Königspalast von Caserta: Vereinbarung mit der Provinz zum Schutz des Carolino-Aquädukts und des Waldes von San Silvestro


Zwischen dem Königspalast von Caserta und der Provinz wurde eine Kooperationsvereinbarung über Instandhaltungsmaßnahmen, Überwachung und Prävention von Umweltrisiken in den Gebieten des Carolino-Aquädukts und des Bosco di San Silvestro unterzeichnet.

Das Königspalast von Caserta und die Provinz Caserta verstärken ihre institutionelle Zusammenarbeit zum Schutz von zwei der bedeutendsten historischen, ökologischen und landschaftlichen Schätze der Region:dem Carolino-Aquädukt und dem Wald von San Silvestro. Die beiden Einrichtungen haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die darauf abzielt, koordinierte Maßnahmen zur Instandhaltung, Überwachung und Risikoprävention für diese besonders wertvollen Gebiete zu gewährleisten, die Teil des umfassenderen Denkmal- und Naturerbes im Zusammenhang mit dem Vanvitelli-Komplex sind. An der Vereinbarung beteiligt sind einerseits die Königspalast von Caserta, eine Einrichtung des Kulturministeriums und von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannte Stätte, und andererseits die Provinz Caserta, vertreten durch ihren Forstdienst. Ziel ist es, durch geplante und langfristig angelegte Maßnahmen eine gemeinsame und kontinuierliche Bewirtschaftung der betroffenen Gebiete sicherzustellen.

Die Vereinbarung regelt detailliert die Interventionsbereiche, die Vorgehensweisen, die Zuständigkeiten und die Koordinierungsinstrumente und schafft damit einen organisatorischen Rahmen, der es ermöglicht, die wichtigsten ökologischen und territorialen Probleme, die den Verlauf des Carolino-Aquädukts und das Umgebungsgebiet des Bosco di San Silvestro betreffen, systematisch anzugehen.

Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören die Säuberung der Gebiete, die ständige Überwachung der Umweltbedingungen, die Prävention und Minderung hydrogeologischer Risiken und von Brandgefahren sowie der Schutz der Wald- und Brachflächen, die die Landschaft prägen, durch die die alte Wasserinfrastruktur verläuft, und des Waldgebiets, das sich hinter dem Königspark erstreckt.

Das Carolino-Aquädukt
Das Carolino-Aquädukt

Die Vereinbarung entspringt dem Bewusstsein für die besondere Anfälligkeit eines Kulturerbes, das ständige Aufmerksamkeit erfordert. Die Reggia di Caserta ist nämlich nicht nur einer der bedeutendsten Denkmalkomplexe Europas, sondern stellt auch ein vielschichtiges territoriales System dar, in dem Architektur, Landschaft, Umwelt und historische Ingenieurbauwerke ein untrennbares Ganzes bilden.

Zu den institutionellen Zielen des Königspalasts gehören der Schutz, die Aufwertung und die Förderung des gesamten Denkmalkomplexes – Aktivitäten, die auch durch Initiativen zum Schutz der Kulturlandschaft und zur nachhaltigen Aufwertung der in der Region vorhandenen Ressourcen verfolgt werden. In diesem Zusammenhang kommt der Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Einrichtungen und Institutionen, die zum Schutz und zur Bewirtschaftung des Kulturerbes beitragen können, besondere Bedeutung zu. Die Provinz Caserta spielt in diesem Bereich bereits seit langem eine bedeutende Rolle. Über den Forstdienst werden nämlich regelmäßig Maßnahmen zur Verringerung hydrogeologischer Risiken und der Brandgefahr in Gebieten durchgeführt, zu denen unter anderem die Gemeindegebiete von Caserta und Valle di Maddaloni, in denen Teile des Carolino-Aquädukts und des Waldes von San Silvestro liegen. Die neue Vereinbarung ermöglicht es somit, diese Tätigkeit zu festigen und noch effektiver zu gestalten, indem eine stärkere Integration der Kompetenzen der verschiedenen beteiligten Akteure gefördert und eine gemeinsame Planung der Maßnahmen gewährleistet wird.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Carolino-Aquädukt, einem der außergewöhnlichsten Wasserbauwerke des 18. Jahrhunderts. Die Infrastruktur, die zur Versorgung des Wasserversorgungssystems des Königspalasts und seiner monumentalen Brunnen konzipiert wurde, erstreckt sich über etwa 38 Kilometer und durchquert Gebiete, die durch unterschiedliche morphologische und ökologische Bedingungen gekennzeichnet sind. Ihre Ausdehnung und die Komplexität des territorialen Kontexts, in den sie eingebettet ist, machen eine ständige Überwachung und Instandhaltung unerlässlich. Hydrogeologische Instabilitäten, unkontrolliertes Pflanzenwachstum und Brandgefahr sind Faktoren, die den Erhalt und die volle Funktionsfähigkeit des historischen Kulturguts gefährden könnten.

Ähnliche Aufmerksamkeit gilt dem Bosco di San Silvestro, einem weitläufigen Naturgebiet, das sich über etwa 76 Hektar zwischen dem Monte Maiuolo und dem Monte Briano erstreckt, direkt angrenzend an den Königlichen Park der Reggia di Caserta. Der Wald ist ein wesentlicher Bestandteil der historischen und landschaftlichen Kulisse des Vanvitelli-Komplexes und stellt sowohl einen Lebensraum von hohem naturkundlichem Wert als auch einen wichtigen öffentlichen Erholungsraum dar. Auch in diesem Fall sind die ständige Pflege und die Überwachung des Zustands des Gebiets von grundlegender Bedeutung, um die Erhaltung des Naturerbes, die Sicherheit der Besucher und den Schutz des Ökosystems vor möglichen Degradationserscheinungen zu gewährleisten.

Königspalast von Caserta: Vereinbarung mit der Provinz zum Schutz des Carolino-Aquädukts und des Waldes von San Silvestro
Königspalast von Caserta: Vereinbarung mit der Provinz zum Schutz des Carolino-Aquädukts und des Waldes von San Silvestro



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