Der Dom von Cremona hatschwere Schäden davongetragen, nachdem die Stadt am Freitagnachmittag, dem 18. August, von einem heftigen Unwetter mit Tornado und Hagel heimgesucht wurde. Das Unwetter, das nach 16 Uhr über die Stadt hereinbrach, verursachte weitreichende Schäden an mehreren Stellen in der Altstadt und im umliegenden Gebiet. Bei der Kathedrale von Cremona stürzte die Spitze eines der Türmchen an der Fassade ein. Glücklicherweise hatte der Einsturz keine Folgen für Personen oder Gegenstände, die sich zu diesem Zeitpunkt im betroffenen Bereich befanden. Die Wucht des Hagels hat zudem das Glas der Rosette des Doms sichtbar beschädigt – ein Element, das bereits bei einem früheren Unwetter, das im Juli über die Stadt hereinbrach, in Mitleidenschaft gezogen und umgehend wiederhergestellt worden war.
Seit heute sind sowohl die Kathedrale als auch der Torrazzo wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, nachdem die betroffenen Bereiche vom zuständigen Personal gesichert wurden. Auch am Bischofspalast wurden Schäden festgestellt, wo es zu Glasbrüchen an den Fenstern kam, insbesondere in dem Bereich über dem Gewölbe, das die Piazza Sant’Antonio Maria Zaccaria mit der Via Platina verbindet: Der Durchgang wurde bis zur Abklärung vorübergehend für Fußgänger und Fahrzeuge gesperrt.
Das Unwetter hat auch das über das gesamte Gebiet verteilte kirchliche Kulturerbe nicht verschont: Mehrere Pfarreien der Diözese haben Schäden an ihren Gebäuden gemeldet, und derzeit wird eine umfassende Analyse der Lage durchgeführt, um alle in den nächsten Tagen erforderlichen Überprüfungs- und Sicherungsmaßnahmen zu ermitteln.
Neben der Kathedrale wurden auch am Rathaus, das direkt gegenüber dem Dom liegt, schwere Schäden verzeichnet, insbesondere am Stadtturm. Die Trümmer des oberen Teils des Turms stürzten auf den darunterliegenden Platz und wurden vorläufig neben dem Baptisterium aufgeschüttet.
Was die materiellen Folgen des Ereignisses betrifft, so spricht die Bilanz von etwa zehn Verletzten infolge des Unwetters, das die Stadt heimgesucht hat. Einige Menschen saßen in ihren Autos fest, auf die vom starken Wind umgestürzte Bäume gefallen waren. Das Wetterphänomen beschränkte sich nicht auf das Stadtzentrum: Auch im Gebiet des Oltrepò Pavese kam es zu starken Hagelschauern, die die Weinberge mitten in der Weinlese trafen und mögliche Auswirkungen auf die lokale Weinproduktion haben könnten.
Der Bürgermeister von Cremona, Andrea Virgilio, äußerte sich zu dem Vorfall in einer Mitteilung auf seinem Facebook-Profil: „Der Unwetterausbruch, der Cremona heimgesucht hat“, sagte er, „war weitaus heftiger als der vor etwa einem Monat, und die Schäden sind leider deutlich größer. Wir sprechen hier nicht nur von umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen: Diesmal verzeichnen wir auch erhebliche Schäden an Gebäuden. Der Rathausturm wurde schwer beschädigt, ebenso wie die Kathedrale, ganz zu schweigen natürlich von zahlreichen Privathäusern. In diesen Stunden sind wir alle vor Ort, zusammen mit den Technikern, der örtlichen Polizei, dem Zivilschutz und allen an den Einsätzen beteiligten Kräften. Es gibt nach wie vor kritische Situationen im Straßenverkehr, Verzögerungen und Staus; daher bitten wir alle um Vorsicht bei der Fortbewegung und darum, die von den Einsätzen betroffenen Gebiete nach Möglichkeit zu meiden. Die Priorität liegt nun darauf, Menschen, Straßen und Gebäude in Sicherheit zu bringen und uns ein genaues Bild von den Schäden zu verschaffen.“
Neben dem Dom und dem Stadtturm gehört auch das Teatro Ponchielli, eines der Wahrzeichen des kulturellen Lebens der Stadt, zu den vom Unwetter betroffenen Gebäuden und reiht sich in die lange Liste der öffentlichen und privaten Einrichtungen ein, die durch die Gewalt des Unwetters beschädigt wurden.
Trotz der Schwere der Schäden am historischen und architektonischen Erbe der Stadt teilte das Museumszentrum der Diözese Cremona mit, dass das Diözesanmuseum, der Torrazzo und das Baptisterium weiterhin regulär für die Öffentlichkeit zugänglich sind, während die Kathedrale für die Gläubigen sowohl zum persönlichen Gebet als auch zur Teilnahme an liturgischen Feiern weiterhin zugänglich ist, da die tatsächlich von den Schäden betroffenen Bereiche bereits gesichert wurden. In der vom Museumszentrum veröffentlichten Mitteilung wird betont, dass in einer Stadt, die noch immer mit den Folgen des heftigen Unwetters vom Vortag zu kämpfen hat, die Bekanntgabe dieser aktuellen Informationen darauf abzielt, die Stadtbevölkerung in diesen schwierigen Stunden diskret zu begleiten. Die gleichen diözesanen Quellen haben zudem die Bevölkerung dazu aufgerufen, bei ihren Wegen durch die Stadt besondere Vorsicht walten zu lassen und die Anweisungen der zuständigen Behörden aufmerksam zu befolgen, da in verschiedenen Bereichen der Altstadt infolge der durch das Unwetter verursachten Schäden noch immer Überprüfungen und Sicherungsmaßnahmen stattfinden.
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| Cremona: Schäden am Dom und am Stadtturm nach dem Unwetter |
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