In Deutschland, im Kunsthaus Apolda, werden die Mode- und Aktfotografien von Günter Rössler


Das Kunsthaus Apolda in Deutschland zeigt bis zum 3. Mai 2026 die posthume Ausstellung von Günter Rössler, einem der wichtigsten Vertreter der deutschen Fotografie des 20. Jahrhunderts. Er widmete sich vor allem der Mode und dem Akt.

Bis zum 3. Mai 2026 zeigt das Kunsthaus Apolda in Deutschland die Ausstellung Günter Rössler. Mode- und Aktfotografie, kuratiert von Kirsten Schlegel.
Günter Rössler gehört zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Fotografie des 20. Jahrhunderts und hat die Entwicklung der fotografischen Sprache maßgeblich beeinflusst. Er wurde 1926 in Leipzig geboren und studierte von 1947 bis 1950 an der dortigen Hochschule für Bildende Künste. Nach seinem Studium begann er eine Karriere als freier Fotojournalist, arbeitete mit großen Magazinen zusammen und produzierte Reportagen und Fotoessays über das Alltagsleben in Ostdeutschland und verschiedenen Ländern Süd- und Osteuropas.

Im Mittelpunkt seiner Recherchen stand die Beobachtung des alltäglichen Lebens. Rössler konzentrierte sich auf gewöhnliche Menschen und porträtierte sie ohne jede Form von Wertung oder explizitem Kommentar. Auf diese Weise entwickelte er einen erkennbaren Stil, der auf Wesentlichkeit, Spontaneität und Authentizität beruht. Seine realistischen und formal genauen Bilder vereinen künstlerische Qualität und historischen Wert.

Rössler war auch eine zentrale Figur der Modefotografie, die er in Kontinuität mit der Sprache der Reportage interpretierte. Für ihn sollte die Mode nicht vom Alltag isoliert, sondern in einen realen Kontext gestellt werden. Seine ersten Kooperationen entstanden mit Zeitschriften wie Der Rundfunk, Putz und Pelz, Der Brühl und Die Bekleidung.

In den 1960er und 1970er Jahren trugen seine Fotografien zur Definition eines modernen Frauenbildes bei. Sein Werk hat den Stil der Zeitschrift Sibylle maßgeblich beeinflusst. Von 1967 bis 1990 war er auch für die Fotografie und das Layout der Zeitschrift Modische Maschen verantwortlich und trug damit zur Verbreitung neuer weiblicher Modelle in der DDR bei. Seine Modebilder zeichnen sich durch eine zeitlose Bildsprache aus, die auch heute noch fasziniert. Neben ihrem ästhetischen Wert gelten sie als wichtige kulturelle Dokumente der Zeit, in der sie entstanden sind.

Günter Rössler, Leipzig, 1967
Günter Rössler, Leipzig, 1967 (Ausschnitt)
Günter Rössler, Renate, 1969
Günter Rössler, Renate, 1969

Seit den 1960er Jahren widmete sich Rössler intensiv der Aktfotografie, mit der er in der DDR zu einer führenden Persönlichkeit wurde. Mit seiner ersten Einzelausstellung im Jahr 1979 trug er zur Legitimation der Aktfotografie als eigenständige Kunstform bei. Die regelmäßige Veröffentlichung seiner Bilder in der Zeitschrift Das Magazin steigerte seinen Bekanntheitsgrad weiter. Seine Aktfotos zeichnen sich durch ihre Authentizität aus: keine konstruierten Bilder, keine Versuche der Verschleierung oder Abschwächung. Oft blicken die porträtierten Frauen direkt in die Linse und treten so in einen Dialog mit dem Betrachter. DieVerwendung von Schwarz und Weiß in Verbindung mit präzise kalibriertem Licht verleiht den Körpern eine fast skulpturale Dimension. Es ist gerade die Einfachheit der Inszenierung, die seine Bildsprache besonders intensiv macht.

Rössler arbeitete stets mit analoger Fotografie und verfolgte alle Schritte des Prozesses persönlich. In der Dunkelkammer kümmerte er sich um die Entwicklung und den Druck der Bilder, griff in Belichtung, Vergrößerung und Kontrast ein, um das Verhältnis von Licht und Schatten genau zu definieren. Das Ergebnis sind nüchterne, aber kraftvolle Fotografien, deren formale Ausgewogenheit eine tiefe technische Beherrschung widerspiegelt.

Nach mehr als sechzig Jahren Tätigkeit verstarb Günter Rössler am 31. Dezember 2012 in Leipzig. Als zurückhaltender Mensch, fernab von jeder Form von Prominenz, blieb er zeitlebens seiner eigenen Vision treu. Sein Werk spiegelt seine Vision wider: eine essenzielle, intensive und elegante Fotografie, die menschliche Sensibilität und formale Strenge zu verbinden weiß.

In Deutschland, im Kunsthaus Apolda, werden die Mode- und Aktfotografien von Günter Rössler
In Deutschland, im Kunsthaus Apolda, werden die Mode- und Aktfotografien von Günter Rössler



Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.