Paola Macchi ist die neue Generaldirektorin des Maxxi in Rom


Der Verwaltungsrat der Stiftung Maxxi hat die Generalsekretärin Paola Macchi zur operativen und verwaltungstechnischen Leiterin des Museums ernannt. Die Ernennung, die auf Vorschlag des Kulturministers Alessandro Giuli erfolgte, vervollständigt die Umsetzung der neuen Satzung, die am 15. Juni in Kraft getreten ist.

Paola Macchi ist die neue Generaldirektorin der Stiftung Maxxi. Die Ernennung wurde am Montag, dem 13. Juli, vom Verwaltungsrat der Stiftung auf Vorschlag des Kulturministers Alessandro Giuli beschlossen und schließt den Prozess zur Umsetzung der neuen Satzung der Stiftung ab, die am 15. Juni in Kraft getreten ist. Macchi, die zuvor bereits das Amt der Generalsekretärin des Museums für Kunst des 21. Jahrhunderts in Rom innehatte, übernimmt nun die Position der Generaldirektorin mit einer Amtszeit von fünf Jahren. Ihre Ernennung markiert den operativen Start des durch die Satzung eingeführten neuen Organisationsmodells, das eine Person vorsieht, die die direkte Verantwortung für die operative und organisatorische Leitung der Stiftung sowie für die administrativen und finanziellen Aspekte trägt.

Die Entscheidung des Verwaltungsrats stellt somit einen zentralen Schritt bei der Umstrukturierung der Stiftung Maxxi dar, die ihre Rolle in der italienischen und internationalen Kulturszene stärken soll. Die neue Struktur zielt darauf ab, die Leitungsfunktionen der Institution klarer zu definieren und der Generaldirektorin die Koordination der für den Betrieb der Stiftung notwendigen Aktivitäten zu übertragen.

„Herzlichen Glückwunsch an Paola Macchi, verbunden mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Arbeit in dieser wichtigen Funktion“, erklärt Minister Alessandro Giuli. „Ihre Erfahrung ist eine Garantie für die Umsetzung des in der Satzung festgelegten Organisationsmodells. Ich bin sicher, dass ihr Engagement dazu beitragen wird, die Rolle des Museums als Bezugspunkt für Kunst, Architektur und zeitgenössische Kreativität zu stärken. Ich danke der Präsidentin Emanuela Bruni und dem Verwaltungsrat dafür, dass sie mit dieser Ernennung eine neue Phase der Stiftung eingeleitet haben, im Zeichen der Kontinuität und der Aufwertung einer der bedeutendsten italienischen Kulturinstitutionen. Die Ernennung markiert den operativen Start des durch die neue Satzung eingeführten erneuerten Organisationsmodells, das die Position eines Generaldirektors vorsieht, dem für eine Amtszeit von fünf Jahren die operative und organisatorische Leitung der Stiftung sowie die administrative und finanzielle Leitung übertragen wird.“

Paola Macchi
Paola Macchi

Die Wahl von Macchi erfolgt nach einem langen beruflichen Werdegang, den sie bei einigen der bedeutendsten italienischen Kulturinstitutionen absolviert hat, mit Erfahrungen, die vom Theater über die Musik und den Tanz bis hin zur organisatorischen und administrativen Leitung großer Kulturinstitutionen reichten. Eine Ausbildung und Karriere, die durch Positionen mit zunehmender Verantwortung geprägt waren und dazu führten, dass sich die neue Generaldirektorin des Maxxi nicht nur mit Produktion und künstlerischer Programmgestaltung, sondern auch mit Wirtschaftsmanagement, Personalwesen, Verwaltung und Ausschreibungsverfahren befasste.

Nach ihrem Abschluss in Moderner Literatur an der Katholischen Universität Mailand und dem Master-Abschluss an der Schauspielschule „Scuola d’Arte Drammatica Paolo Grassi“ begann Macchi ihre berufliche Laufbahn 1998 am Piccolo Teatro in Mailand, einer der bedeutendsten nationalen Kulturinstitutionen im Theaterbereich. Dort sammelte sie erste Erfahrungen in der Produktion und Programmgestaltung von Theaterstücken und begleitete künstlerische Projekte in Italien und im Ausland. Ihre Erfahrung im Bereich der Sprechdramatik setzte sich von 2003 bis 2006 am Teatro Eliseo in Rom fort, wo sie sich neben der organisatorischen Leitung und der Produktion von Theaterstücken auch um die Koordination der anderen Bereiche eines Theaterunternehmens kümmerte. Dieser Schritt erweiterte ihr berufliches Profil und führte dazu, dass sie sich mit komplexeren Aspekten der Leitung einer kulturellen Einrichtung auseinandersetzen musste.

Zwischen 2008 und 2010 arbeitete sie beim Festival dei Due Mondi in Spoleto unter der Leitung von Giorgio Ferrara und erwarb dabei auch Kompetenzen im Bereich der Oper und des Tanzes. In diesem Zusammenhang leitete sie Produktionen mit nationalen und internationalen Opern- und Sinfonieorchestern und wandte dabei den nationalen Tarifvertrag der Branche an.

Im Rahmen dieser Tätigkeit betreute sie Kooperationen und Vertragsbeziehungen mit bedeutenden internationalen Kunstinstitutionen, darunter die Los Angeles Opera, das Théâtre du Châtelet und die Komische Oper Berlin. Zudem war er für den Abschluss von Verträgen mit einigen der renommiertesten Orchester verantwortlich, darunter das London Symphony Orchestra und das Orchestra Giuseppe Verdi aus Mailand.

Ein weiterer bedeutender Schritt in ihrer Karriere war der Wechsel zum Teatro di Roma – Teatro Nazionale, einer Einrichtung, die das Teatro Argentina und das Teatro India verwaltet und seit 2017 im Rahmen des Projekts „Teatri in Comune“ auch sieben weitere Theatersäle der Stadt in ihre Organisation integriert hat. Hier war Macchi zunächst von 2014 bis 2017 als Assistentin des Direktors tätig, bevor sie von 2017 bis 2020 die Position der operativen Leiterin übernahm.

Im Laufe ihrer Jahre am Teatro di Roma erstreckten sich ihre Aufgabenbereiche über die Organisation und Produktion hinaus und umfassten auch allgemeine Angelegenheiten, Personalmanagement, Verwaltung, Finanzen und Ausschreibungen. Insbesondere betreute sie zahlreiche Verfahren im Zusammenhang mit der Anwendung des Vergabegesetzes, darunter auch solche zur Vergabe einiger städtischer Theater sowie zur Durchführung von ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltungsmaßnahmen an historischen Gebäuden.

In ihrer Funktion als Personalverantwortliche betreute sie zudem die Arbeitsbeziehungen und führte Verhandlungen mit den Sozialpartnern über Zusatzvereinbarungen auf der zweiten Ebene. Diese Erfahrung festigte ihre Kompetenzen im Management komplexer Strukturen sowie in den Beziehungen zwischen Organisation, Arbeitnehmern und Institutionen.

Im Jahr 2020 wurde Macchi zur Verwaltungs- und Organisationsleiterin des „Festival dei Due Mondi“ in Spoleto ernannt. Das „Festival dei Due Mondi“ zählt zu den bedeutendsten Kulturveranstaltungen Italiens und zieht jedes Jahr mehrere Zehntausend Zuschauer an, wobei während der achtzehn Veranstaltungstage rund 200 Aufführungen stattfinden. Die komplexe Organisationsstruktur des Festivals umfasst etwa 700 Künstler und ein Team von 250 Mitarbeitern und erfordert ein differenziertes Management der künstlerischen, produktionstechnischen und administrativen Aktivitäten. Macchi hatte dieses Amt bis September 2025 inne; im Mai desselben Jahres war sie zur Generalsekretärin des MAXXI ernannt worden. Mit ihrer Ernennung zur Generaldirektorin des MAXXI bringt Paola Macchi nun Erfahrungen in die Stiftung ein, die sie in über zwanzig Jahren Tätigkeit in führenden Kulturinstitutionen gesammelt hat.

Paola Macchi ist die neue Generaldirektorin des Maxxi in Rom
Paola Macchi ist die neue Generaldirektorin des Maxxi in Rom



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