In Genua sind über 140 Werke aus der Scharf-Sammlung zu sehen, von Goya über Monet bis hin zur zeitgenössischen Kunst


Vom 16. Oktober 2026 bis zum 2. Mai 2027 präsentiert der Palazzo Ducale in Genua zum ersten Mal in Italien eine Auswahl aus der Scharf-Sammlung mit über 140 Werken, die zwei Jahrhunderte Kunstgeschichte vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart nachzeichnen.

Vom 16. Oktober 2026 bis zum 2. Mai 2027 wird im Palazzo Ducale in Genua die Ausstellung „Renoir, Monet, Toulouse-Lautrec, Cézanne – 200 Jahre Kunst aus der Sammlung Scharf“, eine Ausstellung, die erstmals über 140 Werke aus einer der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen, die lange Zeit der Öffentlichkeit vorenthalten war, nach Italien bringt. Die Ausstellung entsteht aus der Zusammenarbeit zwischen der Sammlung Scharf, MondoMostre und der Stiftung Palazzo Ducale in Genua und wird von der Direktorin der genuesischen Institution, Ilaria Bonacossa, kuratiert.

Die Auswahl zeichnet zwei Jahrhunderte Kunstgeschichte nach, und zwar anhand von Werken nicht nur von Renoir, Monet, Toulouse-Lautrec und Cézanne, sondern auch von Goya, Corot, Bonnard, Matisse und Léger bis hin zu den zeitgenössischen Künstlern Tony Cragg und Katharina Grosse. Der Ausstellungsparcours soll somit auch die vielschichtigen und komplexen Ereignisse widerspiegeln, die die Geschichte des Sammelns im Laufe des 20. Jahrhunderts geprägt haben.

Pierre-Auguste Renoir, Flusslandschaft mit Badenden (um 1885; Öl auf Leinwand, 32,5 x 41 cm; The Scharf Collection)
Pierre-Auguste Renoir, Flusslandschaft mit Badenden (um 1885; Öl auf Leinwand, 32,5 x 41 cm; The Scharf Collection)
Claude Monet, Waterloo Bridge (1903; Öl auf Leinwand, 65 x 100 cm; Sammlung Scharf)
Claude Monet, Waterloo Bridge (1903; Öl auf Leinwand, 65 x 100 cm; The Scharf Collection)
Henri Matisse, Lagune (1947; Pochoir / Schablonendruck, 42 x 65 cm; Sammlung Scharf)
Henri Matisse, Lagune (1947; Pochoir / Schablonendruck, 42 x 65 cm; The Scharf Collection)

Die Scharf-Sammlung hat ihren Ursprung in der Berliner Sammlung von Otto Gerstenberg, die den Pionieren der Moderne und der französischen Avantgarde gewidmet war. Die Sammlung wurde über mehrere Generationen der Familie weitergegeben: Während des Zweiten Weltkriegs gelang es Gerstenbergs Tochter Margarethe Scharf, den Kernbestand in Sicherheit zu bringen. Später bauten die Enkel Walter und Dieter Scharf zwei eigenständige Zweige der Sammlung auf. Die Sammlung von Dieter, die sich auf den Surrealismus konzentriert, ist seit 2008 als Dauerleihgabe in der Sammlung Scharf-Gerstenberg in Charlottenburg zu sehen.

Walter Scharf erweiterte hingegen gemeinsam mit seiner Frau Eve und seinem Sohn René den der französischen Kunst gewidmeten Teil um Werke von Monet, Cézanne, Matisse und Picasso. Heute führen René Scharf und seine Frau Christiane Scharf diese Tradition der modernen und zeitgenössischen Kunst fort, mit Werken von Künstlern wie Sam Francis, Sean Scully, Daniel Richter und Katharina Grosse. Ihr Sammlerengagement konzentriert sich insbesondere auf die Entwicklung der Malerei und das Verhältnis zwischen Figuration und Abstraktion.

In Genua sind über 140 Werke aus der Scharf-Sammlung zu sehen, von Goya über Monet bis hin zur zeitgenössischen Kunst
In Genua sind über 140 Werke aus der Scharf-Sammlung zu sehen, von Goya über Monet bis hin zur zeitgenössischen Kunst



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