkeit des Künstlers für Stoffe, Draperien und Kleider analysieren und aufzeigen, wie die Welt der Mode seine Bildsprache und den Aufbau seiner Kompositionen beeinflusst hat. Die Ausstellung, die von Florence Viguier-Dutheil, der Direktorin des Museums und Spezialistin für das Werk von Ingres, und Alexandra Bosc, Modehistorikerin des 19. Jahrhunderts und derzeitige stellvertretende Direktorin für Sammlungen und Forschung an den Pariser Museen, kuratiert wird, untersucht, wie der Maler Stoffe veredelte, mit Transparenzen experimentierte, zeitgenössische Trends aufnahm und mit der künstlerischen Tradition in Dialog trat, um seinen Porträts eine Modernität zu verleihen, die auch heute noch aktuell ist.
Jean-Auguste-Dominique Ingres, Schöpfer eines persönlichen und erkennbaren Stils, war mehr als fünfzig Jahre lang einer der absoluten Protagonisten der französischen Schule. Die zahlreichen Ausstellungen, die ihm in den letzten Jahren gewidmet wurden, zeugen davon, wie sehr sein Werk auch heute noch Interesse und Aufmerksamkeit weckt.
Obwohl Ingres als Historienmaler berühmt war, wurde er von seinen Zeitgenossen vor allem für sein Talent in der Porträtmalerei geschätzt, in der er eine feine psychologische Introspektion mit einer akribischen Aufmerksamkeit für Ornamente und Kleidung verband. Indem er der zeitgenössischen Kleidung große Aufmerksamkeit schenkte, ohne dass seine Gemälde jemals zu banalen Porträts wurden, erreichte Ingres ein originelles Gleichgewicht, das ihn zu einem echten “Maler des modernen Lebens” macht - eine Definition, die Baudelaire ihm nie geben wollte.
Obwohl das Thema des Porträts im Werk von Ingres bereits in großen Ausstellungen in London, New York und Washington untersucht wurde, wurde die besondere Beziehung zwischen dem Maler und der Mode noch nie in einer eigenen Ausstellung behandelt. In der Ausstellung werden Werke von Ingres zusammen mit Textilien, Schmuck, Accessoires, Karikaturen, Modestichen, technischen Abhandlungen, Handelskatalogen und Plakaten gezeigt, wobei die Ausstellung in sechs thematische Abschnitte gegliedert ist. Im letzten Teil der Ausstellung wird der Einfluss der Bilder von Ingres auf die Modedesigner des 20. und 21. Jahrhunderts analysiert, darunter Jean-Charles de Castelbajac, Yves Saint Laurent und Issey Miyake.
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| Eine neue Ausstellung in Montauban beleuchtet die Beziehung zwischen Jean-Auguste-Dominique Ingres und der Mode |
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