Im Museo Correr in Venedig wird die Ausstellung Dialoghi Canoviani fortgesetzt, ein Projekt, das die zeitgenössische künstlerische Forschung mit dem Erbe von Antonio Canova in Verbindung bringt. Die zweite Ausgabe schlägt eine Konfrontation zwischen dem französisch-schweizerischen Künstler Julian Charrière (1987 in Morges geboren, lebt und arbeitet in Berlin) und dem großen Protagonisten des Neoklassizismus vor, und zwar auf dem Weg Spiralwirtschaft: Charrière und Canova, der im Sale Canoviane zu sehen ist.
Die von Chiara Squarcina und Pier Paolo Pancotto in Zusammenarbeit mit Claudia Cargnel und mit Unterstützung der Kulturstiftung Basel H. Geiger, Pro Helvetia, Schmidt Ocean Institute und The Shifting Foundation kuratierte Ausstellung, die vom 30. April bis zum 22. November 2026 zu sehen ist, entwickelt sich als Dialog zwischen verschiedenen Epochen, der die poetische Dimension der Materie hervorhebt. Charrières Werke konfrontieren die idealisierten Formen Canovas und stellen den Marmor in den Mittelpunkt der Betrachtung: ein lebendiges Material, das zwischen physischer Präsenz und symbolischer Dimension schwebt, Hüter der Schönheit und der Erinnerung.
Im Mittelpunkt des Projekts steht eine kreative Spannung zwischen Gegensätzen: auf der einen Seite das neoklassische Streben nach der Ewigkeit der Form, auf der anderen Seite die Zerbrechlichkeit und der Prozesscharakter, die für die zeitgenössische Sensibilität typisch sind. Die Ausstellung stellt somit einen Dialog zwischen Dauerhaftigkeit und Erosion, zwischen Ideal und Transformation, zwischen Stabilität und Wandel her.
Charrières Intervention hat die Form einer großen multisensorischen Installation, die in enger Zusammenarbeit mit der Canova-Sammlung des Museums konzipiert wurde und zum ersten Mal in ein zeitgenössisches Kunstprojekt eingebunden ist. In der Ausstellung wechseln sich Werke von Canova und Werke des zeitgenössischen Künstlers ab, von denen viele eigens angefertigt wurden. So entstehen signifikante Gegenüberstellungen wie Venus Italica (1804-1812) und Albedo (2025), Icarus (1777-1779) und Controlled Burn (2022), Orpheus und Eurydike (1773-1776) und Stone Speakers (2024), bis hin zu Spiral Economy (2025), Self-Portrait (1812) und Imperfect Lovers (2025).
In verschiedenen Sprachen, von der Skulptur bis zum Video, von der Fotografie bis zur Performance, untersucht Charrière die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Umwelt, zwischen Technologie und Ökologie, zwischen Industrie und Wissenschaft. Der Künstler arbeitet oft in abgelegenen Gegenden und unter extremen Bedingungen, nicht um die Natur zu feiern, sondern um ihre Zerbrechlichkeit und Kritikalität zu unterstreichen.
Das Projekt ist das Ergebnis eines Dialogs, der sich im Laufe der Zeit zwischen Charrière und Canova entwickelt hat und auf ihrer Fähigkeit beruht, sich mit universellen Dimensionen wie Mythos und Utopie auseinanderzusetzen. Während Canova diese Themen in eine plastische Sprache übersetzt, die in der Zeit schwebt, interpretiert Charrière sie mit einer zeitgenössischen Sensibilität neu, ohne ihre Relevanz zu verlieren. Charrière, der bereits Protagonist der Biennale von Venedig war (bildende Kunst 2017 und Architektur 2012 und 2021), schlägt hier eine Neuinterpretation der Sale Canoviane vor, die prägnant ist. Der Dialog zwischen neoklassischem Marmor und zeitgenössischen Multimedia-Sprachen wie Licht, Ton und Bild führt zu einer noch nie dagewesenen Konfrontation zwischen Canovas klassischem Idealismus und Charrières Überlegungen zu Entropie und biologischer Mutation.
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| Venedig, in der Sale Canoviane des Museo Correr, Julian Charrière im Dialog mit Canova |
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